Coronavirus – Informationen zu den Schließungen von Schulen und Kindertagesstätten

Schulen und Kitas bis 19. April geschlossen

Der Unterrichtsbetrieb an den bayerischen Schulen wird ab Montag, 16. März 2020, bis einschließlich Ende der Osterferien eingestellt (bis einschließlich 19. April) . 

Zudem wird es von Montag, 16. März 2020, bis Samstag, 19. April 2020, ein Betretungsverbot für Kinder in Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Heilpädagogische Tagesstätte geben. Es findet keine Kinderbetreuung statt. 

Wie den entsprechenden Informationsseiten des Robert Koch-Instituts bzw. der Presse zu entnehmen ist, hat sich sowohl die Zahl der zum Risikogebiet erklärten Regionen vergrößert als auch das Maßnahmenpaket in den umliegenden Ländern verschärft. Diese Entwicklung hat die Bayerische Staatsregierung zu der Entscheidung bewogen, jegliche Schulveranstaltung und damit den Unterrichtsbetrieb an den Schulen bis einschließlich der Osterferien einzustellen.

Hierzu wird eine Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultur ergehen, die für alle Schulen in Bayern gilt.


Aktivitätensammlung für Eltern mit ihren Kindern (bitte anklicken)

Aufgrund der langen Schließzeit von Kita und Schule geben wir Ihnen anbei eine kleine Sammlung von Ideen, die Sie ganz einfach in den Tagesablauf integrieren können.
Zusammengestellt wurde die Liste vom Fachbereich Kindertagesbetreuung der Stadt Augsburg.

Aktivitäten im Haus

  • Kinderyoga, z.B. https://www.youtube.com/watch?v=TwPSAg_WLlg
  • Mal- und Bastelprojekte (z.B. Mandala selbergestalten und ausmalen)
  • Bücher gestalten und lesen
  • Spiele selber gestalten und spielen (Stadt/Land/Fluss, Schiffe versenken)
  • Neue Rezepte ausprobieren (z.B. Kekse backen)
  • Rätsel erstellen und lösen (Kindersodoku, Kinderkreuzworträtsel)
  • Puzzeln
  • tanzen
  • Eine Höhle bauen
  • Ausmisten
  • Mediationsübungen mit und für Kinder

TV - erweitertes KinderprogrammDer öffentlich-rechtliche Rundfunk erweitert das Kinderprogramm:

  • WDR: ab Mittwoch wird der WDR „Die Sendung mit der Maus“ täglich vormittags ausstrahlen (jederzeit auch per App und in der WDR Mediathek)
  • WDR / SWR: „Planet Schule“ (bietet umfassende Informationen zu lehrplanrelevanten Themen)
  • SWR3 ab 8 Uhr: Tigerenten Club Spezial, danach „Planet Schule“, im Anschluss „Planet Wissen“ (Auch zu finden unter SWRKindernetz.de oder Yotube-Kanal SWR Kindernetz Plus)
  • NDR: bietet werktags von 9 bis 13 Uhr eine Extra- Ausgabe der Kindersendung „Mikado“ mit Hörspielen, Lesungen und Wissensangeboten
  • Kika: logo! berichten nun zweimal am Tag (11:05 Uhr und 19:50 Uhr)
    (Quelle: tagessschau.de Stand: 17.03.20)

Lesen – Empfehlungen für altersgerechte Literatur

Anregungen und Ideen für neue Bücher / Kinderbücher finden Sie 

Surfen für Kinder

  • Kidsweb.de: die unabhängige Kinderseite
  • Blinde Kuh: Kinderseiten, Suchmaschinen für Kinder unter www.blinde-kuh.de
  • Helles Köpfchen: Suchmaschine für Kinder unter www.helles-koepfchen.de
  • LegaKids.net/kids/tipps: Spiel, Spaß und Wissen

Medien

Möglichkeiten im Garten

Draußen - ohne andere Personen

  • Spazieren gehen
  • Eine Radtour machen
  • Inliner fahren
  • Drachen steigen lassen
  • Den Wald erkunden

Möglichkeiten mit Omas und Opas in Kontakt zu bleiben

  • Bilder malen
  • Briefe schreiben
  • Anrufen
  • Sprachnachrichten
  • Für sie einkaufen gehen und vor die Tür stellen  

Schuleinschreibungen

Schuleinschreibungen im März 2020 finden grundsätzlich statt.  Angesichts der aktuellen Entwicklungen und der damit verbundenen Sondersituation sind jedoch Ausnahmen vom gewohnten Verfahren erforderlich. 

Die persönliche Anmeldung des Kindes durch mindestens einen Erziehungsberechtigten ist nicht erforderlich. Die Erziehungsberechtigten melden ihr Kind für das Schuljahr 2020/2021 telefonisch oder schriftlich (auch per Mail) an. Die Erziehungsberechtigten übermitteln der Schule die erforderlichen Anmeldeunterlagen fristgerecht auf dem Postweg, per E-Mail oder auch persönlich (ohne Kind). 

Bitte informieren Sie sich bei der jeweiligen Schule über die Einschreibungsmodalitäten.

Hotline der Stadt Augsburg zu Schulen und Kitas

0821 324-7888

  • erreichbar Montag bis Freitag: 9 – 17 Uhr

Bei Fragen rund um die Schulschließung sowie zur Schuleinschreibung können Sie sich an die Hotline des Staatlichen Schulamtes in der Stadt Augsburg wenden:

0821 324 -6915 oder -6949

  • erreichbar täglich von 9:30 bis 11:30 Uhr und 13:30 bis 15 Uhr 

Notfallbetreuung nur für Eltern in kritischen Berufen

Es gibt Notfallbetreuungen für Kinder, wenn beide Erziehungsberechtigte des Kindes, im Fall von Alleinerziehenden der Alleinerziehende, in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind. Zu den Bereichen der kritischen Infrastruktur zählen insbesondere alle Einrichtungen, die der Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie der Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz), der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen  Lebensmittelversorgung und der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen.

In Fällen, in denen nur einer der beiden Erziehungsberechtigten im Bereich der kritischen Infrastruktur beschäftigt ist, besteht keine Ausnahme, da dann der andere Elternteil die Betreuung übernehmen muss.

+++ Der Kreis der zur Notbetreuung Berechtigten wurde mit Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung vom 21. März 2020 ausgeweitet: In der Gesundheitsversorgung und der Pflege kann es aufgrund der aktuellen Krisensituation und der in diesem Rahmen ergriffenen Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung zu einem steigenden Personalbedarf kommen. Ab Montag, 23. März 2020, besteht die Berechtigung zur Notbetreuung schon dann, wenn nur ein Elternteil in der Gesundheitsversorgung und Pflege tätig ist. Die Gesundheitsversorgung umfasst auch den Rettungsdienst. Die Pflege umfasst insbesondere die Altenpflege, die Behindertenhilfe, die kindeswohlsichernde Kinder- und Jugendhilfe und das Frauenunterstützungssystem (Frauenhäuser, Fachberatungsstellen/Notrufe, Interventionsstellen). +++

Die Notfallbetreuung richtet sich an Kita-Kinder und Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6.

Notfallbetreut werden die Kinder von Eltern in kritischen Berufen zudem nur, wenn

  • die Kinder keine Krankheitssymptome aufweisen und
  • die Kinder nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und die Kinder keine Krankheitssymptome aufweisen und
  • die Kinder sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist (tagesaktuell abrufbar im Internet unter beim Robert-Koch-Institut) bzw. 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und die Kinder keine Krankheitssymptome zeigen (vgl. Allgemeinverfügung vom 06.03.2020).

Für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen oder Heilpädagogische Tagesstätten bedeutet dies, dass die Kinder, die vom Betretungsverbot ausgenommen sind, in der Kindertageseinrichtung betreut werden, die sie gewöhnlich besuchen. Es werden also keine speziellen Notfallkitas eingerichtet, sondern jede Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Heilpädagogische Tagesstätte hat eine entsprechende Notbetreuung sicherzustellen.

Bitte setzen Sie diesbezüglich mit Ihrer Einrichtung in Verbindung. Bei städtischen Trägern können Sie sich an die oben genannte Hotline wenden.

Modalitäten der Betreuung: Grundsätzlich werden die Kinder, die die Einrichtung nach dieser Ausnahmeregelung besuchen dürfen, im Rahmen der gebuchten Betreuungszeiten und in der Einrichtung betreut, die sie gewöhnlich besuchen. Jede Kindertageseinrichtung und Kindertagespflegestelle oder Heilpädagogische Tagesstätte muss bei Bedarf ein entsprechendes Betreuungsangebot zur Verfügung stellen. Bei der Betreuung ist – noch mehr als ohnehin schon – besonderer Wert auf die Beachtung der bekannten Maßnahmen des Infektionsschutzes zu legen. Insbesondere dürfen die bisherigen Gruppengrößen nicht überschritten werden. Vielmehr sollten möglichst kleinere Gruppen gebildet werden, um eine Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten.

 

Lösungen mit Arbeitgebern finden

Ist Ihr Kind gesund und können Sie nicht zur Arbeit erscheinen, weil sie keine andere Betreuungsmöglichkeit haben, müssen Sie Ihren Arbeitgeber umgehend darüber informieren. Oft kann in solchen Situationen eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Zu denken ist etwa an Urlaub oder an einen Abbau von Überstunden. Gegebenenfalls kann auch von zu Hause aus im Homeoffice gearbeitet werden, wenn das im Betrieb zulässig ist.

Je nach individueller Situation wäre zum Beispiel auch überlegenswert, mit dem Arbeitgeber eine vorübergehende Arbeitszeitreduzierung zu vereinbaren, um Beruf und Kinderbetreuung besser unter einen Hut zu bringen.

Sofern Sie bereits in Teilzeit arbeiten, kann eventuell auch eine vorübergehende Änderung Ihrer Arbeitszeitverteilung ein hilfreicher Schritt sein, beispielsweise könnten Sie mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren, dass Sie an bestimmten Tagen, an denen die Kinderbetreuung anderweitig sichergestellt ist, länger arbeiten und im Gegenzug an anderen Tagen zuhause bleiben.

Unter Umständen könnte sich ein Anspruch auf Lohnfortzahlung aus der Vorschrift des § 616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ergeben. Darin ist geregelt, dass Arbeitnehmer ihren Lohn weiter beziehen, wenn sie für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch „ein in ihrer Person liegendes unverschuldetes Leistungshindernis“ ausfallen. Diese Regelung kann aber im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag ausgeschlossen werden, was in der Praxis auch oft der Fall ist.  
 
Wichtig ist deshalb auf jeden Fall, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen, aufeinander zuzugehen und gemeinsam zu klären, welche Lösung für alle Beteiligten am besten ist. 

Was sagt das Arbeitsrecht zu solchen Fällen?

Wenn das Kind noch in einem Alter ist, in dem es nicht über die gesamte Arbeitszeit allein zu Hause gelassen werden kann und keine andere Betreuungsperson zur Verfügung steht, ist ein persönlicher Verhinderungsgrund gegeben. Der Arbeitnehmer ist somit berechtigt, zur Betreuung seines Kindes zu Hause zu bleiben. Selbstverständlich muss er den Arbeitgeber frühzeitig über die Verhinderung informieren.

Weitere Infos

Schulen:

Ausführliche Informationen auf der Seite des Staatsministeriums für Unterricht und Kultur

(Quelle: Staatsministerium für Unterricht und Kultur)

Kitas:

Ausführliche Informationen auf der Seite des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales)