„Bitte den Charakter vom Luftbad erhalten!“

Rund 260 Bürgerinnen und Bürger aus Göggingen stellten beim dritten Stadtteilgespräch gestern Abend ihre Fragen an die Stadtregierung. Fragen zum Stadtteilzentrum, zum künftigen Bürgerbüro und zur Stadtteilbücherei aber auch zur Parksituation rund um die Hessing-Kliniken und das Gögginger Hallenbad standen im Mittelpunkt des Interesses. Aber auch Verkehrsprobleme und das Dauerthema Müll wurden thematisiert.

Wieder mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden, weil auch beim dritten Stadtteilgespräch die Plätze nicht ausreichten. Schauplatz war diesmal Göggingen, wo sich im Gartensaal der Hessingburg rund 260 Stadtteilbewohnerinnen und –bewohner einfanden.

Sie bewegt zum Beispiel, wann das neue Stadtteilzentrum in der Bürgermeister-Aurnhammer-Straße verwirklicht wird. Damit verbunden waren auch Fragen zum Standort des künftigen Bürgerbüros und zur Stadtteilbücherei. Noch ist dazu nicht alles in trockenen Tüchern. „Aber den Standort des Bürgerbüros entscheiden wir gemeinsam“, versprach Bürgermeisterin Eva Weber.

Zukunft des Hallenbades

Fragen zur Zukunft des Gögginger Hallenbads beantwortete Sportreferent Dirk Wurm dahingehend, dass im Haushalt der Stadt 1,5 Mio. Euro eingestellt seien. Damit würden im kommenden Jahr Duschen und Umkleiden erneuert werden. Zur Entwicklung der Bäderlandschaft sagte Wurm: „Wir wollen unsere Bäder zukunftsfähig machen und sie nicht schließen.“ Ob und wo letztlich ein neues 50-Meter-Becken gebaut werde, werde derzeit im Rahmen eines Masterplans untersucht.

Freizeitwert und Hochwasserschutz

Zu den heißeren Themen in Göggingen gehörte neben der Müllproblematik an der Wertach und im Gögginger Park auch das beliebte Luftbad. Dort plant das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth im Rahmen des Projekts Wertach Vital einen 30 bis 40 Zentimeter hohen Damm entlang des Kanals. „Das verändert aber den Charakter des Luftbades nahhaltig, und das darf nicht sein! Das Luftbad soll bleiben wie es ist“, wurde gefordert. Oberbürgermeister Dr. Gribl verwies darauf, dass es bei „Wertach Vital“ nicht in erster Linie um Erholungs- und Freizeitwert gehe, sondern um die Belange des Hochwasserschutzes.

Ärgernis der Parksituation rund um Hessing

Neben Querungshilfen in der Wellenburger-Straße und in der Bergiusstraße in Höhe Kaufland wurden auch Fragen des hohen Verkehrsaufkommens in der Bürgermeister-Aurnhammer-Straße und Verbesserungen für den Radverkehr diskutiert. Vielen Gästen beim Stadtteilgespräch stößt jedoch die Parksituation im Bereich der Hessing-Kliniken sauer auf. Ein Parkhaus wurde gefordert und höhere Preise auf dem Hessing-Besucherparkplatz, um den Parkdruck in den Anwohnerquartieren endlich zu verringern. Dem steht allerdings entgegen, so Oberbürgermeister Dr. Gribl, dass die Stellplatzanforderungen nach der Bayerischen Bauordnung durch Hessing erfüllt seien. „Aber das Thema um mehr Parkraum bleibt schwierig“, räumte der Rathauschef ein. Alle beim Stadtteilgespräch gestellten und notierten Fragen, werden von der Verwaltung gesammelt, zusammengestellt und bis spätestens Mai unter augsburg.de/stadtteilgespräch beantwortet. (erz)