Coronavirus – Fallzahlen in Augsburg

Das Gesundheitsamt meldet regelmäßig, wie viele Menschen in Augsburg positiv getestet wurden, wie viele Personen genesen sind und wie viele Patienten leider (an oder mit) einer Coronavirus-Infektion verstorben sind.


7-Tages-Inzidenz (21. Oktober, 10:28 Uhr)

138,6 Neuinfektion(en) pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen (7-Tages-Inzidenz).

Damit ist der Schwellenwert von 50 weiterhin überschritten. In Augsburg gelten verschärfte Schutzmaßnahmen. 

>> Details zu den Schutzmaßnahmen

Fallzahlen (Stand 21. Oktober)

Bestätigte Fälle: 1713 (+ 71 in den letzten 24 Stunden)
Angegeben wird die Gesamtzahl aller in Augsburg wohnhaften Personen, die bisher positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Zahl beinhaltet alle Fälle, also Personen, die bereits genesen, die noch erkrankt oder die verstorben sind.

-> Davon aktuell infiziert: 463 ( + 17)

-> Davon genesen: 1233 (+ 55)

-> Davon verstorben: 17 (+ 0)

-> Newsticker zur Entwicklung in Augsburg

Erklärung der Grafik: Abgebildet ist die tägliche (kumulierte) Gesamtzahl an Fällen. Dazu gehören Infizierte, die sich noch in Behandlung/Isolation befinden (rot), Genesene (grün) und Verstorbene (grau).

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in Augsburg

Blau dargestellt ist die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in Augsburg. Orange dargestellt ist der Signalwert (35), rot dargestellt der Schwellenwert (50).

Neuinfektionen pro Tag

Abgebildet ist die Anzahl an gemeldeten Neuinfektionen pro Tag. 


Kontaktpersonen (Stand 21. Oktober)

Kontaktpersonen gesamt: 7487 (+ 427 in den letzten 24 Stunden)

Das ist die Gesamtzahl an in Augsburg wohnhaften Personen, die bisher engen Kontakt mit nachweislich Infizierten hatten und sich deshalb in angeordneter häuslicher Isolation befinden oder befanden.

-> Davon Kontaktpersonen aktuell: 1471 (+ 269)

Das ist die Anzahl an in Augsburg wohnhaften Personen, die engen Kontakt mit nachweislich Infizierten hatten und sich deshalb aktuell noch in angeordneter häuslicher Isolation befinden.

>> Infos für Kontaktpersonen


Tests im lokalen Testzentrum

Die Zahlen aus dem Augsburger Testzentrum werden wöchentlich aktualisiert. Seit Anfang September kann sich dort wieder jeder auf das Coronavirus testen lassen.

Die Zahlen sind keine eindeutige Abbildung des Testgeschehens im Stadtgebiet. ImTestzentrum werden nämlich nicht nur Augsburgerinnen und Augsburger getestet, sondern  zum Beispiel auch Landkreisbewohnerinnen und -bewohner. Zudem lassen sich Augsburgerinnen und Augsburger nicht nur im Testzentrum testen. Auch an vielen anderen Stellen in Augsburg, z.B. in Krankenhäusern, werden Tests durchgeführt.

  • KW 37: 1,42 % positive Tests bei insgesamt 1126 Tests
  • KW 38: 0,77 % positive Tests bei insgesamt 2334 Tests
  • KW 39: 0,28 % positive Tests bei insgesamt 2479 Tests
  • KW 40: 1,05 % positive Tests bei insgesamt 2583 Tests
  • KW 41: 1,52 % positive Tests bei insgesamt 3093 Tests
  • KW 42: 1,81 % positive Tests bei insgesamt 4088 Tests

>> Laboruntersuchungen in Bayern

Weitere Informationen zu den Fallzahlen in Augsburg

Die erste COVID-19-Erkrankung im Stadtgebiet Augsburg wurde am 6. März 2020 nachgewiesen. Die Fallzahlen werden täglich aktualisiert, am Wochenende erfolgt in der Regel keine Meldung. Enthalten sind jeweils alle Fälle, die am Vortag bestätigt wurden. Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg ist nur für Personen zuständig, die im Stadtgebiet Augsburg gemeldet sind.


Infektionsketten/-cluster in Augsburg

Infos zum Infektionsgeschehen im August 2020

Neuinfektionen waren vor allem auf Reiserückkehrende zurückzuführen. Die Betroffenen wurden nach Heimatbesuchen und touristischen Reisen u.a. nach Südosteuropa positiv getestet. Vereinzelt haben die infizierten Personen Kontaktpersonen im familiären/häuslichen Umfeld angesteckt.

>> augsburg.de/coronaticker 

Auch einige Augsburger Kontaktpersonen bestätigter Covid-19-Fälle wurden positiv getestet. Immer wieder traten Fälle auf, bei denen das Gesundheitsamt den Infektionsort (noch) nicht ermitteln konnte.

Infektionsketten Juli 2020

Im Juli 2020 gab es in Augsburg laut Gesundheitsamt 133 nachgewiesene Infektionen. Dargestellt sind alle Infektionsketten, die von infizierten Augsburgerinnen und Augsburgern ausgingen.

Zahlreiche Infizierte (rote Kreise), die sich zum Zeitpunkt der Erkrankung noch nicht in häuslicher Quarantäne befanden, haben an der Arbeit, in der Freizeit oder im Familienumfeld weitere (Kontakt-)Personen angesteckt. Bei mit grünen Punkten dargestellten Kontaktpersonen wurde das Virus während der 14-tägigen häuslichen Quarantäne nicht nachgewiesen. Die mit orangen Kreisen dargestellten Kontaktpersonen befinden sich aktuell noch in häuslicher Quarantäne.

Durch die Ermittlung und Testung von Kontaktpersonen sowie die Anordnung und Umsetzung von Infektions- und Quarantäneschutzmaßnahmen konnte das Gesundheitsamt die aktuellen Infektionsketten unterbrechen und eine weitere Ausbreitung in der Bevölkerung verhindern. Die im Juli vom Gesundheitsamt Augsburg ermittelten Infektionscluster stellten sich aufgrund vielfältiger familiärer Kontakte und Bezug zu mehreren Einrichtungen komplexer als die im März und April ermittelten Cluster dar.

„Derartig komplexe Infektionscluster zu ermitteln und zu unterbrechen, stellt Gesundheitsämter vor erhebliche Herausforderungen“, betont Dr. Thomas Wibmer, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes Augsburg. „Eine Erfolgsgarantie bei dieser Arbeit gibt es nicht, insbesondere, wenn es zu einer zeitgleichen Häufung von Infektionsgeschehnissen kommt“, so Wibmer weiter.

Unter anderem wurden zuletzt COVID-19-Infektionen festgestellt, die im Zusammenhang mit Ausbrüchen in einer Gaststätte, in einer Asyl-Unterkunft, in einer Firma im Landkreis Aichach-Friedberg oder im Umfeld mehrerer, zum Teil verwandter Familien und eines Augsburger Pflegeheims auftraten.

Infektionsketten März bis Juni 2020

Bis 30. April gab es in Augsburg laut Gesundheitsamt 260 nachgewiesene Infektionsketten (Infektionsketten, die bisher von infizierten Augsburgerinnen und Augsburgern ausgingen).

Viele Infektionsketten konnten bereits unterbrochen werden, die meisten davon spätestens ab dem betroffenen Haushalt. Infizierte haben also oftmals durch das Einhalten der Quarantäne- und Hygieneregeln – wenn überhaupt – nur Haushaltsangehörige angesteckt, die sich vorbeugend bereits in durch das Gesundheitsamt angeordneter Isolation befunden haben und keine weiteren Personen mehr anstecken konnten. Auch größere und zwei komplexere Infektionsgeschehen sind zu erkennen . Wenn Infektionen spät erkannt und nachgewiesen wurden, wurden auch vermehrt Personen angesteckt. Mittlerweile befindet sich bei beiden komplexeren Infektionsgeschehen jeweils nur noch eine, derzeit noch nicht erkrankte Kontaktperson in Quarantäne.

Infektionsursprung nicht immer bekannt: Viele Infektionen in Augsburg lassen sich auf Reisen oder Kontakte zu erkrankten Personen zurückführen. Es gibt aber auch Fälle in Augsburg, bei denen der Infektionsursprung nicht bekannt ist.


Altersverteilung der Infizierten

Altersverteilung 1. bis 10. Oktober

Das Durchschnittsalter der Infizierten steigt wieder, auf etwa 40 Jahre.

Altersverteilung 15. bis 30. September

Der Altersdurchschnitt der in der zweiten Septemberhälfte im Stadtgebiet Infizierten lag bei etwa 36 Jahren und damit acht Jahre unter dem Durchschnittsalter der von März bis Juni ermittelten COVID-19-Fälle in Augsburg. Nur jede zehnte Person war 60 Jahre oder älter. Auffällig ist der hohe Anteil der zwischen 10- und 30-Jährigen sowie der zwischen 50- und 60-Jährigen.

Altersverteilung 1. August bis 14. September

Im August und Anfang September waren hauptsächlich Reiserückkehrende betroffen, die sich nicht in Augsburg angesteckt haben, betroffen Eine Altersanalyse wird nicht dargestellt, da diese keinen sinnvollen Rückschluss auf das Infektionsgeschehen in Augsburg zulassen würde.

Altersverteilung Juli 2020

Die Fälle im Juli 2020 waren laut Gesundheitsamt auf mehrere Cluster zurückzuführen. Unter anderem wurden COVID-19-Infektionen festgestellt, die im Zusammenhang mit Ausbrüchen in einer Gaststätte, bei Beschäftigten einer Firma aus dem Landkreis Aichach-Friedberg, einer Asyl-Unterkunft und im Umfeld mehrerer z.T. verwandter Familien aufgetreten sind, Auch einige Kindertageseinrichtungen und Schulen waren betroffen.

Vergleichsweise wurden im Juli viele Kinder und Jugendliche positiv getestet: Der Altersdurchschnitt der im Juli im Stadtgebiet Infizierten lag bei etwa 36 Jahren und damit acht Jahre unter dem Durchschnittsalter der von März bis Juni ermittelten COVID-19-Fälle in Augsburg. Jede vierte im Juli infizierte Person war jünger als 20 Jahre, von März bis Juni war diese Altersgruppe nur in jedem zehnten Fall betroffen. 12,8 Prozent der zuletzt registrierten Fälle waren sogar unter zehn Jahre alt, von März bis Juni fielen nur 4,2 Prozent aller Fälle auf Unter-10-Jährige.

 

Altersverteilung März bis Juni 2020

Betroffen ist in Augsburg jedes Alter, die meisten Erkrankungen wurden bei Personen zwischen 20 und 59 Jahren registriert. Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht für alle Landkreise und kreisfreien Städte eine Fallzahlverteilung nach Alter und Geschlecht.

>> Zum RKI-Dashboard (bitte Landkreis "Augsburg Kreisfreie Stadt" auswählen)

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der unterschiedlichen Übermittlungsprozesse und Veröffentlichungszeiten die hier und beim RKI gemeldeten Zahlen nicht immer übereinstimmen.

Erklärung der Grafik:

  • Dargestellt ist die Anzahl der postiv getesteten Personen in Augsburg nach Altersgruppe (blau).
  • Die Altersverteilung der Fälle wurde in Relation mit der generellen Altersverteilung in Augsburg gesetzt (orange): Dargestellt sind für jede Altersgruppe die Erkankungszahlen pro 10.000 Einwohner/innen dieser Altersgruppe. 

Todesfälle in Augsburg

Am Sonntag, 22. März, wurde der erste Coronavirus-Todesfall in Augsburg bestätigt. Insgesamt sind leider 17 Coronavirus-Todesfälle bestätigt. Bei den an oder mit einer Coronavirus-Infektion Verstorbenen handelt es sich um zehn ältere Patienten und sieben ältere Patientinnen, zum Teil mit Vorerkrankungen. Im Schnitt waren die Verstorbenen über 80 Jahre alt (Median = 86 Jahre, Mittelwert = 83,2 Jahre). 



Deshalb ist die Zahl der Neuinfektionen wichtig

In der Vergangenheit wurden an dieser Stelle auch Verdopplungsraten aufgeführt. Die Verdoppelungsrate ist nach fachlicher Einschätzung des Landesamtes für Gesundheit im Moment keine geeignete Methode mehr, um die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen darzustellen, da kein exponentielles Wachstum der Fallzahlen mehr vorliegt. Aktuell wird zur Einschätzung der Entwicklung in Augsburg deshalb die tägliche Anzahl an gemeldeten Neuinfektionen dargestellt.

Das Fallzahlenwachstum, zur Verfügung stehende Bettenkapazitäten und Behandlungsdauern sind wichtige Faktoren, um die Auswirkungen auf das Gesundheitsystem einschätzen zu können.

Laut Robert Koch-Institut müssen sehr schwer Erkrankte zwischen 12 und 19 Tage lang beatmet werden. Steigen die Fallzahlen, steigen rein rechnerisch auch die schweren Erkankungsfälle, die lange im Krankenhaus behandelt und beatmet werden müssen.

Ziel ist es also, möglichst geringe Zahlen an Neuinfektionen und pro Tag und möglichst geringe Wachstumsraten zu erzielen – in Augsburg, Bayern, Europa und der ganzen Welt.

>> Wichtiges zur Kontaktbeschränkung

>> So schütze ich mich und andere vor Infektionen