Zukunft der Museumslandschaft. Foto: Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Die Museen als kulturelle Akteure in der Stadt und für die Stadt

Die Stadt Augsburg besitzt eine reiche und vielfältige Museumslandschaft, die tief in der Stadtgeschichte und der Stadtgesellschaft verwurzelt ist.

Im Rahmen des Kulturentwicklungskonzeptes der Stadt Augsburg (kek) wird derzeit ein Museumsentwicklungsplan erarbeitet. Basierend auf einem Auswahlverfahren wurde dafür die Bietergemeinschaft „Embassy of Culture“ (Berlin)  und „frankonzept“ (Würzburg) beauftragt, ein tragfähiges und zukunftsweisendes Entwicklungskonzept für die einzigartige städtische Museumslandschaft zu erstellen. Dies geschieht gemeinsam mit dem Kulturreferat und den Augsburger Kunstsammlungen.

Eine von städtischer Seite organisierte Lenkungsgruppe begleitet den Prozess. Dieser Beirat besteht aus Vertretern der Fraktionen, des Kulturreferates, der Kunstsammlungen und Museen Augsburg, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen Augsburg, des Kulturbeirates und der beauftragten Agenturen.

Hierbei handelt es sich um eine qualitative Betrachtung der Potenziale der einzelnen Einrichtungen. Im Zentrum dieser Untersuchung stehen die Kunstsammlungen und Museen der Stadt Augsburg:

Damit die Museen heute zeitgemäß ihre institutionellen Aufgaben erfüllen können, ist es erforderlich, die institutionellen Erfordernisse und die gesellschaftlichen Anforderungen miteinander in Beziehung zu setzen. Um diesen Dialog zwischen der Stadtgesellschaft und ihren Museen in Gang zu setzen, lädt das Kulturreferat gemeinsam mit den Kunstsammlungen und Museen der Stadt Augsburg die interessierten Bürgerinnen und Bürger ein.

Die klassischen Aufgaben eines Museums werden oft mit folgenden Pflichtaufgaben umschrieben: sammeln, bewahren, erforschen, präsentieren, vermitteln. Aber: unsere Gesellschaften wandeln sich und so wandelt sich auch das Anforderungsprofil der Museen: Standen einst die Objekte der Sammlung ganz im Zentrum der Museumsarbeit, so entwickeln sich die Museen heute zu besucherorientierten Lern- und Erlebnisorten; lag einst die Deutungshoheit allein in der Hand der Kuratorinnen und Kuratoren, verstehen sich die Museen heute eher als Dialogpartner für die Stadtgesellschaften. Mit dieser Öffnung stehen Museen vor neuen Herausforderungen: Zur Pflicht kommt nun die Kür.

Vor diesem Hintergrund bietet es sich an, im Rahmen des Kulturentwicklungskonzeptes einen begleitenden Dialog mit der Augsburger Bürgergesellschaft zu führen, um gemeinsam zu erarbeiten, welche zusätzlichen Anforderungen die Augsburger Stadtgesellschaft an Ihre Museen stellt.