75 Jahre Bombennacht

Am 25. und 26. Februar jährt sich der Bombenangriff auf Augsburg im Zweiten Weltkrieg zum 75. Mal. Mit Ausstellungen, einem Gottesdienst und einer Gedenkstunde wird an die Geschehnisse erinnert.

Der Bombenangriff am 25. und 26. Februar 1944 war der in seiner Auswirkung verheerendste aller 19 Luftangriffe auf Augsburg im Zweiten Weltkrieg. Im Jahr 1944 schlug der von den Nationalsozialisten begonnene Krieg auf zerstörerische Weise auf Augsburg zurück: Weite Teile der historischen Altstadt und zahlreiche bedeutende Baudenkmäler wie das historische Rathaus, der Perlachturm und die Fuggerei wurden durch Bomben und Feuer schwer beschädigt oder ganz zerstört.

Den Bombenangriffen fielen im Kriegsverlauf rund 1.500 Menschen zum Opfer, darunter zahlreiche Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge, denen der Zutritt zu den Luftschutzräumen verwehrt wurde. Tausende Augsburger wurden obdachlos, 80.000 Menschen verließen in einer großen Fluchtwelle die Stadt.

Historische Fotografien aus dem Jahr 1944

Formen der Erinnerungskultur

Die Ereignisse dieser Tage und die Folgen haben sich in das Gedächtnis der Stadt eingebrannt und auch Spuren im Stadtbild hinterlassen. In Kooperation mit verschiedenen Institutionen widmet sich die Stadt Augsburg in Veranstaltungen und Ausstellungen dem Gedenken an dieses Ereignis. Es wird mit den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges in einen historischen Kontext gestellt und mit Formen der Erinnerungskultur verknüpft.

Ausstellung im Unteren Fletz des Rathauses

Unter dem Titel „Die Stadt ein Feuermeer. Augsburg im Luftkrieg 1942 - 1945“ zeigt das Stadtarchiv vom 15. Februar bis 24. März im Unteren Fletz im Rathaus eine neu konzipierte Ausstellung. Im Zentrum der Ausstellung stehen Fotografien, die mit Zeitzeugenberichten ergänzt werden. Augsburgerinnen und Augsburger erzählen von ihrem Alltag im Zweiten Weltkrieg und wie sie den Bombenangriff am 25. und 26. Februar 1944 erlebt haben. Der Eintritt ist frei.

Fototafeln an 22 Orten in der Innenstadt

Tafeln mit historischen Fotos an 22 verschiedenen Orten in der Innenstadt  begleiten die Ausstellung. Sie zeigen den Zustand der Stadt nach den Luftangriffen der Alliierten damals, eröffnen durch ihren
Standpunkt aber auch eine Perspektive auf den Wiederaufbau.

Präsentation persönlicher Erinnerungsstücke im Stadtarchiv

Schweinebraten, Theaterkarte, Gemälde mit Pferdekopf: Unter dem Titel „...geborgen und bewahrt. Erinnerungsstücke zur Augsburger Bombennacht“ zeigt das Stadtarchiv vom 18. Februar bis 12. März eine kleine Präsentation mit persönlichen Erinnerungsstücken. Die Objekte stammen aus Privatbesitz. Sie wurden von ihren Eigentümern aus den Trümmern gerettet und bis heute aufbewahrt.

Erinnerungs-Stücke im Stadtarchiv

Montag, 25. Februar: Gedenkgottesdienst und Gedenkstunde

Am Montag, 25. Februar, findet um 17 Uhr in der St. Anna-Kirche ein ökumenischer Gottesdienst statt. Zur anschließenden öffentlichen Gedenkstunde spricht Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl um 18 Uhr im Oberen Rathausfletz.

Dienstag, 26. Februar: Podiumsdiskussion „Augsburg im Bombenkrieg“

Unter dem Motto „Augsburg im Bombenkrieg. 75 Jahre Ereignis, Erfahrung, Erinnerung“ findet am Dienstag, 26. Februar, um 18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr) im Stadtarchiv eine offene Podiumsdiskussion statt.

Das ausführliche Begleitprogramm finden Sie hier.