Regierung von Schwaben eröffnet Anker-Einrichtung in Inningen

07.08.2018 14:00 | Pressemitteilungen

OB Dr. Gribl: „Klarheit und Sicherheit für Inninger Bürger wichtig“

Wie die Regierung von Schwaben am gestrigen Montag 6. August, mitteilte, wird im Augsburger Stadtteil Inningen ein Standort der Anker-Einrichtung in Donauwörth mit circa 50 Asylbewerbern belegt. Als Termin wird bereits der kommende Montag, 13. August, genannt.

Das Gebäude der Alten Ziegelei in Inningen wurde von der Regierung von Schwaben bereits im Jahr 2015 angemietet, um als Dependance der schwäbischen Erstaufnahme zu dienen. Der Hauptsitz dieser Erstaufnahme-Einrichtung war zunächst in Augsburg geplant. Schließlich wurde diese Erstaufnahme-Einrichtung dann in der ehemaligen Alfred-Delp-Kaserne in Donauwörth eingerichtet. Die Regierung von Schwaben als Betreiberin der Einrichtung benötigt nun zusätzliche Räumlichkeiten. Deshalb wird in der kommenden Woche der Standort Inningen in Betrieb genommen. Die Regierung von Schwaben beabsichtigt, circa 50 Personen aus der Türkei und Gambia nach Inningen umzuziehen.

 

Erstinformation über die Belegung bereits 2015

Die Pläne, die Alte Ziegelei in Inningen als Erstaufnahme-Einrichtung zu nutzen, gehen zurück bis in das Jahr 2015. Es gab damals eine Informationsveranstaltung für die Bürgerschaft von Regierung von Schwaben und Stadt Augsburg. Die Einrichtung wurde nach Ihrer Fertigstellung in den Stand-by-Modus versetzt. Im April 2018 konkretisierten sich dann die Pläne, dass die Regierung von Schwaben nun Menschen dort unterbringt. Darüber wurde die Stadt sowie – über die Presse – auch die Bürgerschaft informiert.

 

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl: „Klarheit und Sicherheit für die Inninger Bürger sind jetzt wichtig.“

„Ich sehe die Notwendigkeit, dass die Inninger Bürger darüber informiert werden, wie der Betrieb der Anker-Einrichtung abläuft und welche Auswirkungen damit verbunden sein können. Vor allem muss die Sicherheit gewährleistet sein“, so OB Gribl in einem ersten Statement zur überraschenden Nachricht der kurzfristigen Belegung des bereits vor langer Zeit vorbereiteten Standorts.

In Inningen werden zur Betreuung der Bewohner Mitarbeiter der Regierung vor Ort sein. Außerdem wird auch ein Sicherheitsdienst anwesend sein. „Aber ich erwarte auch eine sensible Kommunikation mit der Bevölkerung.“ OB Gribl, der diesen Appell telefonisch bereits am Montag an die Regierung von Schwaben herangetragen hat, will keine Vorverurteilung der Asylbewerber und zählt auf den vernünftigen und erprobten Integrationswillen der Augsburger. „Aber ich will erst gar nicht in die Situation kommen müssen, dass diese positiv Haltung auf die Probe gestellt wird. Hier trägt die Regierung von Schwaben als Betreiber eine große Verantwortung“.

Der OB hat bereits mit dem Polizeipräsidium Schwaben-Nord telefoniert und um tatkräftige Unterstützung gebeten. Dort liegen auch Erfahrungen im Umgang mit dem Betrieb des Ankerzentrums in Donauwörth vor.

„Bei der Information der Bevölkerung kann die Regierung von Schwaben auf die Unterstützung der Stadt Augsburg setzen“, so OB Gribl. Die Stadt hat bereits eine Website mit den wichtigsten Fragen und Antworten zu Anker-Einrichtungen im Allgemeinen und der Dependance in Inningen eingerichtet. Sie ist erreichbar unter www.augsburg.de/ankereinrichtung

Als Ansprechpartner für Bürger-Anfragen steht Dr. Christian Gerlinger vom Sozialreferat der Stadt Augsburg unter der Telefonnummer 0821 324-3028 sowie der E-Mail christian.gerlinger(at)augsburg.de zur Verfügung.