Eva Weber: „Theatersanierung über Kommunalkredite zu finanzieren ist der richtige Weg“

11.07.2016 11:39 | Theatersanierung

„Wenn es um den Einsatz von Steuergeldern geht, ist bei Entscheidungen ein verantwortungsvoller Umgang geboten. Das gilt besonders für die Theatersanierung, einem der umfangreichsten Projekte der Stadt in den vergangenen 60 Jahren“, so Bürgermeisterin/Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber.

Ihre Finanzverwaltung war von Stadträten aufgefordert worden, Finanzierungsalternativen zur Kommunalkreditfinanzierung prüfen lassen, die von der Verwaltung bereits seit vergangenen Herbst als wirtschaftlich vorteilhafteste Variante bewertet wird. Von externen Wirtschaftsprüfern wurden vom Private-Public-Partnership (PPP-Modell) über Bürgerfonds bis hin zur gGmbH insgesamt sechs Finanzierungsmodelle miteinander verglichen. Auch die Möglichkeit eines Staatstheaters und dessen Auswirkungen auf die Finanzierung der Investitionen wurden untersucht.

Der Vergleich hat die Einschätzung des Kämmerei- und Steueramts bestätigt. „Dass eine private Wirtschaftskanzlei beim Vergleich der Alternativen unabhängig zum selben Ergebnis kommt, bestätigt nicht nur die Kompetenz meiner Finanzverwaltung, sondern dient auch der Absicherung dieser Finanzierungsform gegen fachfremde Kritik aus Unkenntnis. Wenn es um die Finanzierung der Theatersanierung geht, gilt es, das für Augsburg vorteilhafteste Modell zu finden. Und das ist die Finanzierung über Kommunalkredite“, so Eva Weber.

Nach ihrer Präsentation im Finanzausschuss werden die alternativen Finanzierungsmodelle auch beim zusätzlichen Stadtratstermin am 12. Juli noch einmal vorgestellt – ebenso die Ergebnisse der zwischenzeitlich erfolgten Überprüfung von Modellen mit erweiterten Parametern, wie sie von einzelnen Stadträten gefordert wurden. (Infos unter www.augsburg.de/kultur/theatersanierung/plaene-beschluesse-kosten/)

Mit Blick auf den finanziellen Aufwand der Theatersanierung und einer seitens von Kritikern kolportierten Kostenexplosion verweist Eva Weber darauf, „dass in jüngster Vergangenheit Großprojekte in der Stadt Augsburg mehrheitlich mit dem vorgegebenen Budget oder sogar darunter abgeschlossen haben. Das Technologiezentrum Augsburg und das Stadtarchiv sind dafür ebenso Beispiele, wie die energetische Sanierung des Kongress am Park und die Messehalle 5“, so die Bürgermeisterin.

Sie macht außerdem klar, dass durch die im Finanzierungskonzept für das Theater im städtischen Haushalt vorgesehene jährliche Belastung von derzeit geplanten 3,85 Mio. Euro zuzüglich Zinsen – nach derzeitigen Konditionen durchschnittlich rund 500.000 Euro pro Jahr für die gesamte Laufzeit – auch andere Investitionsprojekte und nötigen Anschaffungen in der Stadt möglich bleiben werden.

„Unbestritten ist die Sanierung des Stadttheaters eine umfassende und vielschichtige Aufgabe. Umso wichtiger ist es mir deshalb, alle Möglichkeiten verantwortungsvoll zu prüfen und den städtischen Gremien zur Entscheidung vorzulegen“, so Eva Weber. (pm)