Coronavirus – Informationen für Eltern zu Schulen, Kitas & Co.


Bürgertelefon – Amt für Kindertagesbetreuung
0821 324-7888, Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr , Freitag von 9 bis 12 Uhr


    

Aktuelle Regelungen (Stand 20. Januar 2021)

Angesichts der hohen Infektionszahlen im Stadtgebiet Augsburg gelten aktuell die folgenden Regelungen für den Schul- und Kitabetrieb:

Schule

Für alle Jahrgangsstufen findet ab 11. Januar 2021 Distanzunterricht statt.

Die Schulen bieten Notbetreuung an, soweit das Infektionsgeschehen es zulässt 

  • für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6, 
  • für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung oder entsprechender Beeinträchtigung, die eine Betreuung notwendig macht, und
  • für alle Schülerinnen und Schüler von Förderzentren sowie an anderen Förderschulen mit angeschlossenen Heimen einschließlich der Schulvorbereitenden Einrichtungen (SVE). An der Schule für Kranke besteht die Möglichkeit, eine Notbetreuung anzubieten. 

Ihr Kind kann an der Notbetreuung teilnehmen, wenn

  • Sie keinen Urlaub nehmen können bzw. Ihr Arbeitgeber Sie nicht freistellt und Sie daher dringenden Betreuungsbedarf haben oder 
  • Sie alleinerziehend, selbstständig bzw. freiberuflich tätig sind und daher dringenden Betreuungsbedarf haben oder 
  • Sie Anspruch auf Hilfen zur Erziehung nach den §§ 27 ff. des Achten Sozialgesetzbuches haben oder das Jugendamt die Teilnahme an der Betreuung angeordnet hat. 

Bitte legen Sie der Schule für die Teilnahme eine kurze, formlose Begründung des Betreuungsbedarfes vor. Schülerinnen und Schüler an Förderschulen (einschließlich der Kinder in der SVE) sowie Schülerinnen und Schüler aller Schularten mit Behinderung oder entsprechender Beeinträchtigung, die eine Betreuung notwendig macht, sowie an Schulen für Kranke können die Notbetreuung nach Anmeldung besuchen. 

Ihr Kind darf für die Teilnahme weder Symptome einer akuten, übertragbaren Krankheit aufweisen, noch in Kontakt zu einer infizierten Person stehen oder einer Quarantänemaßnahme unterliegen. 

Kindertagesbetreuung

Auch Kitas, Kindertagespflegestellen, organisierte Spielgruppen, Ferientagesbetreuungen sind weiter bis 14. Februar geschlossen.

Notbetreuung gibt es für:

  • Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere wegen Erwerbstätigkeit
  • Kinder, deren Betreuung wegen Kindeswohl von den Jugendämtern angeordnet wurde
  • Kinder, deren Eltern Hilfen zur Erziehung (§27 SGB VIII) in Anspruch nehmen
  • Kinder mit Behinderung/ Förderbedarf
  • D.h. es wird auf Bedarf abgestellt und NICHT wie im Frühjahr auf best. Berufsgruppen.

Bitte nehmen Sie Notbetreuung nur in Anspruch, wenn es wirklich nötig ist. Kranke Kinder dürfen nicht in die Notbetreuung kommen.

Das Amt für Kindertagesbetreuung hat an alle Kitas im Stadtgebiet Augsburg sowie an die Tagespflegepersonen einen Elternbrief herausgegeben, diesen finden Sie hier.
 


Welche Kitas sind ganz oder teilweise geschlossen?

Hinweis: Hier werden keine Infos zu Kitas in freier Trägerschaft veröffentlicht, sofern diese damit nicht einverstanden sind.

Kita Schließung von-bis Grund betroffen
Armenhausgasse seit 18.01.2021 MA positiv getestet geschlossen
Josef-Priller-Straße seit 18.01.2021 Verdachtsfall MA 1 Gruppe/
15 Kinder/
3 Mitarbeitende
Reischlestraße keine Schließung Verdachtsfall MA  
Immelmannstraße keine Schließung Verdachtsfall 2 MA  

(Stand: 14.01.2021)


Häufig gestellte Fragen


Wie geht der Unterricht nach den Ferien weiter?

Seit 16. Dezember 2020 findet an den Schulen kein Präsenzunterricht statt. Wie es nach den Ferien weitergeht, entscheidet das Kultusministerium mit Blick auf das Infektionsgeschehen.


Wie reagieren die städtischen Kitas auf den Anstieg der Infektionszahlen?

Hier greifen die Regeln des Notbetriebes, der seit dem 16.12. bundesweit gilt. Nur in begründeten Ausnahmefällen können die Kinder die Kita besuchen. Weiterhin gelten die bisherigen Hygienemaßnahmen in allen Kitas, vom Desinfizieren der Flächen bis zum gründlichen Händewaschen. Pädagogische Angebote als auch das Mittagessen finden nach wie vor in fest definierten Gruppen mit der selben pädagogischen Fachkraft statt, diese Regelung gilt präventiv bei den städtischen Kitas schon seit Oktober und haben nach wie vor Bestand.

Angebote von extern wie beispielsweise musikalische Angebote von der Musikschule oder der Vorkurs Deutsch 240: Sie sind bis auf weiteres abgesagt.


Wie arbeiten die städtischen Kitas während des Notbetriebes?

Die städtischen Kitas arbeiten weiterhin mit reduzierten Öffnungszeiten von 8 bis 16 Uhr – auch im Notbetrieb. In der Kita bleiben die Kinder wie bisher in festen Gruppen mit den gleichen Betreuungspersonen über den gesamten Tag, damit die Kontakte übersichtlich bleiben. Ihr Kind darf sich dabei nicht frei im Haus bewegen.

Weiterhin kann es zu eingeschränkten Öffnungszeiten kommen
Durch die Betreuung in festen Gruppen und aufgrund von Personalknappheit (durch bspw. Quarantänemaßnahmen) besteht die Möglichkeit, dass sich die Öffnungszeiten der Kita verändern. Sie werden hierüber von der Leitung der Kita informiert.


Wo kann ich mich noch informieren?

Bürgertelefon für Eltern bleibt bestehen
Das Amt für Kindertagesbetreuung der Stadt Augsburg bietet Ihnen weiterhin bis zum 23.12.2020 und ab 04.01.2021 wieder das Bürgertelefon unter der Telefonnummer 0821 324-7888 an. Von Montag bis Donnerstag ist es von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr besetzt sowie am Freitag von 9 bis 12 Uhr.

Informationen bei der Kita-Leitung, bei agita und im Internet - tagesaktuell
Als Amt für Kindertagesbetreuung möchten wir Ihnen so viele Informationen wie möglich bereitstellen, um Transparenz zu schaffen. Diese finden Sie tagesaktuell unter: kita.augsburg.dewww.augsburg.de und www.stmas.bayern.de

Für Fragen zur Kindertagespflege ist agita (Agentur für Kindertagespflege) – außer an den Feiertagen – mit einem Notdienst telefonisch unter 0821 455 406 30 und per E-Mail unter service@agita-augsburg.de zu erreichen.


Mein Kind ist erkältet. Was muss ich in diesem Fall beachten?

Aufgrund der Notbetreuung seit dem 16.12.2020 gibt es generell die Empfehlung, Ihr Kind möglichst zu Hause zu betreuen. 

  • Kinder mit milden Krankheitssymptomen (wie Schnupfen ohne Fieber und gelegentlicher Husten) dürfen die Schule bzw. Kita-Einrichtung in der Notbetreuung besuchen. Auch ohne einen negativen Corona Test
  • Kranke Kinder in reduziertem Allgemeinzustand mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen die Schule bzw. Kita-Einrichtung nicht besuchen. Die Wiederzulassung zum Schul- bzw. Kita-Einrichtungsbesuch ist erst wieder möglich, sofern die Kinder bei gutem Allgemeinzustand mindestens 48 Stunden symptomfrei (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichem Husten) sind. Ein negativer Corona Test ist für den Wiederbesuch des Unterrichts nicht erforderlich.

Was passiert, wenn in der Einrichtung meines Kindes ein Corona-Fall auftritt?

Sobald die Schulleitung von einer bestätigten Infektion Kenntnis erlangt, informiert sie das Gesundheitsamtes per FAX „§34 – Meldeformular“ (an Nummer 0821 324 2054).

Parallel schicken schickt die Schulleitung die betroffenen Kontaktpersonen zum Schutz aller Schülerinnen und Schüler bzw. des Lehrerkollegiums in die Selbstisolation. Die eigentliche Kohortenisolation muss anschließend vom Gesundheitsamt angeordnet werden.

Weitere Informationen zur Kohortenisolation finden Sie in der folgenden Frage.

Weitere Informationen für und zu Kontaktpersonen finden Sie hier.


Welche Quarantäneregeln gelten in Horten und Schulen? Was bedeutet Kohortenisolation?

Bekanntwerden und Melden einer Infektion

Sobald die Schulleitung von einer bestätigten Infektion Kenntnis erlangt, informiert sie das Gesundheitsamtes per FAX „§34 – Meldeformular“ (an Nummer 0821 324 2054).

Parallel schicken schickt die Schulleitung die betroffenen Kontaktpersonen zum Schutz aller Schülerinnen und Schüler bzw. des Lehrerkollegiums in die Selbstisolation. Die eigentliche Kohortenisolation muss anschließend vom Gesundheitsamt angeordnet werden.

Einleitung und Verfahrensweg der Kohortenisolation

Das Gesundheitsamt wird so schnell wie möglich die betroffenen Kontaktpersonen, entsprechend der Rücksprache mit den Schulleitungen und der Kontaktliste (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail), in Kohortenisolation schicken.

Die Kohortenisolation dauert 5 Tage. Nach diesem definierten Zeitraum sollen die Schülerinnen und Schüler sich testen lassen um am Unterricht/der Notbetreuung teilnehmen zu können.

Zulässig ist eine Testung über das Testzentrum oder eine bestätigte Testung durch eine Einrichtung (derzeit in der Regel die Hausärztin/der Hausarzt). Für die Testung durch eine Einrichtung bekommen die Schülerinnen und Schüler ein Formblatt vom Gesundheitsamt, das sie der Schulleitung vorlegen müssen.

In Einzelfällen lassen sich Schülerinnen und Schüler nicht nach den 5 Tagen testen. Für diese Fälle haben gilt, dass die Quarantäne nach 14 Tagen endet. Die Quarantänefrist beginnt am selben Tag wie die Kohortenisolation.

Diese endet automatisch und wird seitens des Gesundheitsamtes nicht aufgehoben. Zu diesem Zeitpunkt sollen dann alle Schülerinnen und Schüler wieder an den schulischen Angeboten (derzeit Notbetreuung) teilnehmen.
Denn offiziellen Beginn der Quarantäne (Meldedatum) teilt das Gesundheitsamt den Schulen mit Mail mit.

Ende der Kohortenisolation

Mit diesem negativ bestätigten Testergebnis sollen die Schülerinnen und Schüler wieder, soweit vorgesehen, an der Notbetreuung bzw. wenn zugelassen am Präsenzunterricht teilnehmen.

Mit dieser bayernweiten Regelung liegt die Verantwortung nach den 5 Tagen Kohortenisolation, so die Ministerien nichts Gegenteiliges verlautbaren, bei den Erziehungsberechtigen und den Schülerinnen und Schülern.

Die Quarantäne für Schulklassen beginnt mit dem Tag, an dem das positive Ergebnis der Mitschülerin, des Mitschülers dem Gesundheitsamt der Stadt Augsburg von der Schule gemeldet wurde. Dieses Meldedatum teilt das Gesundheitsamt den Schulen mit.

Verfahren für betroffene Lehrkräfte

Die Lehrerinnen und Lehrer fallen nicht unter die Kohortenisolation. Ihr Risiko und die Einstufung als Kontaktperson 1 oder 2 nimmt das Gesundheitsamt separat zu den Schülerinnen und Schülern vor.

Zuständiges Gesundheitsamt

Prinzipiell ist für dieses Verfahren mit den Augsburger Schulen auch das Augsburger Gesundheitsamt zuständig. Dieses gilt unabhängig davon, woher die Schülerinnen und Schüler bzw. das Personal stammen.

Nur wenn während der Kohortenisolation eine Schülerin bzw. ein Schüler positiv auf den Coronavirus getestet wird, gilt das Wohnortsprinzip.


Was tut die Stadt Augsburg, um Schulen, Kitas und Familien bestmöglich zu unterstützen?

Mit verschiedenen Aktionen und Projekten unterstützt die Stadt Augsburg Schulen, Kitas und Familien.

Beispiele:

  • Mithilfe des staatlichen Förderprogramms „Sonderbudgets Leihgeräte (SoLe)“ im Digitalpakt Schule beschafft die Stadt insgesamt ca. 3000 Laptops. Dafür werden ca. 2.300.000 Euro investiert, die zu 100 Prozent staatlich gefördert sind.

  • Organisation Runder Tische mit Gesundheitsamt, Kitas und Schulen

  • Organisation von Schulpatenschaften zu Unternehmen zur Unterstützung der Digitalisierung

Welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen sieht der Rahmen-Hygieneplan für den Schulalltag vor?

Zu den Hygiene- und Schutzmaßnahmen zählen beispielsweise die folgenden Punkte:

  • Auf persönliche Hygiene achten (z. B. regelmäßiges Händewaschen, Abstandhalten wo immer es möglich ist; Einhaltung der Husten- und Niesetikette; Verzicht auf Berührungen, Umarmungen, Händeschütteln usw.; altersgerechte Anwendung von Desinfektionsmittel usw.)
  • Regelmäßiges Lüften (alle 20 Minuten Stoßlüftung bzw. Querlüftung)
  • Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände und somit auch am Platz im Klassenzimmer (siehe hierzu die FAQ „Gibt es eine Maskenpflicht im Unterricht bzw. auf dem Schulgelände?“)
  • Möglichst feste Gruppenbildung mit möglichst wenig Durchmischung der Lerngruppen (sofern die schulorganisatorischen Rahmenbedingungen dies zulassen)
  • Feste Sitzordnungen in den Klassen- und Kursräumen, feste Raumzuteilung wo immer möglich
  • Bereitstellung von Flüssigseifenspendern und Händetrockenmöglichkeiten in den Sanitärbereichen
  • Ggf. versetzte Pausenzeiten oder andere schulorganisatorische Maßnahmen nach Ermessen der einzelnen Schule (z. B. Laufwege/-richtungen im Schulhaus, Regelungen zum Toilettengang etc.)

 


Werden Desinfektionsmittelspender und Luftreiniger genutzt?

Was sind die Gründe, dass Desinfektionsmittelspender und Luftreiniger in Schulen nicht genutzt werden?

Desinfektionsmittelspender

Die Schulverwaltung hat sich bereits im Sommer intensiv mit der Fragestellung rund um die Sinnhaftigkeit des Einsatzes von Desinfektionsmitteln im Schulbereich auseinandergesetzt. Ein Einsatz im Schulbereich wird unsererseits nicht empfohlen, wenngleich einzelne Schulen eigenständig entsprechende Desinfektionsmittelspendersituationen in den Eingangsbereichen geschaffen haben. Aufgrund der besonderen Umstände in diesen öffentlichen Einrichtungen (sachgerechter Umgang; Gefahr, das Kitakinder/Grundschüler das im Eingangsbereich zugängliche Mittel in die Augen reiben; missbräuchliche Verwendung dieses Gefahrenguts etc.) wird ein Einsatz von Desinfektionsmittel auch nicht von der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB)  empfohlen. Die konsequente Einhaltung der AHA-L-Regeln genießen Vorrang.

Luftreiniger

Der Einsatz und die Beschaffung von Luftreinigungsgeräten wird derzeit geprüft. Diese könnten in nicht belüftbaren Räumen Verwendung finden. Es liegen jedoch bislang keine wissenschaftlichen Studien vor, die nachweisen, dass durch Einsatz dieser Geräte eine Übertragung speziell hinsichtlich COVID-19 maßgeblich verhindert wird. Stattdessen ist nicht auszuschließen, dass die durch das Gerät entstehende Luftbewegung sogar das Gegenteil bewirken könnte. So ist beispielsweise bei den üblicherweise vorgeschlagenen Geräten mit Hepa-Filtern zu beachten, dass oftmals ein tägliches Aufheizen für ca. 30 Minuten auf 100 Grad notwendig ist, damit diese nicht zu einer „Virenschleuder“ werden und dann im Gegenteil eine erhöhte Infektionsgefahr von den Geräten ausgeht. Derartige Wartungs- und Pflegeaufwände sind an den Schulen nicht mit ausreichender Sicherheit zu gewährleisten.

Im Vordergrund der Übertragung von SARS-CoV-2 stehen nach neueren Erkenntnissen Tröpfchen, wie sie beim Sprechen oder Husten in ein begrenztes Umfeld abgegeben werden. Demgegenüber wird die Übertragung über Aerosole (feinste Tröpfchen kleiner 5 µm), die über größere Distanzen über die Luft verfrachtet werden, als eher gering eingeschätzt. So heißt es in einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V.: „Die epidemiologischen Daten sprechen gegen einen nennenswerten Aerosolassoziierten Anteil an der SARS-CoV-2-Ausbreitung“. Deshalb stellt das konsequente Befolgen der AHA-L-Maßnahmen die Basis der Prävention dar und kann durch andere Maßnahmen nicht ersetzt werden. Alle Maßnahmen, die das Aufweichen oder eine Scheinsicherheit verbreiten, werden vom RGU kritisch gesehen. Mobile Raumluftreinigungsgeräte können im Gegensatz zu AHA-L-Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit der Übertragung bei einem durchschnittlichen Infizierten, der Viren ausscheidet, nicht so deutlich verringern, dass eine Infektion bei einer diesem exponierten Person weitgehend verhindert werden kann. In anderen Worten, sie nützen nichts, wenn der Sitznachbar krank ist.

Die Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) des Umweltbundesamts zeigt sich in ihrer Stellungnahme ebenso skeptisch: „Der Einsatz von mobilen Luftreinigern mit integrierten HEPA-Filtern in Klassenräumen reicht nach Ansicht der IRK nicht aus, um wirkungsvoll über die gesamte Unterrichtsdauer Schwebepartikel (z.B. Viren) aus der Raumluft zu entfernen.“ Auch nach einem Expertengespräch zum Thema Lüften an Schulen in Rheinland-Pfalz wurde festgehalten: „Zum aktuellen Zeitpunkt sind mobile Luftreinigungsgeräte in Innenräumen nicht empfehlenswert, da es bisher keine anerkannten standardisierten Prüfverfahren gibt und verschiedene Faktoren (z.B. ungünstige Raumgeometrien, Standortwahl der Geräte im Raum, Anzahl der Personen) die Wirksamkeit stark einschränken und ggf. gesundheitliche Risiken mit sich bringen können. Geräte, die die Luft unkontrolliert im Raum verbreiten, können möglicherweise zur Virenverbreitung beitragen. Die Geräte müssen kontinuierlich fachgerecht gewartet und die Filter sachgerecht entsorgt werden.“

Die Geräte haben keinen nachgewiesenen infektionspräventiven Nutzen und können ggf. sogar kontraproduktiv wirken. 

Unabhängig davon wäre ein Einsatz in Klassenzimmern auch aus anderen Gründen kritisch zu betrachten:

  • Damit Luftreinigungsgeräte möglichst effizient und störungsfrei arbeiten können, gelten hinsichtlich der Platzierung im Raum einige Regeln. Die Luft muss z.B. ungehindert zirkulieren können, sodass der Luftreiniger möglichst frei von Hindernissen stehen sollte. Diese Voraussetzung wäre in der Raummitte gegeben. Wird der Luftreiniger irgendwo hinter Möbeln „versteckt“, würde er immer nur die Luft in diesem kleineren Bereich filtern und wieder abgeben und somit nicht das gewünschte Ergebnis erzielen.
     
  • Die momentan öffentliche diskutierten „handelsüblichen Luftreiniger“ sind für einen Einsatz im Klassenzimmer nicht geeignet und teilweise auch nicht zugelassen. Bei einem auf das Raumvolumen von Klassenzimmern ausgelegten Luftreinigungsgerät sprechen wir von einer Abmessung von 712mm x 508mm x 2354mm (BxTxH). Dieses Gerät mittig im Raum platziert (siehe oben) schränkt die Nutzbarkeit des Klassenzimmers und die Zahl der Plätze massiv ein.
     
  • Die Geräte müssten einer regelmäßigen UVV-Prüfung unterzogen werden.
     
  • Bedingt durch den mittigen Standort (siehe oben) wird durch das Stromkabel eine Stolperstelle geschaffen.

Nicht zuletzt ist die Geräuschentwicklung zu berücksichtigen. Es gibt Geräte mit unterschiedlichen Leistungsstufen. Die Geräuschentwicklung reicht von ca. 40 dB (ruhige Bücherei, leise Musik) auf der niedrigsten Stufe, über 50 dB (Regen, Kühlschrank, leises Gespräch) bzw. 60 dB (normales Gespräch) in den mittleren Stufen, bis hin zu 70 dB (Staubsauger) und lauter. Ein sinnhafter Einsatz in üblicherweise großen und hohen Klassenräume kann in der Regel erst ab den mittleren Leistungsstufen erreicht werden. Die Lärmbelastung im allgemeinen Unterrichtsbetrieb ist insofern als sehr hoch einzustufen; ein praktikabler alltäglicher Einsatz ist anzuzweifeln.

CO2-Sensoren erleichtern das Lüften

Parallel wurden für die 70 von der Stadt Augsburg zu betreuenden öffentlichen Schulen unlängst rund 1.400 mobile CO2-Sensoren beschafft (Kostenvolumen bei rund 240.000 Euro), um den Schulen das regelmäßige Fensterlüften zu erleichtern. Die Schulen können voraussichtlich noch vor Beginn der Weihnachtsferien mit diesen Sensoren ausgestattet werden.


Was gilt für Schüler und Schülerinnen aus Risikogruppen?

  • Schüler und Schülerinnen, die zu Risikogruppen gehören, können sich für jeweils 3 Monate von einem Arzt ein fachärztliches Attest zur Befreiung von der Präsenzpflicht erteilen lassen.
  • Nach den 3 Monaten muss dieses Attest erneuert werden.
  • Von der Präsenzpflicht befreite Schüler müssen die Angebote im Distanzunterricht wahrnehmen

Lernen Zuhause
Das Lernen Zuhause wird vermutlich in der kommenden Zeit weiterhin ein fester Bestandteil werden. Egal ob begleitend zum Präsenzunterricht wegen Quarantäne oder im Falle von Distanzunterricht. Wir arbeiten mit Hochdruck weiter daran, die Voraussetzungen für das Lernen Zuhause zu verbessern. Beispielsweise wurde Microsoft Teams flächendeckend zur Verfügung gestellt. Aktuell werden die digitalen Leihgeräte, die über ein stattliches Förderprogramm beschafft wurden, an den Schulen verteilt. Zudem wird das Kontingent des Förderprogramms Sonderbudget digitale Endgeräte nochmal aufgestockt, so, dass wir insgesamt auf ca. 3000 Geräte für Augsburg kommen, welche an Schulen verteilt werden.

Empfehlungen für den Schulalltag

  • Auf Feste/Veranstaltung wie beispielsweise Martinsfest/Lichterfest zu verzichten
  • Elternabende online durchzuführen
  • Reduktion der Kontakte auf das Nötigste
  • A(bstand) H(ygiene) A(lltagsmaske) L(üften)-Regeln einhalten
  • Achtsam miteinander umgehen

Unser Ziel ist es ganz klar, den Schulalltag aufrechtzuerhalten. Dafür müssen wir aber die Beschränkungen und Einhaltungen der Hygienemaßnahmen an den Schulen in den Kitas und auch im Alltag allgemein in Kauf nehmen.


Können Schülerfahrten und Schüleraustauschmaßnahmen im Schuljahr 2020/2021 stattfinden?

Mehrtägige Schülerfahrten (wie Schüleraustausche, Studien- und Klassenfahrten, ausgenommen Berufsorientierungsmaßnahmen) sollen bis einschließlich Januar 2021 ausgesetzt bleiben. Hintergrund ist zum einen der Infektionsschutz, zum anderen auch die Erwägung, dass der Fokus im ersten Halbjahr des neuen Schuljahres 2020/2021 auf der Erteilung von Unterricht liegen soll. Auf diese Weise sollen Unterschiede im Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler, die sich infolge des pandemiebedingten eingeschränkten Schulbetriebs ergeben haben, bestmöglich aufgefangen werden.

 


Wie sieht es mit den Abschlussprüfungen aus?

Das Kultusministerium möchte allen am Abitur Beteiligten trotz Corona so viel Planungssicherheit wie möglich geben und die fairen Rahmenbedingungen erhalten. Das Gymnasium startet früher als andere Schularten mit den Abschlussprüfungen. Daher machen sich in den Abiturklassen Quarantänemaßnahmen und auch längere Phasen mit Distanzunterricht besonders bemerkbar und können zu Termindruck führen. Mit der Verschiebung wird die Abiturvorbereitung zeitlich entlastet.

Sollte sich die Infektionslage weiter verschärfen, ist auch eine nochmalige Verschiebung des Abiturs nicht ausgeschlossen.

Nach derzeitigem Stand ergibt sich folgender Zeitplan für die Abiturprüfung 2021:

Schriftlicher Teil:
12. Mai 2021: Deutsch
18. Mai 2021: Mathematik
21. Mai 2021: 3. schriftliches Prüfungsfach (mit Französisch)

Kolloquiumsprüfungen:
Erste Prüfungswoche: 7. Juni bis 11. Juni 2021
Zweite Prüfungswoche: 14. Juni bis 18. Juni 2021

Zur Bekanntgabe der Prüfungsnoten wird als gemeinsamer Termin Freitag, 18. Juni 2021, am Nachmittag festgelegt.

Die Anmeldung zu den mündlichen Zusatzprüfungen erfolgt dann spätestens am nächsten (Unterrichts-) Tag, also am Montag, den 21. Juni 2021.

Die mündlichen Zusatzprüfungen sind bis spätestens Freitag, 25. Juni 2021, abzuschließen.

Die Entlassung der Abiturientinnen und Abiturienten ist für Montag, 5. Juli 2021, vorgesehen.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist lediglich die Abiturprüfung an den Gymnasien verschoben. Das Kultusministerium prüft, ob die Prüfungstermine an den anderen Schularten angepasst werden müssen.


An wen kann ich mich als Schülerin oder Schüler wenden, wenn es zuhause Probleme gibt?

Bei schulischen Fragen, bei kleinen oder großen Sorgen, aber auch bei Streit oder Ärger mit den Eltern, bei Problemen mit dir selbst oder mit Freunden stehen dir schulische wie außerschulische Ansprechpartner zur Verfügung.

Schulische Ansprechpartner:

Genauso wie sonst kannst du dich bei Problemen an Personen deines Vertrauens wenden. Das kann in der Schule deine Klassenlehrkraft oder eine andere Lehrkraft deines Vertrauens sein, z. B. eine Verbindungslehrkraft. Besondere Ansprechpartner sind die für deine Schule zuständige Beratungslehrkraft und die Schulpsychologin bzw. der Schulpsychologe. Sie unterliegen einer Verpflichtung zur Verschwiegenheit, das heißt, sie dürfen ohne dein Einverständnis nichts über euer Gespräch an Dritte weitergeben.

Auch das staatliche Schulamt ist gerne Ansprechpartner für dich.

Staatliche Schulberatung Schwaben (bayern.de)

Außerschulische Ansprechpartner:

Außerschulische Ansprechpartner sind vor allem dann wichtig, wenn es nicht um schulische Fragen geht. In den Medien wird immer wieder berichtet, dass es jetzt in Familien leichter zu Streit und auch zu Gewalt kommen kann. Wenn du Rat und Hilfe brauchst, z. B. wenn du oder andere, die du kennst, von Gewalt betroffen sind, kannst du dich an folgende Stellen wenden und dich mit jemandem austauschen, der sich gut mit solchen Situationen auskennt:

  • Nummer gegen Kummer: 116 111
    Montag bis Samstag von 14 – 20 Uhr
  • bke-Jugendberatung
    Hier findest du viele andere Jugendliche, mit denen du dich austauschen kannst, und erfahrene Beraterinnen und Berater, die dich unterstützen.
  • Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530
    Für alle Fragen und Hilfe bei sexuellem Kindesmissbrauch kannst du hier anrufen und vertraulich sprechen:
    Montag, Mittwoch und Freitag von 9 – 14 Uhr
    Dienstag und Donnerstag von 15 – 17 Uhr
  • Save-me-online.de
    Hier kannst du dich online zu allen Fragen von sexueller Gewalt beraten und dir helfen lassen.