Der Runde Tisch Schwaben

Seit 2008 ist die Augsburger Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Ansprechpartner für alle Selbsthilfegruppen in Schwaben, die einen Antrag auf Selbsthilfegruppenförderung stellen möchten.Über die Höhe der Förderung entscheiden nach wie vor die gesetzlichen Krankenkassen.

Gruppeninventur 2020: Gemeinsam reflektieren-gemeinsam reisen!  

Das Angebot Gruppeninventur wird auch 2020 wieder an sieben verschiedenen Standorten in Bayern angeboten. 23 Termine stehen in Mittel- und Unterfranken, sowie in Oberbayern und der Oberpfalz fest, um bayerischen Selbsthilfegruppen die Möglichkeit zur Reflexion zu geben.

Neu im kommenden Jahr 2020: die Gruppeninventur „dahoam“. Hier besteht für mobilitätseingeschränkte Gruppen die Möglichkeit, dass die Moderator*in direkt zur Gruppe kommt. Dafür stehen einige Termine zur Auswahl, die auf dem Flyer mit einem Sternchen gekennzeichnet sind.

Ähnlich wie bei der Jahresinventur einer Firma ermöglicht das Angebot „Gruppeninventur“ gemeinsam darüber nachzudenken, wie die Selbsthilfegruppe aktuell dasteht, was besonders gut läuft und in welchen Bereichen es vielleicht Änderungsbedarf gibt. Bei der Gruppeninventur werden die drängendsten Themen der Selbsthilfegruppe angesprochen und regen damit den Prozess an, auch nach dem Treffen an den offenen Fragen weiterzuarbeiten. Ganz wichtig ist auch die Stärkung der Gruppe.

Unter Moderation eines*r erfahrenen Selbsthilfeberater*in können sich die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe an einem drei- bis vierstündigen Treffen in einer anderen bayerischen Stadt austauschen. So können gemeinsam neue Ideen für die Inhalte, die Struktur und die Aufgabenverteilung entwickelt werden. Weg vom Alltag bietet die gemeinsame Fahrt in eine andere Stadt außerdem die Möglichkeit informelle Kontakte zu festigen und im Anschluss an die Gruppeninventur ein Treffen mit einer anderen Selbsthilfegruppe zu organisieren. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Gruppe selbst über Inhalte dieses Treffens entscheidet. Themen können sein: Verteilung von Aufgaben und Verantwortung/Ämtern, Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit, Gewinnung von neuen Mitgliedern, Zeitmanagement verbessern. Oft ergeben sich während der Inventur Gesprächs- und Arbeitsthemen.

Die Anmeldung ist ab 14.12.2019 auf der Homepage von SeKo Bayern möglich. Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne unter der Telefonnummer 0931 20781643 oder per Mail an svenja.hausschmid@seko-bayern.de wenden. 

Mit dem GKV Wettbewerbsstärkungsgesetz hat der Gesetzgeber auch eine Neufassung der rechtlichen Grundlage zur Selbsthilfeförderung beschlossen: Die bisherige „Soll-Bestimmung“ wurde im § 20 h SGB V in eine unbedingte Förderverpflichtung umgewandelt.

Den kompletten Gesetzestext mit Begründung können Sie hier herunterladen.

§ 20 h Abs.1 SGB V
„(1) Die Krankenkassen und ihre Verbände fördern Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen, die sich die Prävention oder Rehabilitation von Versicherten zum Ziel gesetzt haben ...

Begründung zu § 20 h 
Die Neufassung der Förderregelung in einer eigenen Vorschrift trägt dem gestiegenen Stellenwert der Selbsthilfeförderung durch die gesetzlichen Krankenkassen Rechnung. Die Förderung der Selbsthilfe wird weiter gestärkt und die Rechtsgrundlage im Interesse einer effizienten und antragsteller- freundlichen Durchführung der Förderung weiterentwickelt.

Durch  die  in  Absatz 1 Satz 1 vorgenommene  Umstellung von der bisherigen Soll-Regelung auf die unbedingte Förderverpflichtung im Rahmen der Festlegungen des Absatzes 3 wird sichergestellt, dass das vorgesehene Fördervolumen nicht unterschritten wird. Die Verknüpfung der Förderverpflichtung mit den Festlegungen zur Höhe der Fördermittel macht deutlich, dass auch zukünftig kein Rechtsanspruch auf Förderung besteht.

Ziel der neuen gesetzlichen Regelung ist die weitere Stärkung der Selbsthilfe durch einen Ausbau der Leistungen und eine Erhöhung der Transparenz der Fördermittel.

Einführung von „Runden Tischen zur Förderung von Selbsthilfegruppen“:

Das Modell der Runden Tische zur Förderung der Selbsthilfegruppen wird bayernweit flächendeckend eingeführt. Dadurch wird das Förderverfahren  vereinheitlicht  mit  jeweils regionalen Ausdifferenzierungen. 

Beteiligt sind alle gesetzlichen Krankenkassen in Schwaben, die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Gesundheitsamt der Stadt Augsburg sowie drei Selbsthilfegruppenvertreter. Die Selbsthilfekontaktstelle der Stadt Augsburg organisiert schwabenweit die Förderung der Gesundheits-Selbsthilfegruppen durch die gesetzlichen  Krankenkassen und koordiniert den Runden Tisch Schwaben.

Gesundheitsbezogene  Selbsthilfegruppe in Schwaben, die eine finanzielle Förderung durch die  gesetzlichen  Krankenkassen beantragen wollen, wenden sich sich direkt an die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen der Stadt Augsburg. Durch das Ein-Ansprechpartner-Modell werden gleiche Chancen und eine bedarfsgerechte Verteilung sichergestellt. Somit eröffnet sich für die Selbsthilfegruppen eine verlässliche und planbare Förderung.

Neues vom Runden Tisch

Die Fördergemeinschaft der Krankenkassen unterstützte im Förderjahr 2019 bisher 225 Selbsthilfegruppen mit 398.827,76 € für Schwaben Nord und 135 Selbsthilfegruppen mit 163.668,65 € für Schwaben Süd. 

Über die Gesamtsummen in Bayern informiert die ARGE der Krankenkassenverbände in ihrer Pressemitteilung vom 12. Juni 2019 zur Förderung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe.