12.585 Mal „Ja“ zur Theatersanierung

20.06.2016 08:09 | Kultur Theatersanierung

Am gestrigen Sonntag ist der letzte Vorhang im Großen Haus des Theaters gefallen. Nach der Oper „Der Liebestrank“ wurde das denkmalgeschützte Gebäude geschlossen – aus Brandschutz-Gründen. Vorher jedoch gab es ein deutliches Signal pro Theatersanierung.

OB Dr. Kurt Gribl stemmt das Unterschriftenpaket nach dem letzten Vorhang im Großen Haus in die Höhe. Fotos: Ruth Plössel

Ein dickes Paket mit 12.585 Unterschriften hat die Initiative „Theater modern“ in kurzer Zeit gesammelt. Die Unterzeichner drücken damit ihre Unterstützung der Sanierungspläne der Stadtverwaltung aus. Christian Z. Müller, Leiter der Initiative, überreichte direkt nach der letzten Vorstellung das Bündel an Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl.

„Diese Unterschriften sind nicht nur ein klares Bekenntnis aus der Stadtgesellschaft zur Theatersanierung“, sagte Gribl auf der Bühne. „Sie sind auch eine deutliche Aufforderung an die politische Seite, die Förderzusage von 107 Millionen Euro durch den Freistaat zu nutzen und jetzt endlich mit der Sanierung zu beginnen.“ 

Christian Z. Müller (vorne links) von der Initiative „Theater modern“ übergab ein dickes Bündel an OB Dr. Kurt Gribl. 
 

„Es ist Zeit für klare Verhältnisse“

Wie der Rathauschef betont, arbeite die Stadt täglich konsequent an den vorbereitenden Planungen für die Sanierung. Dabei müsse klar sein: „Diese Planungen kosten – und zwar täglich. Es ist Geld, das die Bürger bezahlen. Daher sage ich deutlich an die Adresse der Sanierungskritiker: Es ist Zeit für klare Verhältnisse. Eine zeitliche Hängepartie schadet dem geplanten Vorhaben und damit in erster Linie dem Theater selbst.“

Podcast: OB Dr. Kurt Gribls Appell an die Sanierungskritiker 

Gribl erinnerte auch daran, dass der Bürgerbeteiligungsprozess von den Sanierungskritikern eingefordert wurde. Er habe wichtige Erkenntnisse für die Zukunft der Augsburger Theaterlandschaft gebracht: „Die wichtigste ist, dass viele Bürgerinnen und Bürger an ‚ihrem‘ Theater als selbstverständliche Einrichtung in einer Kulturstadt wie Augsburg auch in Zukunft festhalten wollen.“ 
 

OB reicht Sanierungskritiker noch einmal die Hand

Vor diesem Hintergrund lädt der Oberbürgermeister nach dem letzten Vorhang die Sanierungskritiker noch einmal ein, sich gemeinsam mit der Stadtverwaltung und weiten Teilen der Stadtgesellschaft an der Gestaltung für das bestmögliche Theater der Zukunft in Augsburg zu beteiligen. „Es gibt viele Möglichkeiten, miteinander an diesem Ziel zu arbeiten. Vorausgesetzt, die starre Anti-Haltung hat ein Ende“ sagte Gribl. „Dafür wäre jetzt ein guter Zeitpunkt.“ (pm/rs)