Die Jüdische Synagoge. Quelle: S.Kerpf/Stadt Augsburg

Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben – Die Geschichte der Juden vom Mittelalter bis heute

Das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben wurde 1985 als Museum in der Synagoge gegründet und ist damit das erste selbstständige Jüdische Museum in der Bundesrepublik. Es befindet sich im Westtrakt der Augsburger Synagoge, die 2017 ihr hundertjähriges Bestehen feiern konnte und bei jedem Museumsbesuch besichtigt werden kann.

Die 2006 neu konzipierte Dauerausstellung dokumentiert die reiche Kultur und wechselvolle Geschichte der Juden in Augsburg und Schwaben vom Mittelalter bis heute. Sie thematisiert und erklärt die religiöse Praxis im Wandel der Zeit und macht jüdische Geschichte als integralen Bestandteil der Augsburger und der schwäbischen Geschichte sichtbar.

Fotoportraits des Berliner Fotografen Michael Melcer zeigen die heutige Gemeinde mit ihren unterschiedlichen Migrationserfahrungen. Interaktive Medien und Hörstationen ergänzen die Präsentation. Spezielle Stationen für Kinder sollen die Thematik auch den kleinen Museumsbesuchern nahe bringen. 

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Außenansicht der Synagoge in der Halderstraße. Foto: Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben/Franz Kimmel
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Innenansicht der Synagoge. Foto: Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben/Wolfgang B. Kleiner
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Blick in die Kuppel der Synagoge. Foto: Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben/Franz Kimmel
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Die Dauerausstellung des Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben. Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben/Wolfgang B. Kleiner

Museumsdependance Ehemalige Synagoge Kriegshaber

Im Jahr 2014 wurde die Zweigstelle des Museums im Stadtteil Kriegshaber eröffnet. Die Museumsdependance Ehemalige Synagoge Kriegshaber ist das älteste erhaltene jüdische Gotteshaus in Bayerisch-Schwaben. Sie war das Zentrum einer religiös, kulturell und wirtschaftlich bedeutenden jüdischen Gemeinde vor den Toren der Stadt Augsburg, die sich mit deren Innenstadtgemeinde erst 1917 zusammenschloss. Dank des denkmalpflegerischen Konzepts der Sanierung sind im Innern der ehemaligen Synagoge eindrucksvolle Spuren ihrer wechselhaften Geschichte erhalten. Zusammen mit der Rabbiner-Wohnung im Erdgeschoss bietet sie Raum für Lernen, Erinnerung und kulturellen Austausch.

Beide Synagogen wurden während des Nationalsozialismus geschändet und entweiht, aber nicht zerstört. Zusammen mit den beiden jüdischen Friedhöfen und weiteren Orten in der Stadt besitzt Augsburg ein reiches jüdisches Erbe, das es zu entdecken lohnt. 

 

 

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Die ehemalige Synagoge Kriegshaber im Häuserensemble der Ulmer Straße. Foto: Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben/Franz Kimmel
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Die aktuelle Wechselausstellung in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber, Zweigstelle des Jüdischen Kulturmuseums. Foto: Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
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Außenansicht der ehemaligen Synagoge Kriegshaber. Foto: Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben/Franz Kimmel
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Blick in die aktuelle Wechselausstellung „Eine Erinnerung ist eine Erinnerung ist eine Erinnerung? Judaica aus dem Umfeld der Synagoge Kriegshaber“ (noch bis zum 17. Juni 2018 zu sehen). Foto: Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben/Franz Kimmel

Programm

Das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben bietet zahlreiche Themenführungen und Veranstaltungen an, mit denen die Geschichte und Gegenwart des jüdischen Lebens in Augsburg und der Region erkundet werden kann.

Das Programmheft finden Sie hier.