Phase I: Auftaktveranstaltungen am 25./26. April und Onlinebeteiligung

Bereits zum Jahresbeginn besuchte die beauftragte Bietergemeinschaft „Embassy of Culture“ und „frankonzept“ die städtischen Kunstsammlungen und Museen, um hier mit Museumsleitern und MitarbeiterInnen Gespräche zu führen und sich so ein Bild der Vorstellungen und Wünsche derjenigen zu machen, die tagtäglich in den Museen arbeiten. Im April 2018 hatten alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich aktiv in den Prozess einzubringen, Ihre Perspektive als NutzerIn der kulturellen Angebote zu äußern und so zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Strategie beizutragen. Alle Inhalte aus Phase I und II fließen in die Dokumentation, die dem Stadtrat 2019 vorgelegt wird.

Impressionen der Auftaktveranstaltung

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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. 26. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg
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Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am 25. April. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg

Impulsvortrag von Dr. Volker Rodekamp, Direktor der Städtischen Museen Leipzig

 

„Was wünschen Sie sich von Ihren Augsburger Museen?“ – „Welche Themen sind Ihnen für die städtische Museumslandschaft besonders wichtig?“

Zu diesen Fragestellungen fanden zwei Auftaktabende mit Vorträgen und Diskussionen statt. Dr Matthias Henkel („Embassy of Culture“) und Dr. Jochen Ramming („frankonzept“) haben beide Abende als Moderatoren begleitet.
 

1. Teil: „Museen zwischen Pflicht & Kür“

am Mittwoch, den 25. April, 19:30 Uhr
Stadtwerke-Saal, Hoher Weg 1, 86152 Augsburg

Im Stadtwerke-Saal fand an diesem Abend eine Podiumsdiskussion statt, an der Expertinnen und Experten über die Pflichtaufgaben und die gesellschaftlichen Herausforderungen der Museen diskutierten. Für den Impulsvortrag konnte Dr. Volker Rodekamp, der Direktor der Städtischen Museen Leipzig, gewonnen werden.

Volker Rodekamp skizzierte die “Museen im Wandel”, d.h. die gesellschaftlichen Anforderungen, denen sich die Institution Museum derzeit zu stellen hat. Im Rahmen seines Vortrags formulierte er 10 Forderungen an eine zeitgemäße Museumsarbeit:

 

  1. Museen sollten Ihre Kernaufgaben weiterhin ernst nehmen.
  2. Die gesellschaftliche Relevanz der Institution Museum müsse geschärft werden.
  3. Die Museen sollten weniger Sammlungen präsentieren als vielmehr (historische) Zusammenhänge hinterfragen.
  4. Es solle den Museen mehr darum gehen, Menschen anzuregen als nur Fakten zu präsentieren.
  5. Museen sollten schneller werden, um besser auf gesellschaftliche Anforderungen reagieren zu können.
  6. Institutionelle Ängstlichkeit sollte abgelegt werden, um mehr Mut auch zum Scheitern von kreativen Projekten möglich zu machen.
  7. Museen sollten bewußter in einen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern treten.
  8. Die Sprache der KuratorInnen solle mehr der Sprache der BesucherInnen entsprechen.
  9. Es gilt, die Komplexität der Welt auf die Lebenswelt der BesucherInnen zu Beziehen.
  10. Museen sollten in der Stadt und mit der Stadt handeln.

An der anschließenden Podiumsdiskussion beteiligten sich:

  • Dr. Karl Borromäus Murr, Leiter des Textil- und Industriemuseums Augsburg
  • Dr. Astrid Pellengahr, Leiterin der Landesstelle für die Nichtstaatlichen Museen in Bayern
  • Dr. Volker Rodekamp, Direktor der Städtischen Museen, Leipzig
  • Dr. Christof Trepesch, Direktor der Kunstsammlungen und Museen der Stadt Augsburg
  • Thomas Weitzel, Kulturreferent der Stadt Augsburg

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion entstand mit dem mit über 130 Personen gut besetzten Auditorium eine rege Diskussion zur Augsburger Museumslandschaft.

2. Teil: „Museen zwischen Wunsch und Wirklichkeit“

am Donnerstag, den 26. April, 18:00 Uhr
Oberer Fletz im Rathaus, Rathausplatz 2, 86150 Augsburg

 

Am 26. April 2018 fand im Oberen Fletz des Rathauses der Stadt Augsburg unter dem Titel “Wunsch & Wirklichkeit” eine zweite Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung statt.

Zunächst wurden die Thesen der Veranstaltung vom Vortrag für die ca. 120 anwesenden Bürgerinnen und Bürger zusammengefasst (Dr. Matthias Henkel). Dann wurden erste Einblicke in die Erarbeitung der historischen Genese und der gegenwärtigen Situation der Augsburger Museumslandschaft gegeben (Dr. Jochen Ramming).

Im partizipativen Teil der Veranstaltung waren dann die Augsburger Bürgerinnen und Bürger gebeten, anhand von Leitfragen Ihre persönliche Wahrnehmung der Museumslandschaft, ihre Erwartungen und ihre Motivation bei einem Museumsbesuch zu formulieren und sich dazu zu äußern, welche neuen Angebote der Museen noch wünschenswert seien. Den Abschluss des Abends bildeten zwei exemplarische Vorstellung der beiden Arbeitsgruppen zur Rolle der Museen in der Gesellschaft und zur Motivation für den Museumsbesuch.

Die im Rahmen der Veranstaltung erarbeiteten Aspekte werden in die fortlaufende Analyse und schließlich in die Entwicklung der Vision für die Augsburger Museumslandschaft einfließen und sollen auch bei der nächsten Bürgerwerkstatt im Oktober weiter diskutiert werden. 

Onlinebeteiligung

Vom 7. Mai bis 10. Juni führte das Kulturreferat in Kooperation mit den beiden Agenturen und in Absprache mit den Kunstsammlungen Augsburg eine Online Umfrage durch. Ziel der Umfrage war es, die Besucherschaft der Augsburger Museen besser kennenzulernen, die sozio-demografische Zusammensetzung der Museumsbesucherinnen und -besucher, ihr generelles kulturelles Interesse und Engagement, ihr Besuchsverhalten, ihre Zufriedenheit mit der Museumslandschaft generell und mit den einzelnen Häusern im Besonderen zu erfahren. An der Onlineumfrage nahmen 527 Probanden teil, der Fragebogen setze sich aus 14 geschlossenen Fragen zusammen welcher mittels dem Statistik Programm SPSS und in Zusammenarbeit Agentur bms Marketing research + strategy ausgewertet wurde.

Alle eingegangenen  Daten wurden ausgewertet und können hier heruntergeladen werden.