Prof. Ansgar Berlis erhält Wachsmann-Innovationspreis

17.07.2019 08:00 | Uniklinik

Der Preis, benannt nach dem deutschen Elektrotechniker und Universitätsprofessor Felix Wachsmann (gestorben 1995), wird jährlich verliehen. Prof. Berlis bekam ihn in Leipzig überreicht für seine „engagierte Weiterentwicklung und erfolgreiche Implementierung von zentralen Angeboten, Leistungen und Programmen der Deutschen Röntgengesellschaft“, wie es in deren Pressemitteilung anlässlich der Preisverleihung heißt.

Prof. Dr. Ansgar Berlis hat die Ausbildung junger Radiologen und Neuroradiologen auf ein neues Niveau gehoben. Unter anderem dafür wurde er jetzt ausgezeichnet. Bild: Universitätsklinikum Augsburg.

Berlis habe maßgeblich zum Auf- und Ausbau des Qualitätsregisters der Interventionellen Radiologie und Neuroradiologie – vertreten durch die entsprechenden Gesellschaften – beigetragen. Konkret bedeutet das: Zusammen mit Kollegen hat Berlis seit 2009 die Ausbildung in den genannten Disziplinen auf ein neues Niveau gehoben. „Sowohl bei der Schlaganfallbehandlung als auch bei der Therapie von Aneurysmen und Gefäßfehlbildungen müssen junge Kollegen eine Mindestanzahl von Eingriffen nachweisen sowie an Fortbildungen teilnehmen. Wir haben dieses Projekt mit der Radiologie und Neuroradiologie bundesweit aufgesetzt“, erklärt Berlis. Zudem habe er ein Zertifizierungssystem angestoßen, das sowohl national als auch international Anerkennung gefunden hat. So gebe es nun ein Prüfsystem, nachdem sich Kollegen, die zertifiziert werden wollen, zunächst schriftlich, dann mündlich prüfen lassen müssen. „Uns geht es dabei um die bestmögliche Versorgung unserer Patienten. Das schließt einen hohen Anspruch an Qualität ein“, sagt Berlis.  

Der Neuroradiologe ist seit 2018 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal invasive Therapie (DeGIR) sowie Präsident (2014 bis 2017) und aktuell Vizepräsident des Berufsverbandes deutscher Neuroradiologen. Er hat zahlreiche Publikationen zur flächendeckenden Versorgung von Schlaganfallpatienten mittels endovaskulärer Therapie veröffentlicht. (pm)