3.1 Der Luftkrieg über Europa

Mit der Bombardierung Warschaus begann die Wehrmacht 1939 den Luftkrieg über Europa. Im Mai des Folgejahres zerstörten deutsche Bomber die Innenstadt von Rotterdam. Nach der Niederlage in Frankreich begann die britische Royal Air Force (RAF) mit Angriffen auf deutsche Städte.

Die deutsche Wehrmacht weitete ihrerseits die Angriffe auf Großbritannien aus, vor allem auf London und Coventry, wobei auch Wohngebiete zerstört wurden. Augsburg war mit den Werken von Messerschmitt, der MAN und Keller & Knappich eines der wichtigsten Zentren der deutschen Luftrüstung. Zunächst lag die Stadt aber noch am Rand des Einsatzradius der alliierten Bomber. Die britischen Streitkräfte bauten in der Folge die RAF stark aus, um in deutschen Städten sogenannte „Feuerstürme“ zu entfachen. Sie sollten verheerende Zerstörungen in Industriegebieten und Wohnvierteln erzeugen, um die Industrie Deutschlands zu schwächen und die Bevölkerung zum Aufgeben zu bewegen (Moral Bombing). Seit dem amerikanischen Kriegsbeitritt im Dezember 1941 verlegte die United States Army Airforce (USAAF) ebenfalls Bomber nach Europa.

In den Jahren 1942 und 1943 wurden nach der alliierten Luftkriegsstrategie zunächst die Innenstädte von Lübeck und Hamburg zu Zielen. Vor allem in Hamburg waren die Auswirkungen verheerend, 34.000 Menschen starben.

 

 

 

Zum Vergrößern auf das Bild bitte klicken