Coronavirus – Informationen für Eltern zu Schulen, Kitas & Co.

Corona-Fahrplan für Schulen und Kitas in Bayern 

Der Schulbetrieb wird unter strengen Vorsichtsmaßnahmen schrittweise wiederaufgenommen:

  • Abschlussklassen der weiterführenden und beruflichen Schulen starten am 27. April 2020 mit der Prüfungsvorbereitung.
  •  Ab 11. Mai beginnt der Präsenzunterricht an den Grundschulen die Jahrgangsstufe 4 sowie an den weiterführenden und – soweit möglich – beruflichen Schulen (ohne FOSBOS) für die Klassen, die im nächsten Jahr ihren Abschluss anstreben.
  • Ab dem 18. Mai soll der Präsenzunterricht beginnen für Grundschule: 1. Klasse; Mittelschule: 5. Klasse; Realschule: 5. und 6. Klasse; Gymnasium: 5. und 6. Klasse, Wirtschaftsschulen: jeweils die unterste Jahrgangsstufe; FOSBOS: Integrationsvorklassen.
  • Nach den Pfingstferien, ab 15. Juni: Ziel ist die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für alle weiteren Jahrgangsstufen im wöchentlichen Wechsel geplant.
  • Die Pfingst- und Sommerferien finden wie geplant statt.

Grundsätzlich gilt bis 14. Juni 2020 ein Betretungsverbot für Kinder in Kindertageseinrichtungen. Die Notbetreuung wird ab 25. Mai erneut ausgeweitet, die weitere Öffnung der Kindertageseinrichtung ist vorgesehen.



Hotline zu Schulen und Kitas

0821 324-7888

  • Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag 9:00–11:30 Uhr und 13:30–16:00 Uhr, Freitag 10:00–12:00 Uhr

Bei Fragen rund um die Schulschließung sowie zur Schuleinschreibung können Sie sich an die Hotline des Staatlichen Schulamtes in der Stadt Augsburg wenden:

0821 324 -6915 oder -6949

  • erreichbar täglich von 9:30 bis 11:30 Uhr und 13:30 bis 15 Uhr 

Mehr Informationen zu Kindertagesbetreuung in Augsburg


Informationen zur Notfallbetreuung

Ab 25. Mai: Weitere Ausweitung der Notbetreuung

Nach der klassischen Kindertagespflege kann nun auch die Großtagespflege ab dem 25. Mai wieder von allen Kindern besucht werden, die keine Krankheitssymptome aufweisen, nicht in Kontakt zu einer infizierten Person stehen oder wenn seit dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person 14 Tage vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome aufweisen, und keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegen. 
 
Ausgenommen von den Betretungsverboten werden sogenannte nicht gebäudebezogene Kindertageseinrichtungen (z.B. Waldkindergärten). Diese können ab dem 25. Mai wieder von allen Kindern besucht werden, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllen. Hiervon nicht umfasst sind einzelne Teilgruppen („Waldgruppen“) einer gebäudebezogenen Kindertageseinrichtung, auch wenn diese sich vor allem im Freien aufhalten. Sollte witterungsbedingt ein längerer Aufenthalt im Freien nicht möglich sein, so sollte ein Aufenthalt in den üblicherweise genutzten beengten Bauwagen oder Schutzhütten vermieden werden. Stattdessen sollten sich die Waldkindergärten an ihre jeweiligen Kommunen wenden, um vor Ort entsprechende größere und geeignete Räumlichkeiten für diesen Zweck zu finden. 

Die Notbetreuung in den übrigen Kindertageseinrichtungen wird auf folgende Gruppen ausgeweitet: 

  • Vorschulkinder: Vorschulkinder dürfen ihre Kita wieder besuchen. Ihnen soll damit der Abschied aus ihrer Einrichtung ermöglicht werden. Berechtigt sind die Kinder, die zum Schuljahr 2020/21 zur Einschulung an einer Grund- oder Förderschule tatsächlich angemeldet sind. Nicht erfasst sind Kinder, deren Anmeldung zur Einschulung zum Schuljahr 2020/2021 bereits möglich gewesen wäre, aber nicht vorgenommen wurde, zum Beispiel, weil diese zurückgestellt wurden. 
  • Geschwisterkinder: Kinder, die mit einem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben, das betreut werden darf, weil es ein Vorschulkind ist, oder eine Behinderung hat oder von wesentlicher Behinderung bedroht ist, und die dieselbe Kindertageseinrichtung besuchen wie dieses Kind, dürfen ebenfalls wieder ihre Kita besuchen.  

Seit 11. Mai 2020: Erneute Ausweitungen der Notbetreuung

Die Notbetreuung wird erneut in Richtung eines erweiterten Notbetriebs ausgeweitet. Berücksichtigung finden dabei sowohl die Entwicklungsbedarfe der Kinder als auch die Belastungssituation der Eltern.

Folgende weitere Gruppen können ab Montag, den 11. Mai 2020 die Notbetreuung in Anspruch nehmen:

  • Kinder mit (drohender) Behinderung, für die ein Anspruch auf Eingliederungshilfe durch Bescheid festgestellt ist.
  • Kinder, deren Eltern einen Anspruch auf Hilfen zur Erziehung (§§ 27 ff. SGB VIII) haben. Gerade dort, wo schon vor der Corona-Pandemie auch unterhalb der Schwelle zur Kindeswohlgefährdung hoher Unterstützungsbedarf bestand, ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Schon bislang bestand die Möglichkeit einer Notbetreuung, wenn dies vom zuständigen Jugendamt zur Sicherstellung des Kindeswohls angeordnet wurde. Damit hat der Kinderschutz insbesondere durch Unterstützung von Familien in Belastungssituationen auch in Corona-Zeiten oberste Priorität.
  • Kinder von studierenden Alleinerziehenden.
  • Hortkinder der 4. Klassen, jeweils an den Tagen, an welchen sie in die Schule gehen können.

Öffnung der Tagespflege

Hier werden maximal fünf fremde Kinder gleichzeitig betreut und es gibt nur eine feste Bezugsperson. Die Großtagespflege bleibt vorerst geschlossen, mit Ausnahme der Notbetreuung.

Eine Notbetreuung wird angeboten, wenn

  • ein Erziehungsberechtigter in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist oder
  • eine Alleinerziehende oder ein Alleinerziehender erwerbstätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist oder
  • ein Erziehungsberechtigter als Abschlussschüler/-in gemäß Ziffer 2.4 der Allgemeinverfügung aufgrund der Teilnahme am Unterricht an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist.

Voraussetzung der Notbetreuung ist, dass das Kind nicht durch eine andere im gemeinsamen Haushalt lebende volljährige Person betreut werden kann.

Insbesondere kann das Kind aufgenommen werden,

  • wenn der Partner aufgrund eigener Erwerbstätigkeit die Kinderbetreuung nicht übernehmen kann,
  • wenn der Partner zwar zuhause ist, aber bspw. aufgrund einer schweren Erkrankung die Betreuung nicht übernehmen kann.

Auch volljährige Geschwister können die Betreuung übernehmen, wenn sie zur Verfügung stehen.

Voraussetzung der Notbetreuung ist weiter, dass das Kind

  • keine Krankheitssymptome aufweist, dabei geht es nicht nur um Symptome einer Erkrankung an COVID-19, sondern um Krankheiten jeglicher Art. Kranke Kinder gehören nicht in eine Kindertageseinrichtung, dies gilt in normalen Zeiten und erst recht in Zeiten der Corona-Pandemie.
  • nicht in Kontakt zu mit dem Coronavirus infizierten Personen steht bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und das Kind keine Krankheitssymptome aufweist, und
  • keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegt.

Kinder, die vom Betretungsverbot ausgenommen sind, werden in der Kindertageseinrichtung betreut, die sie gewöhnlich besuchen.

Bitte setzen Sie diesbezüglich mit Ihrer Einrichtung in Verbindung. Bei städtischen Trägern können Sie sich an die oben genannte Hotline wenden.

Modalitäten der Betreuung: Grundsätzlich werden die Kinder, die die Einrichtung nach dieser Ausnahmeregelung besuchen dürfen, im Rahmen der gebuchten Betreuungszeiten und in der Einrichtung betreut, die sie gewöhnlich besuchen. Jede Kindertageseinrichtung und Kindertagespflegestelle oder Heilpädagogische Tagesstätte muss bei Bedarf ein entsprechendes Betreuungsangebot zur Verfügung stellen. Bei der Betreuung ist – noch mehr als ohnehin schon – besonderer Wert auf die Beachtung der bekannten Maßnahmen des Infektionsschutzes zu legen. Insbesondere dürfen die bisherigen Gruppengrößen nicht überschritten werden. Vielmehr sollten möglichst kleinere Gruppen gebildet werden, um eine Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten.

Auch während der Pfingstferien findet Notbetreuung statt.  

Heilpädagogische Tagesstätten

  • Die Heilpädagogischen Tagesstätten (HPTs) der Jugendhilfe werden wegen des hohen pädagogischen und therapeutischen Förderbedarfs der dort betreuten Kinder von den Betretungsverboten ausgenommen. Die Kinder werden dort ohnehin in sehr kleinen Gruppen betreut.
  • In HPTs, die Leistungen der Eingliederungshilfe für Kinder mit Behinderung erbringen, werden Einzelfallentscheidungen ermöglicht. Die Leitung der Einrichtung kann in Abstimmung mit dem zuständigen Bezirk im Hinblick auf das Wohl der Kinder und deren Familien einzelne Kinder zur Notbetreuung zulassen.

Privat organisierte, nachbarschaftliche oder familiäre, wechselseitige Betreuung

06. Mai 2020: Privat organisierte, nachbarschaftliche oder familiäre, wechselseitige Kinderbetreuung in festen Kleingruppen von maximal drei Familien ist ab sofort möglich. Diese muss unentgeltlich erfolgen. Das ist für viele Familien eine wichtige Hilfestellung bzw. Erleichterung bei der Bewältigung der coronabedingten Herausforderungen bei der Kinderbetreuung, um die dringendsten Bedarfe insbesondere der Familien, deren Kinder nicht/noch nicht in die Kita oder Schule gehen können, abzufedern.

>> Weitere Infos


Informationen zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs

Der Schulbetrieb wird in geringem Umfang und unter strengen Vorsichtsmaßnahmen ( u.a.: Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern und maximal 15 Schüler je Unterrichtsgruppe) schrittweise wiederaufgenommen:

  • Abschlussklassen der weiterführenden und beruflichen Schulen starten am 27. April 2020 mit der Prüfungsvorbereitung.
  • Ab 11. Mai soll der Präsenzunterricht für die „Vorabschlussklassen“ der weiterführenden Schulen (Gymnasium: 11. Klasse / Realschule: 9. Klasse / Mittelschule 8. Klasse) sowie für die 4. Klasse Grundschule beginnen.
  • Ab dem 18. Mai soll der Präsenzunterricht beginnen für Grundschule: 1. Klasse; Mittelschule: 5. Klasse; Realschule: 5. und 6. Klasse; Gymnasium: 5. und 6. Klasse.
  • Nach den Pfingstferien ist Ziel die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für alle weiteren Jahrgangsstufen im wöchentlichen Wechsel.

Für die Jahrgangsstufen, die jeweils noch nicht in den Präsenzunterricht zurückgekehrt sind, sowie für die Teilgruppen, die aufgrund des „rollierenden Systems“ jeweils nicht im Präsenzunterricht beschult werden, wird das „Lernen zuhause“ fortgesetzt. Auch die Notbetreuung wird weiter bestehen und auch in Pfingstferien sichergestellt.

An den Pfingstferien von 2. bis 12. Juni und Sommerferien ab 27. Juli 2020 soll festgehalten werden.

Unterricht in der Q12 und Abiturprüfungen

  • Die Präsenzunterrichtszeit vom 27.04.2020 bis zum 19.05.2020 dient ausschließlich der Vermittlung von bis zur Schulschließung im März noch nicht behandelten abiturrelevanten Inhalten sowie der Vorbereitung auf die Abiturprüfungen. Die Schülerinnen und Schüler besuchen ausschließlich die Kurse in ihren Abiturfächern. Leistungserhebungen für Q12.2 finden in dieser Zeit nicht statt.
  • Die Abiturprüfungen beginnen am Mittwoch, 20. Mai 2020. 

Schutzmaßnahmen: Dazu gehört z.B. die Umsetzung der Abstandsvorgaben, insbesondere durch Reduzierung der Klassenstärke, Anpassung von Stundenplänen, Raumbelegungsplänen, differenziertem Lehrereinsatz (d.h. z.B. Klassenteilungen, Unterricht in entsprechend großen Klassenräumen, ggfs. Turnhallen, Aula etc.). Die Sanitärräume sind mit Flüssigseife und  und Händetrockenmöglichkeit (Einmalhandtücher oder Trockengebläse)  auszustatten. Alle in der Schule Anwesenden sind angehalten, in den sog. Begegnungsflächen einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Im Unterrichtsbetrieb ist dies nach wie vor nicht erforderlich.


Schrittweise weitere Öffnung der Kindertageseinrichtungen

Die Öffnung der Kindertageseinrichtungen erfolgt in Zwei-Wochen-Schritten, um die Auswirkungen der vorherigen Veränderungen abschätzen zu können und den Einrichtungen den nötigen Vorlauf zu geben.

Im nächsten Schritt der Ausweitung bei der Notbetreuung, der ab dem 25. Mai 2020 in Frage kommt, ist eine Ausweitung für folgende Gruppen vorgesehen:

  • Vorschulkinder, die sich auf den Übergang zur Schule einstellen und sich von ihrem Kindergarten verabschieden können sollen.
  • Kinder in der Großtagespflege (bis zu 10 Kinder).
  • Kinder in Waldkindergärten und anderen nicht gebäudegebundenen Kindertageseinrichtungen.
  • Geschwisterkinder von bereits betreuten Kindern.
  • Hortkinder für weitere Klassen, die wieder in die Schule gehen dürfen, jeweils an den Tagen, an welchen sie in die Schule gehen können.

Ab 15. Juni 2020 sollen Kinder, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden und Krippenkinder, die am Übergang in den Kindergarten stehen, wieder aufgenommen werden.

Weitere Infos auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales

Eltern wenden sich bitte an die jeweilige Einrichtungsleitung. Bitte tun Sie dies mit einem entsprechenden zeitlichen Vorlauf.

Links zu den benötigten Vordrucken für

 


Können die Kindertagesbetreuung der Stadt Augsburg und die Kindertagesbetreuung der freien Träger Gebühren erstatten oder wird der Gebühreneinzug ausgesetzt?

Das Amt für Kinder, Jugend und Familie und das Amt Kindertagesbetreuung der Stadt Augsburg möchte die Eltern über folgenden Sachstand informieren:

"Dies ist noch nicht entschieden. Dennoch können wir die Nachfragen, die uns erreichen, nachvollziehen. Die kommunalen Spitzenverbände, insbesondere der Bayerische Städtetag, haben sich zur Klärung u.a. der sich im Zusammenhang mit Elternbeiträgen bzw. -gebühren ergebenden Fragen bereits an die zuständige Staatsministerin Trautner gewandt. Über ein etwaiges (Zwischen-)Ergebnis wird ggf. zeitnah informiert. Zum derzeitigen Zeitpunkt sind wir zu einer abschließenden Information Stadt Augsburg leider nicht in der Lage. Hierfür bitten wir um Verständnis. Sobald sich Entscheidungen ergeben, werden wir Sie weiter informieren und diese Entscheidungen natürlich auch entsprechend umsetzen."

Ministerpräsident Markus Söder hat sich am 20. April in seiner Regierungserklärung wie folgt geäußert: „Der Freistaat Bayern übernimmt die Elterngebühren für die nächsten drei Monate.“

Vor diesem Hintergrund wird die Kindertagesbetreuung Stadt Augsburg für die städtischen Kitas und Großtagespflegen die Abbuchung für den kommenden Monat Mai zunächst aussetzen. Die Stadt Augsburg geht davon aus, dass ein analoges Vorgehen von den freien Trägern der Kindertagesbetreuung in Einrichtungen praktiziert wird.

Die Stadt Augsburg wird die kommenden Hinweise zur Ausgestaltung des fachlich zuständigen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales selbstverständlich umsetzen. Im Rahmen der Notfallbetreuungen geleistete Kinderbetreuungszeiten könnten, ggf. je nach Vorgabe des Ministeriums, davon ausgenommen sein. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie wird die freien Träger der Kindertagesstätten über die Details der Kostenübernahme durch den Freistaat informieren, sobald diese vorliegen.


Welche Hygienemaßnahmen gibt es in städtischen Kitas?

Unter anderem gelten folgende Vorgaben: nicht mehr als fünf Kinder in einem Raum, Nutzung nur eines Raumes durch die jeweilige Kleingruppe, konstantes Personal, regelmäßiges Händewaschen und kontinuierliche Desinfektion etc.

Im Eingangsbereich der Kitas wird es Händedesinfektion geben.

Für die Anmeldegespräche für das kommende Jahr wurden Abtrennungen (sogenannter Spuckschutz) bestellt.


Wie finde ich Lösungen mit meinem Arbeitgeber für die Kinderbetreuung?

Ist Ihr Kind gesund und können Sie nicht zur Arbeit erscheinen, weil sie keine andere Betreuungsmöglichkeit haben, müssen Sie Ihren Arbeitgeber umgehend darüber informieren. Oft kann in solchen Situationen eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Zu denken ist etwa an Urlaub oder an einen Abbau von Überstunden. Gegebenenfalls kann auch von zu Hause aus im Homeoffice gearbeitet werden, wenn das im Betrieb zulässig ist.

Je nach individueller Situation wäre zum Beispiel auch überlegenswert, mit dem Arbeitgeber eine vorübergehende Arbeitszeitreduzierung zu vereinbaren, um Beruf und Kinderbetreuung besser unter einen Hut zu bringen.

Sofern Sie bereits in Teilzeit arbeiten, kann eventuell auch eine vorübergehende Änderung Ihrer Arbeitszeitverteilung ein hilfreicher Schritt sein, beispielsweise könnten Sie mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren, dass Sie an bestimmten Tagen, an denen die Kinderbetreuung anderweitig sichergestellt ist, länger arbeiten und im Gegenzug an anderen Tagen zuhause bleiben.

Unter Umständen könnte sich ein Anspruch auf Lohnfortzahlung aus der Vorschrift des § 616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ergeben. Darin ist geregelt, dass Arbeitnehmer ihren Lohn weiter beziehen, wenn sie für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch „ein in ihrer Person liegendes unverschuldetes Leistungshindernis“ ausfallen. Diese Regelung kann aber im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag ausgeschlossen werden, was in der Praxis auch oft der Fall ist.  
 
Wichtig ist deshalb auf jeden Fall, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen, aufeinander zuzugehen und gemeinsam zu klären, welche Lösung für alle Beteiligten am besten ist. 

Was sagt das Arbeitsrecht zu solchen Fällen?

Wenn das Kind noch in einem Alter ist, in dem es nicht über die gesamte Arbeitszeit allein zu Hause gelassen werden kann und keine andere Betreuungsperson zur Verfügung steht, ist ein persönlicher Verhinderungsgrund gegeben. Der Arbeitnehmer ist somit berechtigt, zur Betreuung seines Kindes zu Hause zu bleiben. Selbstverständlich muss er den Arbeitgeber frühzeitig über die Verhinderung informieren.