Neue Spielstätte fürs Theater Augsburg

27.07.2016 13:14 | Kultur Theatersanierung

Das Große Haus muss saniert werden. Doch das Theater Augsburg spielt weiter. Mit viel Kreativität und Mut fand das Team um Intendantin Juliane Votteler neue Spielstätten. Der Bahnpark musste als Interim kurzfristig ausfallen. Doch nun gibt es Ersatz.

Freie Fahrt fürs Theater Augsburg – mit innovativen neuen Spielstätten ist die Saison 2016/17 gesichert. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Zuletzt ging es noch um das Drama „Der jüngste Tag“ von Ödön von Horváth. Es sollte im Bahnpark Augsburg aufgeführt werden. Doch die Brandschutz-Auflagen waren nicht zu bewältigen. Es musste Ersatz für den Ersatz her – und er wurde gefunden.

„Wir spielen das Stück nun in einer Halle im Martini-Park“, verkündete Votteler am heutigen Mittwoch im Rahmen der Stadtrat-Pressekonferenz. Premiere für „Der jüngste Tag“ ist am 14. Oktober. Die Aufführungen sollen, so Votteler, „sehr schnell hintereinander“ stattfinden. In der Halle sollen rund 420 Zuschauer-Plätze zur Verfügung stehen.
 

Spielplan wird im August veröffentlicht

Damit ist auch die letzte Lücke in der Reihe der Interimsspielstätten geschlossen, zumindest bis Januar 2017. Die erste Hälfte der kommenden Spielzeit steht also, der Spielplan wird im August veröffentlicht. Folgende Orte werden ebenfalls bespielt:

  • Schwabenhalle: Hier kiommen das Ballett „Der Nussknacker“ (Premiere 2. Oktober) und die Oper Tosca (Premiere 28. Oktober) auf die Bühne. In der Schwabenhalle gibt es gut 700 Plätze.
  • Kongresshalle: Hier wird ab 18. Dezember das Weihnachtsstück „Pünktchen und Anton“ gespielt. Die Halle im Kongress am Park bietet rund 1000 Plätze.
  • Auditorium im Leopold-Mozart-Zentrum: Hier wird die Opeter Idomeneo aufgeführt. Die Inszenierung war ursprünglich für das Große Haus geplant mit allen Tricks, die der Bühnenturm hergibt. „Im LMZ können wir Idomeneo leider nur konzertant anbieten“, erklärt die Intendantin. Premiere ist am 19. Dezember.
  • Brechtbühne: Sie wird wie geplant voll bespielt

In der zweiten Hälfte der Spielzeit 2016/17 stehen eine Oper und ein Ballett im Kongress am Park auf dem Plan. Dazu wird „Simplicius Simplicissimus“ eventuell im Parktheater gespielt. Für „Kaspar Hauser“ wird noch eine Spielstätte gesucht, doch Votteler ist „guten Mutes, dafür eine Räumlichkeit zu finden“.
 

Alle Abonnenten werden bedient

Die Zahl der jeweiligen Aufführungen richtet sich nach der Kapazität der einzelnen Spielstätten. Alle Abonnenten sollen bedient werden. Laut Votteler ist es allerdings möglich, dass sich einige Abonnenten das eine oder andere Mal auf einen anderen als den gewohnten Wochentag einstellen müssen.

Es sei nun möglich, das Abonnement für die gesamte Spielzeit zu verlängern oder nur bis Januar 2017 zu buchen. Die Eintrittspreise werden an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst. Näheres dazu im Programmheft, das ab Mitte August zu haben ist. (rs)