Die Stadt ein Feuermeer

Augsburg im Luftkrieg
1942 – 1945
Eine Ausstellung des
Stadtarchivs Augsburg

 

Am 25. und 26. Februar 2021 jährt sich der in seinen Auswirkungen verheerendste aller 19 Bombenangriffe auf die Stadt Augsburg im 2. Weltkrieg zum 77. Mal. Das am Freitag, dem 25. Februar 1944 gegen 13.52 durch britische und US-amerikanische Streitkräfte begonnene und in mehreren Wellen ausgeführte Flächenbombardement bildete den Höhepunkt der Zerstörungen, die Augsburg während des Luftkriegs in den Jahren 1942 bis 1945 erlitt. Zahlreiche bedeutende Baudenkmäler, darunter das historische Rathaus mit dem Perlachturm, die Fuggerhäuser, das Weber-, Bäckerzunft- und Welserhaus, die Fuggerei, das Stadttheater, das Jakober- und Vogeltor und acht Gotteshäuser, wurden in diesen Tagen durch Bomben und Feuer unwiederbringlich vernichtet. Besonders schwer betroffen waren die Innenstadtbereiche rund um die Karl- und Ludwigstraße, die Bäckergasse, die Viertel am Predigerberg und in der Jakobervorstadt. Auch in der Wertachvorstadt und in den Stadtteilen Lechhausen und Oberhausen sowie im Vorort Haunstetten kam es zu großflächigen Zerstörungen.

Den Bombenangriffen fielen im Kriegsverlauf mindestens 1.499 Menschen zum Opfer, darunter auch zahlreiche Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge, die keinen Schutz suchen konnten. 185.000 Einwohner Augsburgs wurden obdachlos, 80.000 Menschen verließen in einer großen Fluchtwelle die Stadt. Evakuierungen, Lebensmittelrationierung, Trümmer und Notbauten bestimmten bis in die 1950er Jahre das Lebensumfeld in Augsburg.

Das Stadtarchiv Augsburg hat zum 75. Jahrtag der sogenannten „Bombennacht“ eine Ausstellung erarbeitet, die alljährlich im Unteren Fletz des Rathauses der Öffentlichkeit präsentiert wird. Da hierzu aufgrund der aktuellen Situation heuer keine Möglichkeit besteht, werden die Ausstellungselemente hier digital zur Verfügung gestellt.