Der Runde Tisch Schwaben

Seit 2008 ist die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Schwaben für die Selbsthilfegruppen in ganz Schwaben, die einen Antrag auf Selbsthilfegruppenförderung stellen möchten zuständig. Über die Höhe der Förderung entscheiden die gesetzlichen Krankenkassen.

Die gesetzlichen Krankenkassen fördern die Aktivitäten der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe. Im Leitfaden zur Selbsthilfeförderung sind die Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe des GKV-Spitzenverbandes gemäß § 20h SGB V festgelegt. Seit 2008 ist die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen mit den beiden Geschäftsstellen Runder Tisch Schwaben Nord und Runder Tisch Schwaben Süd unterstützend tätig. Die Geschäftsstellen beraten, helfen beim Ausfüllen der Formulare, nehmen die Anträge entgegen und stehen im Kontakt zu den gesetzlichen Krankenkassen. Wir organisieren den Runden Tisch, der sich aus Vertretungen der örtlichen Kassen und der Selbsthilfegruppen zusammensetzt. Über die tatsächliche Höhe der Förderung entscheiden die gesetzlichen Krankenkassen.  

Mit dem GKV Wettbewerbsstärkungsgesetz hat der Gesetzgeber auch eine Neufassung der rechtlichen Grundlage zur Selbsthilfeförderung beschlossen: Die bisherige „Soll-Bestimmung“ wurde im § 20 h SGB V in eine unbedingte Förderverpflichtung umgewandelt.  

§ 20 h Abs.1 SGB V „(1) Die Krankenkassen und ihre Verbände fördern Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen, die sich die Prävention oder Rehabilitation von Versicherten zum Ziel gesetzt haben ….“  

Begründung zu § 20 h  Die Neufassung der Förderregelung in einer eigenen Vorschrift trägt dem gestiegenen Stellenwert der Selbsthilfeförderung durch die gesetzlichen Krankenkassen Rechnung. Die Förderung der Selbsthilfe wird weiter gestärkt und die Rechtsgrundlage im Interesse einer effizienten und antragsteller- freundlichen Durchführung der Förderung weiterentwickelt.  

Durch die in Absatz 1 Satz 1 vorgenommene Umstellung von der bisherigen Soll-Regelung auf die unbedingte Förderverpflichtung im Rahmen der Festlegungen des Absatzes 3 wird sichergestellt, dass das vorgesehene Fördervolumen nicht unterschritten wird. Die Verknüpfung der Förderverpflichtung mit den Festlegungen zur Höhe der Fördermittel macht deutlich, dass auch zukünftig kein Rechtsanspruch auf Förderung besteht.  

Ziel der neuen gesetzlichen Regelung ist die weitere Stärkung der Selbsthilfe durch einen Ausbau der Leistungen und eine Erhöhung der Transparenz der Fördermittel.

Einführung von „Runden Tischen zur Förderung von Selbsthilfegruppen“:

Das Modell der Runden Tische zur Förderung der Selbsthilfegruppen wurde 2008 bayernweit flächendeckend eingeführt. Dadurch wurde das Förderverfahren vereinheitlicht. Es gibt aber regionalen Besonderheiten.   

An den Runden Tischen Schwaben Süd und Nord sind alle gesetzlichen Krankenkassen in Schwaben, die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Schwaben durch die Geschäftsstellen der Runden Tische Schwaben Nord und Süd sowie je 3 Vertretungen aus örtlichen Selbsthilfegruppen beteiligt.  

Die Geschäftsstellen der Runden Tische Schwaben Süd und Nord organisieren die Förderung der Gesundheits-Selbsthilfegruppen durch die gesetzlichen Krankenkassen und koordinieren den jeweiligen Runden Tisch.  

Gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen in Schwaben, die eine finanzielle Förderung durch die gesetzlichen  Krankenkassen beantragen wollen, wenden sich direkt an die Geschäftsstelle des jeweiligen Runden Tisches. Durch das Ein-Ansprechpartner-Modell werden gleiche Chancen und eine bedarfsgerechte Verteilung sichergestellt. Somit eröffnet sich für die Selbsthilfegruppen eine verlässliche und planbare Förderung.  

Die Fördergemeinschaft der Krankenkassen unterstützte im Förderjahr 2019 bisher 225 Selbsthilfegruppen mit 398.827,76 € für Schwaben Nord und 135 Selbsthilfegruppen mit 163.668,65 € für Schwaben Süd. 

Über die Gesamtsummen in Bayern informiert die ARGE der Krankenkassenverbände in ihrer Pressemitteilung vom 25. Juni 2020 zur Förderung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe.