Eine Bühne zieht um – Zweiter Akt

01.08.2018 15:50 | Kultur Theatersanierung

Am Ofenhaus auf dem ehemaligen Gaswerk-Gelände wird seit heute die Lüftungsanlage der aufgelösten Brechtbühne eingepasst. Ein grundlegender Schritt in Richtung Betrieb der zukünftigen Theater-Interimsspielstätte ab 2019.

Die Lüftungsanlage wird seit heute im Ofenhaus am Gaswerk wieder eingebaut. Zuvor war diese auf der alten Brechtbühne im Betrieb – sie kann wiederverwendet werden. Foto: Michael Hochgemuth / Stadt Augsburg

Vor zwei Wochen wurde die mehrteilige Lüftungsanlage demontiert und zunächst zwischengelagert. Jetzt werden aktuell die jeweils 500 bis 1000 Kilogramm schweren Einzelteile der Lüftungsanlage aufs Dach des Ofenhauses gehoben, dort wieder zusammengesetzt und eingebaut.

Dass die Anlage für die Belüftung im Ofenhaus wiederverwendet werden kann, ist deshalb möglich, weil das Luftvolumen des Raumes im Ofenhaus in seinen Abmessungen jenem der Brechtbühne entspricht.

Ab Herbst nimmt das Theater Formen an

Auch das Innenleben der Brechtbühne ist mittlerweile komplett leergeräumt und steht zur Wiederverwendung am Gaswerk bereit. Ab Herbst werden dann alle weiteren wiederverwendbaren Teile der Brechtbühne im Ofenhaus wieder eingebaut.

Das Gaswerkgelände ist, neben dem Martinipark, der zweite große Interimsstandort während der Sanierung des Theaters.

So finden auf dem Gelände neben dem Schauspielhaus auch die Werkstätten und die Verwaltung ein vorübergehendes Zuhause.

Mit dem Freistaat Bayern im Gespräch

Der Bau der Brechtbühne wurde seinerzeit vom Freistaat Bayern mit 1,82 Mio. Euro gefördert. Da der Bau vor Ablauf seiner ursprünglich geplanten Nutzungszeit zurückgebaut wird, müsste die Stadt einen Teil der Fördersumme zurückbezahlen.

Weil jedoch große Teile der Bühne wiederverwendet werden, steht noch nicht fest, wie hoch eine mögliche Rückzahlung ausfällt. Stadt und Fördergeber sind darüber im Gespräch. (pm/gr)

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