Kulturentwicklungskonzept Baustein Theaterlandschaft: Rückblick 2017

31.12.2017 11:03 | Theatersanierung

Was hat sich in der Augsburger Theaterlandschaft getan? Einige Zeit ist nun vergangen, seit die Augsburger Theaterlandschaft analysiert wurde und TheatermacherInnen, TheaterbesucherInnen und BürgerInnen gemeinsam über die Entwicklung eines umfassenden und nachhaltigen Konzeptes für die Zukunft des Stadttheaters und der freien Theaterszene diskutierten. Wir blicken zurück:

Juli 2017 Förderung der freien Theatergruppen:

Fördersumme um mehr als 200.000 Euro erhöht In der Kulturausschusssitzung vom Juli 2017 wurden neue Fördersummen für die freien Theater in Augsburg beschlossen. Die Vertreter der freien Szene, die sich im Anschluss an die Sitzung im Rathaus einfanden, um die Verträge zu unterzeichnen, konnten sich über eine Erhöhung von rund 209.000 Euro freuen. Die Summe, die anteilig auf die zehn freien Theatergruppen in Augsburg verteilt wird, soll sicherstellen, dass das Angebot der freien Theater auch in Zukunft so kreativ und hochwertig bleibt wie bisher.

August 2017 Theatersanierung:

Archäologische Grabungen am Kennedy-Platz im vollen Gange Im August 2017 begannen die archäologischen Grabungen auf dem Gelände am Kennedy-Platz vor dem Großen Haus, wo später ein Technikkeller und ein neues Orchesterprobengebäude entstehen. Ziel der Archäologen ist es, historisch bedeutsame Funde zu sichern und diese fotografisch, zeichnerisch und schriftlich möglichst genau für die Nachwelt zu dokumentieren, bevor die Bauarbeiten starten. Die Archäologen konnten Teile eines römischen Wehrgrabens freilegen, überraschend kamen auch schmückende Elemente der ursprünglichen Theaterfassade von 1877 zum Vorschein. Im Februar 2018 mussten nochmals Bäume auf dem Platz zwischen Kasernstraße und Heilig-Kreuz-Straße den anstehenden Arbeiten weichen. Hier werden die Grabungen fortgesetzt, sobald das Areal am Kennedy-Platz vollständig untersucht ist.

September 2017 Neuer Standort für die Theaterkasse

Die Theaterkasse im Großen Haus wurde im September 2017 geschlossen. Für die Dauer des Umbaus wurde eine neue Kasse in der Bürger- und Touristinformation auf dem Rathausplatz eingerichtet. Die Öffnungszeiten sind an die der Bürger- und Touristinfo angepasst: von Montag bis Freitag, 9.00 bis 17.30 Uhr und samstags, 10 bis 17 Uhr können Abonnements und Eintrittskarten für sämtliche Vorstellungen der Saison aber auch T-Shirts und Stofftaschen im neuen Design erworben werden.

September 2017 Interimsbetrieb:

Neue Spielstätten für das Theater Während der mehrjährigen Sanierungsarbeiten ist das Theater weder für den Spielbetrieb noch als Arbeitsplatz nutzbar. Spätestens ab August 2018 wird das Große Haus vollständig zur Baustelle. Zwei Übergangsspielstätten sollen den MitarbeiterInnen eine neue „Heimat“ bieten und dafür sorgen, dass der Spielbetrieb aufrechterhalten werden kann. In der Rekordzeit von einem halben Jahr wurden 2017 zwei Industriehallen auf dem Gelände des Martini-Parks in eine voll funktionsfähige Spielstätte verwandelt. Für die kommenden Jahre wird dies die Hauptspielstätte des Theaters sein. Der Zuschauerraum bietet Platz für rund 620 Besucher, auch Proberäume für Orchester, Schauspieler und Tänzer sowie Büroräume sind vorhanden. Am 24. September 2017 eröffnete das Theater die neue Spielstätte mit einem großen Theaterfest. Parallel dazu laufen die Arbeiten zum Umbau des ehemaligen Ofenhauses auf dem Gaswerkgelände auf Hochtouren. Im Januar 2019 soll hier die erste Produktion auf die Bühne kommen. Vor allem das Ballett findet hier eine neue Heimat, aber auch Werkstätten, Proberäume und Büros werden in einem Neubau untergebracht.

Oktober 2017 Informationsveranstaltung für Anwohner und Gewerbetreibende im Theaterviertel

Am Montag, den 09. Oktober, fand im Weißen Lamm eine Informationsveranstaltung statt, zu der die Anwohner, Eigentümer und Gewerbetreibende des Theaterviertels eingeladen waren. Den Abend moderierte der Pressesprecher der Stadt, Richard Goerlich. In einer kleinen Runde mit interessierten Gästen berichteten die Verantwortlichen, darunter Kulturreferent Thomas Weitzel und Baureferent Gerd Merkle, vom Fortschreiten des Projekts und von den nächsten Schritten. Die Anwesenden konnten Fragen stellen und Anregungen geben. Bald kristallisierte sich heraus, dass vor allem die zukünftige Verkehrssituation die Anwohner und Unternehmer beunruhigt. Einige Geschäfte beispielsweise sind so für ihre Kunden nicht mehr gut erreichbar. Merkle sagte dazu, dass es unmöglich sei, zu behaupten, dass eine solche Großbaustelle keinerlei negativen Veränderungen mit sich brächte. Man bemühe sich jedoch, die Probleme der Betroffenen ernst zu nehmen und Lösungen zu finden. Die Stadtverwaltung steht für Fragen und Anregungen stets zur Verfügung und wird sich dafür einsetzen, dass entstehende Unannehmlichkeiten nach Möglichkeit schnell beseitigt werden.

Dezember 2017 Das neue Orchesterprobengebäude:

Pläne und Entwürfe veröffentlicht Nachdem Baukunstbeirat und Landesdenkmalamt ihre Zustimmung signalisiert hatten, wurden im Rahmen der Stadtratssitzung im Dezember 2017 die von der Öffentlichkeit lang erwarteten Entwürfe für das neue Orchesterprobengebäude vom Architekten Walter Achatz präsentiert. Das Gebäude soll über dem neuen zentralen Technikkeller am Kennedy-Platz entstehen und neben den Proberäumen für das Orchester auch einen Infopoint und die Theaterkasse beherbergen. Die zeitgenössische Architektur zeichnet sich durch Transparenz aus: die gläsernen Fassaden erlauben den Passanten einen Blick ins Innere des Theaterbetriebes. Zu beachten ist jedoch, dass es sich derzeit noch um eine Vorentwurfsplanung handelt und die endgültige Form noch nicht Feststeht.