Sport- und Bäderentwicklungsplan. Foto: Siegfried Kerpf

Auf die Plätze, fertig, Sport – Sport- und Bäder-Entwicklungsplan

Augsburgs Sportanlagen sollen fit gemacht werden für die Zukunft. Wie genau, das erarbeitet die Stadt in ihrem Sport- und Bäderentwicklungsplan. Dabei ist die Meinung der Bürger gefragt.

2015 wurde – gemeinsam mit Bürgern, Sportlern, Schulen und Vereinen – erarbeitet, welche Anforderungen Augsburgs Sportanlagen künftig erfüllen sollen. Jetzt beginnt die entscheidende Phase des Projekts. Um die festgelegten Ziele zu erfüllen, müssen konkrete Maßnahmen erarbeitet werden.

Mitgestalten: Workshops

Am 18. April 2016 findet der Workshop „Sport im Quartier“ statt – im Atrium der Handwerkskammer für Schwaben, Siebentischstr. 52–58, 86161 Augsburg. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr. Thema ist das Sport- und Bewegungsangebot in den Sozialräumen. Bürger sind eingeladen, ihre Ideen für die Gestaltung der Sport- und Freizeitstruktur in ihrem Stadtteil einzubringen.

Anfang Februar fanden bereits drei Workshops statt – zu den Themen „Sport im Verein“, „Sport und Schule“ und „Sport im Freiraum“. Vereine, Schulen und sportinteressierte Bürger waren eingeladen, die Zukunft der Augsburger Sportlandschaft mitzugestalten.

So liefen die Workshops ab: Das Sportreferat stellte die vom Stadtrat beschlossenen Leit- und Entwicklungsziele vor. Anschließend hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, in Gruppen die seitens der Gutachter vorgeschlagenen Maßnahmen zur Umsetzung der festgelegten Ziele zu bewerten und selbst Vorschläge einzubringen. Die Ergebnisse werden dem Stadtrat vorgelegt. Dieser entscheidet dann über die Maßnahmen der Sport- und Bäderentwicklungsplanung.

Fit für die Zukunft: Sport- und Bäderentwicklungsplan

In Augsburg steckt jede Menge Sport. Doch da geht noch mehr. Während die Vereine rückläufige Mitgliederzahlen verzeichnen, steigt die Zahl der Freizeitsportler. Darum stellt sich die Stadt Augsburg die Fragen: Sind die Sportmöglichkeiten noch zeitgemäß? Stimmen Qualität und Funktionalität? Gibt es Luft nach oben – auch in puncto Nachhaltigkeit?

Bäder und Außensportanlagen, Hobby- und Vereinssport – die gesamte Sport-Infrastruktur steht auf dem Prüfstand. In einem ersten Schritt wurden die Bürger zur Sport- und Bädersituation befragt. Auch bei Vereinen und Schulen wurde nachgehakt; Sportstätten, Außenanlagen und Bäder wurden überprüft. 

Aus den Untersuchungsergebnissen wurden strategische Leit- und Entwicklungsziele formuliert. Am 17. Dezember 2015 hat der Stadtrat diese einstimmig beschlossen: Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die soziale Komponente des Sports gelegt – im Hinblick auf integrative, inklusive und gemeinschaftsbildende Maßnahmen. Bei der Gewinnung neuer Bewegungs- und Erholungsräume ist der Einklang mit dem Naturschutz herzustellen. Des Weiteren wurde die Bedeutung des Sports als unverzichtbares Bildungsgut im Hinblick auf die Bewegungserziehung verankert.

Unterstützung kommt von einem Expertenteam: Prof. Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Direktor des Instituts für Sportwissenschaft an der Uni Augsburg, Prof. Robin Kähler von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Landschaftsarchitekten von Eger & Partner begleiten den Prozess.

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