Tag des offenen Denkmals

Einmal im Jahr öffnen sonst verschlossene Denkmäler ihre Pforten. Auch in Augsburg.

Beim Denkmaltag wird das breite Feld des Themas Denkmäler an vielen Beispielen vorgestellt, wobei die Bauwerke es nicht alleine sind, die hier im Mittelpunkt stehen. Ergänzt werden diese durch Vorführungen im Handwerk und geführten Rundgängen.

Von besonderer Bedeutung ist die Präsentation der einmaligen historischen Wassertechnik in Augsburg mit den Wassertürmen und den Triebwerkskanälen, die für das Handwerk so wichtig waren; sie sind nun auch Inhalt für die Bewerbung der Stadt Augsburg als Stätte eines Weltkulturerbes.

Tag des offenen Denkmals am 8. September 2019

Auch 2019 beteiligt sich Augsburg wieder am deutschlandweiten Tag des offenen Denkmals. Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ öffnen zahlreiche sonst verschlossene Augsburger Denkmäler ihre Pforten.

Sakralbauten, Bürgerhaäuser oder Bauten der Industrialisierung

Anlass für das diesjährige Motto ist das 100-jährige Jubiläum des Bauhauses. Allgemein soll sich der Blick  auf die revolutionären Ideen und technischen Fortschritte der vergangenen Jahrhunderte richten. Wie haben diese rasanten Entwicklungen auch neue Kunst- und Baustile hervorgebracht. Diese Stillwandel stellen ein Zeitzeugnis von Kultur, Gesellschaft und Politik dar. Umbrüche, die überall zu finden sind – auch in Augsburer Kirchen, Häusern oder Industriebauten. 

Die geöffneten Denkmäler werden ergänzt durch geführte Rundgänge durch die Stadt und Museen. Auch die Bauten des Augsburger Wassersystems sind im Kontext der Architektur eine Betrachtung wert und am diesen Tag zu besichtigen. Sie wurden 2019 zum UNESCO-Welterbe erhoben.

Seit 1984

Jacques Lang rief diesen Denkmaltag 1984 ins Leben. Seit 1993 beteiligt sich auch Deutschland daran. Ziel ist es, den Bürgern hierzulande und in allen Staaten Europas deutlich zu machen, dass Baukunst und bildende Kunst in Europa eine gemeinsame Kultur darstellen. Insoweit werden die architektonischen Schätze der Städte und Länder ihrer Heimat gezeigt und die historischen Gebäude und Objekte in den geschichtlichen Kontext gestellt.