Kapitel 6: Kriegsalltag in Trümmern

Schon seit der Zeit kurz vor Kriegsbeginn war der Alltag von strikter Rationierung der Lebensmittel geprägt. Für deren Bezug wurden Lebensmittelkarten ausgegeben. Vor allem in den letzten beiden Kriegsjahren war Hunger für viele Augsburger an der Tagesordnung.

Die Zeit nach dem Februarangriff 1944 war von Massenbegräbnissen der Todesopfer und der Suche nach Überlebenden bestimmt. Die Lebenssituation der Augsburger Bevölkerung hatte sich aufgrund der starken Zerstörungen dramatisch verschlechtert.

Eine große Zahl an Obdachlosen verließ zu Fuß oder mit Sonderzügen die Stadt. Kinder, Patienten und betagte Menschen wurden evakuiert. Alle anderen mussten im zertrümmerten Augsburg ausharren und sich dort einrichten. Nach den Bombenangriffen wurde die Bevölkerung über mobile Massenküchen verpflegt. Viele Augsburger, die nicht ausgebombt waren, versuchten dennoch aus der Stadt zu fliehen, da mit weiteren Bombenangriffen ständig zu rechnen war. Todesangst in den Luftschutzkellern wechselte mit Erleichterung, wenn wieder Entwarnung gegeben wurde. Die Luftschutzmaßnahmen bildeten dabei aber immer auch ein Element der Disziplinierung durch das NS-Regime.

 

 

 

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