Der Hochablass

Der Hochablass ist seit über 750 Jahren ein wesentlicher Bestandteil der Augsburger Wasserkraftnutzung.

Ursprünglich war der Hochablass ein schräg liegendes Streichwehr, gebaut aus Holz und Stein. Eine Floßgasse ließ dem Gütertransport (vor allem Salz) aus dem Alpenvorland freien Lauf. Das Hochwasser am 16. Juni 1910 zerstörte den historischen Hochablass. So wurde er in den Jahren 1911 und 1912 aus Stahlbeton als massives Lechwehr neu gebaut und gilt mehr als 100 Jahre später als eines der bedeutendsten Baudenkmäler Augsburgs.

Eine gusseiserne Gedenktafel aus dem 19. Jahrhundert erinnert noch heute an die wichtigsten Momente in der möglicherweise mehr als 1000-jährigen Geschichte des Hochablasses. Hier ein Auszug:

  • 1000 erste Anlage zur Wassereinleitung (diese Angabe gilt historisch nicht als belegt)
  • 1340 große Wehr und Dammbauten
  • 1406 Zerstörung durch Hochgewaesser
  • 1469, 1517 u. 1552 Streit mit Bayern wegen der Wasserleitung
  • 1569 Das Wehr wird mit Exekutiv-Gewalt durchbrochen

Es folgen immer wieder Zerstörungen, 1646 im 30-jährigen Krieg durch die Schweden, 1703 im Spanischen Erbfolgekrieg und 1793 durch eine Feuersbrunst, dazu immer wieder Wehrbrüche durch die Wassermassen. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg.