3.2 Luftangriffe auf Augsburg

Der Bombenkrieg stellte für die Augsburger Bevölkerung eine vierjährige Erfahrung dar, wobei Phasen mit unterschiedlicher Intensität auszumachen sind. Durch seine Lage im Süden des Deutschen Reichs war Augsburg zunächst relativ sicher vor Bombardements. Zwischen 1940 und 1943 gab es in der Stadt zwar 39 Luftalarme, aber nur vier Angriffe. Vor allem der Tagangriff auf die MAN am 17. April 1942 erregte in Großbritannien und Deutschland großes Presseecho.

Als die Amerikaner 1943 eine zusätzliche Luftflotte (15. USAAF) in Italien stationieren konnten, stieg für die Augsburgerinnen und Augsburger die Bedrohung durch Angriffe aus der Luft deutlich an.

Zwischen Februar 1944 und April 1945 wurde Augsburg wiederholt bombardiert. Ziel der Angriffe, darunter der verheerende Luftangriff am 25./26. Februar 1944, waren die kriegswichtige Industrie, die Verkehrsverbindungen, aber auch die Zivilbevölkerung im Stadtgebiet. Der Luftkrieg mit seinen Bombardements und Tieffliegerangriffen zog dabei auch die Umlandgemeinden in Mitleidenschaft.

Den Bombenangriffen britischer und US-amerikanischer Streitkräfte auf Augsburg fielen im weiteren Verlauf des Krieges mindestens 1.499 Menschen zum Opfer, darunter auch zahlreiche Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge, die nicht in den Bunkern Schutz suchen durften. Die Zahl der Verletzten ist unbekannt.

 

 

 

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