Die Jüdische Synagoge. Quelle: S.Kerpf/Stadt Augsburg

Jüdisches Museum Augsburg-Schwaben – Die Geschichte der Jüdinnen und Juden in der Stadt und in den Landgemeinden

Innenstadt

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben wurde 1985 gegründet und ist damit das erste selbstständige Jüdische Museum der Bundesrepublik Deutschland. Es befindet sich im Westtrakt der eindrucksvollen, am 4. April 1917 eingeweihten Augsburger Synagoge in der Halderstraße, die von der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg genutzt wird. Die Synagoge wurde während des Novemberpogroms 1938 zwar geschändet und beschädigt, aber nicht zerstört und ist damit die älteste Großstadtsynagoge Bayerns, die bei jedem Museumsbesuch besichtigt werden kann.

Die Dauerausstellung ist im Synagogengebäude in der Innenstadt untergebracht und dokumentiert die Geschichte der Jüdinnen und Juden in Augsburg und Bayerisch-Schwaben vom frühen 13. Jahrhundert bis heute.

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben versteht sich als historisches Museum, das aus der lokalen und regionalen jüdischen Geschichte heraus Bezüge zu gegenwärtigen gesellschaftlichen Fragen herstellt. Es ist ein Ort, an dem Aspekte von Migration, Integration, Heimat und Kultur aus der Perspektive einer Minderheit diskutiert werden – und ein Ort, an dem gezeigt wird, dass Vielfalt weder Bedrohung noch Bereicherung, sondern Normalität ist.

Ehemalige Synagoge Kriegshaber

2014 wurde als zweiter Standort des Museums die Ehemalige Synagoge im Stadtteil Kriegshaber eröffnet. Sie ist die älteste erhaltene Synagoge in Bayerisch-Schwaben und war das Zentrum einer religiös, kulturell und wirtschaftlich bedeutenden jüdischen Gemeinde vor den Toren der Stadt Augsburg. 1917 schloss sich die Kriegshaberer Gemeinde mit der Innenstadtgemeinde zusammen. 

Dank des denkmalpflegerischen Konzepts der Sanierung sind im Innern der ehemaligen Synagoge eindrucksvolle Spuren ihrer Geschichte erhalten. Die Synagoge sowie die Häuser in der Umgebung, in denen Jüdinnen und Juden wohnten, zeigen in ganz besonderer Weise, dass die jüdische Geschichte Augsburgs nicht ohne die der Landgemeinden in Schwaben erzählt werden kann. Ein Multimedia-Guide steht zur Verfügung, um die Haussynagoge und das jüdische Kriegshaber zu entdecken.

Beide Synagogen wurden während des Nationalsozialismus nicht zerstört. Zusammen mit den beiden jüdischen Friedhöfen und weiteren Orten in der Stadt besitzt Augsburg ein reiches jüdisches Erbe, das es zu entdecken lohnt.  

Programm

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben bietet zahlreiche Themenführungen und Veranstaltungen an, mit denen die Geschichte und Gegenwart des jüdischen Lebens in Augsburg und der Region erkundet werden kann.

Das Programmheft finden Sie hier.

Zu den öffentlichen Führungen geht es hier.