Kapitel 4: Die Bombenangriffe am 25./26. Februar 1944

Im Rahmen der Operation „Big Week“ planten die Alliierten für den Februar 1944 Luftangriffe gegen deutsche Städte und Luftrüstungszentren. Augsburg war eines der Hauptziele.

Am 25. Februar begann um 13.54 Uhr ein in mehreren Wellen ausgeführtes Bombardement der US-Luftwaffe auf die Messerschmitt-Werke. Es starben dabei 125 Personen, davon die Hälfte KZ-Häftlinge, die unter Zwang für das Rüstungsunternehmen arbeiteten.

Noch weitaus verheerender waren jedoch die beiden zwischen 22.40 und 1.40 Uhr folgenden Angriffswellen der Royal Air Force. Zunächst fielen Leuchtbomben auf die Stadt, danach so genannte „Target-Indicator-Bomben“, die ein farbiges Feuer entfachten. Mittels Sichtmarkierern wurde der Bereich abgesteckt, der durch Sprengbomben und Luftminen eingeebnet werden sollte. Die Flüssig- und Stabbrandbomben, die von den Fliegern anschließend entladen wurden, um die Ruinen in Brand zu versetzen, entfachten in Augsburg wegen der extremen Kälte (-18 ° C) und ungenauer Zielmarkierung jedoch keinen Feuersturm wie in anderen deutschen Städten.

66 Großbrände entstanden, bei denen die Löscharbeiten durch das gefrierende Löschwasser beinahe unmöglich waren. Der Februarangriff kostete über 730 Menschen das Leben, 1.335 Menschen wurden verletzt.

 

 

 

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