KARO [10] : Programm 3. Februar

Karo 10
Bildnachweis: Stadt Augsburg
03.02.2026
14:00 Uhr - 19:00 Uhr
KARO [10]
Karolinenstraße 10
86150 Augsburg
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14:00 – 19:00: Wikipedia-Schreibwerkstatt: Cyberfeminismus trifft Stadtgeschichte
Gemeinsam schreiben, um Frauen und FLINTA sichtbar zu machen. Eine Anschlussveranstaltung zum neuen Augsburger Frauen*-Stadtplan

Mit Chris Regn (Konzeptkünstlerin, Kuratorin und Archivarin) von Who writes his_tory?
im Workshopraum Karo [10] (Karolinenstraße 10, 86150 Augsburg)

  • Teil 1: 14 bis 16 Uhr – Gemeinsames Schreiben

  • 16 Uhr Pause inkl. Verpflegung

  • Teil 2: 17 bis 19 Uhr – Theoretische Einführung: Wikipedia als feministisches Tools

  • Die Veranstaltung ist offen gestaltet – Du kannst an beiden Teilen teilnehmen oder dich für einen einzelnen Teil entscheiden.

 Freier Eintritt | Bitte eigenen Laptop mitbringen
Offen für alle | Keine Vorkenntnisse nötig

Anmeldung über: veranstaltung-glst@augsburg.de

Im Anschluss an die Veröffentlichung des neuen Augsburger Frauen*-Stadtplans, der Frauen in unserer Stadt sichtbar macht, veranstaltet
die Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg in Kooperation mit dem Friedensbüro eine Cyberfeministische Wikipedia-Schreibwerkstatt.
Zu Gast ist Chris Regn von Who writes his_tory?

Who writes his_tory? lädt dazu ein, die Sichtbarkeit von kollektiver Arbeit und FLINTA* zu erhöhen. Dazu nutzen wir Wikipedia als
vielschichtiges, ambivalentes Werkzeug, denn sie ist nach wie vor die meistbesuchte nicht-kommerzielle Website weltweit. Gemeinsam 
editieren wir mit feministischem Blick Artikel von FLINTA*: Wie sind Frauen, Lesben, Inter Menschen, Nichtbinäre Menschen, Trans Menschen
und Agender Menschen auf Wikipedia repräsentiert, und wie unterschiedlich werden sie in den verschiedenen Sprachversionen dargestellt?
Wer mehrere Sprachen spricht, ist eingeladen, Artikel zu übersetzen, zu aktualisieren und anzupassen.

Die Werkstatt kann mit oder ohne Wikipedia-Vorkenntnisse besucht werden. Teilnehmende ohne Vorkenntnisse lernen die Anatomie der
Wikipedia kennen, legen ein eigenes Konto an und erfahren, wie Bearbeitungen auf Wikipedia vorgenommen werden. Wer bereits Kenntnisse
hat, kann direkt eintauchen. Bringt euren Laptop mit!

Who writes his_tory? wünscht sich ein sprachübergreifendes, cyberfeministisches, kollektiv agierendes Netzwerk mit dem längerfristigen Ziel,
die Wikipedia zu öffnen, Ausschlüsse anzugehen, Kategorien zu erweitern und so neue Webweiten herzustellen. Wir möchten, dass die Wikipedia
nicht überwiegend bis ausschließlich männlich formuliert weiterarbeitet sowie weniger Entmutigung und Löschkultur sehen und erleben. Das Ziel
soll nicht einzig sein, den Anteil der Schreibenden und repräsentierten Frauen zu erhöhen, sondern eine diverse Netzkultur zu leben und einladende,
intersektional-feministische Strukturen zu schaffen, ohne dabei Geschlechterzwänge zu verfestigen, um die Wikipedia zu einem sympathischen, nicht
kommerziellen, basisdemokratischen Lexikon – in der Verantwortung eines weltweit vielgenutzten Informationsmittels – zu erweitern.

* FLINTA ist eine Abkürzung. Sie steht für Frauen, Lesben, Inter Menschen, Nichtbinäre Menschen, Trans Menschen und Agender Menschen.

Ab 19.00: ROY-Preisverleihung

Mit der ROY-Preisverleihung ehrt die Stadt Augsburg die Akteurinnen und Akteure der lokalen Popkulturszene. Im Zentrum des moderierten Abends in der Zwischennutzung KARO [10] steht die Verkündigung und öffentliche Auszeichnung der Preisträgerinnen und Preisträger 2025 durch namhafte Laudatorinnen und Laudatoren der popkulturellen Szene. Im Anschluss an die Verleihung lädt das Büro für Popkultur zu Snacks und Drinks ein.

Bis 8. Februar: Millionen Punkte in einer 3-dimensionalen Matrix werden durch Transparenz, Kontraste und Farbgebung zu einem Kunstwerk

Mit seiner PanoramaArt schafft Sven Exenberger Werke, die uns aus unseren Wahrnehmungsgewohnheiten herausstoßen. Im Betrachten oszillieren wir zwischen Intensitätszonen, die ständig neu miteinander in Beziehung treten und parallele Gegenwarten konstruieren. Mit dem Effekt, dass unsere Phantasie scheinbar virtuelle Spuren im Werk entdeckt und ein Kreislauf zwischen objektiver Wahrnehmung und ihrer virtuellen Seite beginnt: Der Beginn einer inneren Montage - das Mysterium im Wirklichen. In gewisser Weise üben Sven Exenbergers Werke Effekte auf unser Nervensystem aus und sie zwingen uns dazu, die Ordnungsprinzipien unseres Gehirns auszuschalten. Es ist diese Ebenendifferenz, die unmittelbar elektrisiert, indem sie das gegenständliche Bild des Denkens stört. Unser Gehirn wird quasi gezwungen, sich dem Chaos zu stellen und ein tieferes Empfinden der Realität zu erschaffen. Wir sehen mehr als wir erkennen können. Jedes PanoramaArt Werk ist ein reales Abbild und erschließt sich durch die Differenz der Wirklichkeit, nicht durch ihre Komposition. Blickwinkel und Fluchtlinien ziehen den Betrachter in den Bann einer unerwarteten Seh-Bewegung. Wie von Geisterhand geführt durchschreitet sein Auge unzählige Ebenen der Realität: ein grenzüberschreitender Wahrnehmungsprozess beginnt. PanoramaArt löst eine einzigartig intensive Vorstellung von Raum und virtueller Gleichzeitigkeit aus.