Fragen und Antworten zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Lokale Infektionsschutzmaßnahmen in Augsburg ab 13. Oktober

Ab Dienstag, 13. Oktober, gelten in Augsburg besondere Schutzmaßnahmen.

>> Infos und FAQs dazu finden Sie hier.

Beratung

Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zum Coronavirus haben, können unter dieser Nummer anrufen:

0821 324-4444

Das Bürgertelefon ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12:30 Uhr besetzt (außer an Feiertagen). Falls alle Leitungen belegt sind: Bitte nochmal anrufen.

Weitere wichtige Hotlines in der Corona-Krise finden Sie hier.


FAQs Coronavirus Augsburg (bitte anklicken)

Hier beantworten wir Fragen zum Coronavirus in Augsburg und geben wichtige Hinweise. Bitte klicken Sie auf den Pfeil oder die jeweilige Überschrift, um sich zu informieren: 


Was mache ich bei Symptomen, nach Kontakt mit Infizierten oder als Reise-Rückkehrer?

Verhalten bei Symptomen

>> Informationen finden Sie hier.


Nach Kontakt mit Infizierten

Hier können sich Kontaktpersonen bestätigter Fälle informieren: Infos und Online-Fragebogen für Kontaktpersonen.



Wie kann ich mich und andere schützen?

Die COVID-19-Erkrankung ist sehr ansteckend und verläuft in etwa 4 von 5 Fällen mild. Jede fünfte Person erkrankt schwer. Vor allem ältere Menschen und solche mit Grunderkrankungen müssen zum Teil sehr lange intensivmedizinisch betreut werden und können an der Krankheit sterben.

Es gibt aktuell keine Impfung und keine spezifische Therapie. Deshalb müssen alle Maßnahmen darauf ausgerichtet sein, die Verbreitung der Erkrankung zu verlangsamen.

Die Verantwortung dafür liegt bei den Behörden, bei den Arbeitgebern und bei uns allen. Wir alle müssen dazu beitragen, die „Kurve abzuflachen“ und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Damit schützen wir uns selbst, unsere Liebsten, ältere und kranke Menschen.

>>Wie wir uns vor Infektionen schützen.


Wie bereitet sich die Stadt Augsburg auf eine mögliche zweite Welle vor?

Unser Gesundheitsamt ist jeden Tag im Einsatz, um Infektionsketten zu unterbrechen, Kontaktpersonen zu ermitteln und nötige Infektionsschutzmaßnahmen umzusetzen.

Strukturen, die während der ersten Infektionswelle aufgebaut und geplant wurden, wurden verfestigt und können nun reaktiviert werden, unsere Maßnahmen werden hochfahren und an die jeweiligen Entwicklungen und Vorgaben der Staats- und Bundesregierung angepasst.
Referatsübergreifende Koordinierungsgruppe Corona-Pandemie wurde eingerichtet. Deren Aufgabe: Erarbeitung einer regionalen Pandemieplanung für den Fall der Übersteigung des Signal-, bzw. Schwellenwertes.

Gesundheitsamt: Es wurde neues Personal eingestellt. Weiteres Personal wird momentan gesucht. Stammpersonal der Stadt Augsburg außerhalb des Gesundheitsamtes wird geschult, das Gesundheitsamt bei steigenden Fallzahlen zu unterstützen.
Die eigentlichen Aufgaben des Gesundheitsamtes mussten runtergefahren werden. Auch hier arbeitet die Stadt Augsburg an Lösungen.
Die Beratungen finden nach wie vor statt – auch die Präventionsprojekte oder die Gesundheitsregion Plus verrichten weiterhin ihre Arbeit. Jedoch wird die Arbeit in diesen Projekten – bspw. Beratungsgespräche oder konzeptionelle Arbeit – reduziert.

Die Krisenkommunikation hat nie aufgehört. Täglich vermelden wir Neuinfektionen, haben Informationskampagnen im öffentlichen Raum umgesetzt und informieren über augsburg.de und die sozialen Medien.


Wie entwickeln sich die Fallzahlen in Augsburg?

Alle Infos hier: >> www.augsburg.de/fallzahlen 


Welche mögliche Infektionsschutzmaßnahmen in Augsburg gibt es bei steigenden Fallzahlen?

„Wichtig ist, dass wir angepasst an das jeweilige Infektionsgeschehen reagieren. Bei der Auswahl der Maßnahmen gilt auch abzuwägen, welche Hygienekonzepte in den vergangenen Wochen gut funktioniert haben, wo Lockerungen temporär wieder zurückgenommen werden müssen und wie wir sensible Bereiche, also beispielsweise Risikogruppen, unsere Familien und auch unsere Wirtschaft, bestmöglich stützen und unterstützen“, so Eva Weber, Oberbürgermeisterin Eva Weber.

Sollten die Fallzahlen im Stadtgebiet weiter steigen, wovon im Moment leider ausgegangen werden muss, können verschiedene, an das jeweilige Infektionsschutzgehen angepasste Maßnahmen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern.

Von der referatsübergreifenden Koordinierungsgruppe Corona-Pandemie wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet. Mögliche Maßnahmen könnten u.a. sein: Einführung der Maskenpflicht an stark besuchten Orten,Reduzierung der maximalen Personenzahl bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen, Absagen/Verbote von Veranstaltungen, Alkoholverbote, Verschärfung der Besucherregelung in Altenheimen, Schließung von Einrichtungen, …

Entsprechende Beschränkungskonzepte werden mit der Regierung von Schwaben, dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und Nachbarklandkreisen abgestimmt.

Als erster Schritt wird der Ordnungsdienst Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz ab sofort strenger ahnden. Konkret werden  Bußgelder für öffentliches Feiern und Grillen, Nichteinhalten von Abstand und Maskenpflicht bei Bürgerinnen und Bürgern, gegenüber Betreibern von Ladengeschäften und Gastronomiebetrieben z.B. bei Nichteinhaltung des Hygienekonzeptes ausgesprochen.
Bisher ist die Stadt Augsburg sehr sanft vorgegangen, Verstöße gegen den Infektionsschutz wurden nur bei schweren Verstößen geahndet. Das Aussprechen von Bußgeldern dient dabei vor allem der Sensibilisierung und soll dafür sorgen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger wieder vermehrt an die Vorgaben des Infektionsschutzes halten.


Gibt es einen zweiten Lockdown in Augsburg?

Ein lokaler Lockdown für Augsburg ist aus aktuell (Stand 27. August) eher unwahrscheinlich. Sollten die Zahlen weiter steigen, müssen Infektionsherde ermittelt und lokalisiert werden und die entsprechenden Maßnahme ergriffen werden.


Wie läuft der Coronavirus-Test ab?

Getestet werden begründete Verdachtsfälle. Bei den Patienten werden Proben aus den Atemwegen entnommen, also zum Beispiel Nasen- oder Rachenabstriche. Die Probe wird im Labor auf den Erreger getestet. Dies geschieht mit der sogenannten Polymerase-Kettenreaktion. Bei dieser Reaktion werden DNA-Stränge vervielfältigt und die Probe auf Coronavirus-DNA untersucht. Es kann mehrere Stunden bis Tage dauern, bis ein Ergebnis vorliegt – abhängig von Transportwegen und Laborkapazitäten.

Wer den Verdacht hat, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, wendet sich bitte an oben genannte Hotlines. Dort werden das weitere Vorgehen und das Testprozedere besprochen.


Wo kann ich mich in Augsburg testen lassen?

Wo kann ich mich testen lassen?

Im Testzentrum an der Messe Augsburg können sich alle Bürgerinnen und Bürger testen lassen. >> Hier gelangen Sie zur Online-Terminvereinbarung.

Patienten mit Symptomen oder Reiserückkehrer können sich auch beim Hausarzt testen lassen. Bitte telefonisch anmelden. Bei Symptomen außerhalb der Sprechstunde: Bitte wenden Sie sich telefonisch an die KVB (116 117).

Bettlägerige, kranke Personen wenden sich bitte telefonisch bei ihrem Hausarzt oder der KVB (116 117)

In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle


Kann ich mich in der Diagnosestelle/im lokalen Testzentrum testen lassen?


Wie überträgt sich das Coronavirus?

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Bitte beachten Sie deshalb unsere Hinweise zum Infektionsschutz.

Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Symptome gezeigt hatten.

Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob SARS-CoV-2 auch über Erreger im Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

(Quelle: FAQs – Robert Koch-Institut)


Kann ich mich an den bestätigten Fällen in Augsburg angesteckt haben?

Nur wer insgesamt 15 Minuten Gesichts-Kontakt (Face-to-Face) mit einem bestätigten COVID19-Fall hatte, gilt laut Robert Koch-Institut als enge Kontaktperson mit höherem Infektionsrisiko (Kontaktperson der Kategorie I).

Kontaktpersonen, die sich z.B. über einen längeren Zeitraum im gleichen Büro oder Klassenzimmer aufgehalten haben, aber keinen 15-minütigen Face-to-Face-Kontakt hatten, haben ein geringeres Infektionsrisiko. Sie werden aber trotzdem vom Gesundheitsamt ermittelt und überwacht (Kontaktperson der Kategorie II). 

Bitte beachten Sie unsere Hinweise für Kontaktpersonen.

Falls Sie Symptome haben, können Sie sich hier informieren.

Wichtig ist, dass Sie sich auf jeden Fall an die Maßnahmen der Basishygiene halten.

 


Kann ich mich über Lebensmittel oder Wasser mit dem Corona-Virus infizieren?

Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass Lebensmittel Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.
Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen beachtet werden. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden.

Auch hier nachzulesen: Bundesinstitut für Risikobewertung


Ist das Coronavirus über das Trinkwasser übertragbar?

Aus aktuellem Anlass weisen die Stadtwerke Augsburg (swa) darauf hin, dass eine Übertragung des neuartigen Coronavirus durch Trinkwasser aus dem Wasserhahn nicht gegeben ist. Wie das Umweltbundesamt erklärt, kann das Virus im Wasser nicht überleben und sich auch nicht vermehren. Somit ist die Wasserversorgung weder gefährdet noch beeinträchtigt. Die Stadtwerke Augsburg (swa) gewährleisten auch in der aktuellen Krisensituation die Versorgung mit Trinkwasser von höchster Qualität. Täglich werden sowohl in den Trinkwasserbrunnen als auch in den swa Wasserwerken und im Trinkwasserverteilungsnetz Wasserproben entnommen und überprüft. Zusätzlich überwachen eine Reihe von Laboren mit digital-elektronischen Systemen die Trinkwasserqualität rund um die Uhr. Das im Trinkwasserschutzgebiet gewonnene Trinkwasser wird  außerdem bei der Versickerung des Niederschlags in den Sandschichten des Tertiärs natürlich gereinigt und gilt als eines der besten Trinkwasser Europas.

 


Informationen für Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf

Personengruppen, die nach bisherigen Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben:

  • Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken (Immunseneszenz). Da unspezifische Krankheitssymptome wie Fieber die Antwort des Immunsystems auf eine Infektion sind, können diese im Alter schwächer ausfallen oder fehlen, wodurch Erkrankte dann auch erst später zum Arzt gehen.
  • Auch verschiedene Grunderkrankungen wie z.B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.
  • Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt; wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen dürfte das Risiko höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.
  • Welche Kombination von Risikofaktoren mit weiteren (Lebens-)Umständen ein besonders hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei COVID-19 darstellen, ist noch nicht hinreichend bekannt.

Kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf

  • Schwangere scheinen nach bisherigen Erkenntnissen aus China kein erhöhtes Risiko gegenüber nicht schwangeren Frauen mit gleichem Gesundheitsstatus zu haben.
  • Bei Kindern wurde bislang kein erhöhtes Risiko für einen schweren Erkrankungsverlauf berichtet.

Was sollten Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf beachten:

  • Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion, zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten)
  •  Wer krank ist, sollte rasch Kontakt aufnehmen mit der Hausarztpraxis oder telefonisch zu anderen beratenden Stellen: >> Verhalten bei Symptomen
    • Beratung hinsichtlich individueller Maßnahmen
    • Beratung hinsichtlich labordiagnostischer Abklärung von COVID-19
      ! Wenn in der näheren Umgebung (z.B. im privaten oder beruflichen Umfeld) Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollte dies ebenfalls entsprechend mitgeteilt werden, um gezielte diagnostische Maßnahmen zu beschleunigen.

Was gilt in Schulen & Kitas?




Verhalten bei Verdacht auf Infektion

Wer Krankheitssymptome zeigt, meldet sich bitte unbedingt telefonisch bei der Hausarztpraxis oder den Notdiensten und kommt nicht unangemeldet in die Praxis oder Notaufnahme:

> Hausarzt anrufen

> 116117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst, rund um die Uhr für Erkrankte erreichbar

> 112 – Rettungsdienst, bei lebensbedrohlichen Zuständen