Säule 2: Städtischer Wohnungsbau

Programm der Wohnbaugruppe

Die Wohnbaugruppe Augsburg sorgt seit über 90 Jahren für sicheren und bezahlbaren Wohnraum in Augsburg. Das Wohnungsunternehmen der Stadt Augsburg bietet in über 10.000 Wohnungen rund 21.000 Menschen ein Zuhause.

Um günstigen Wohnraum zu erhalten und den Klimaschutz voranzutreiben, hat die städtische Wohnbaugruppe seit 1995 knapp 60 % ihres Gebäudebestands generalmodernisiert. So konnte eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um rund 75 % über den gesamten Wohnungsbestand verzeichnet werden. Zudem führte dies städtebaulich zu einer Niveauhebung ganzer Stadtteile wie in Oberhausen oder im Hochfeld. Daneben wurde dadurch auch eine Zweiklassengesellschaft bei Mietern verhindert, ein hohes Gut im Sinne einer intakten Stadtgesellschaft.

Im selben Zeitraum wurden knapp 500 Wohneinheiten erworben und neu gebaut. Die Schaffung von dauerhaft bezahlbarem Wohnraum für Augsburgs Bürgerinnen und Bürger ist vor dem Hintergrund des angespannten Wohnungsmarkts die derzeit dringlichste Aufgabe der Wohnbaugruppe Augsburg.

Zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode wurde von der Stadt Augsburg das Ziel ausgegeben, den Wohnungsbestand der Wohnbaugruppe bis zum Jahr 2026 um rund 10 % auf 11.000 Wohneinheiten zu vergrößern. Daran arbeitet das städtische Tochterunternehmen mit Hochdruck, um entspannend auf den Augsburger Wohnungsmarkt zu wirken.

Weitere Informationen zur Tätigkeit und zu aktuellen Projekten der Wohnbaugruppe gibt es auf wohnbaugruppe.de.

 

Stärkung der Wohnbaugruppe

Ausschüttungsverzicht

Die Stadt Augsburg verzichtet als Muttergesellschaft der Wohnbaugruppe auf eine Ausschüttung. Dadurch stehen der Wohnbaugruppe mehr liquide Mittel zur Verfügung, die dem Wohnungsbau zugutekommen.

Einlage von städtischen Grundstücken in das Wohnbaugruppen-Stammkapital

Durch die Einlage von städtischen Grundstücken in das Stammkapital der Wohnbaugruppe wird zum einen die finanzielle Leistungsfähigkeit gestärkt. Zum anderen werden Grundstücke für die Wohnbaugruppe verfügbar gemacht, die für die Realisierung von Wohnbauprojekten genutzt werden können. Das führt zu dauerhaft bezahlbarem Wohnraum für Augsburg.

Säule II des Wohnungspakts Bayern

Die so genannte kommunale Säule des Wohnungspakts Bayern sieht vor, dass Kommunen durch einen Eigenkapitaleinsatz von mindestens 10 % der Vorhabenskosten, z. B. durch die Einbringung eines städtischen Grundstücks, selbst Wohnraum schaffen können. Das Programm gilt ausdrücklich nicht für Wohnungsbaugesellschaften, allerdings kann die Wohnbaugruppe als Dienstleister für die Stadt auftreten. Der Freistaat gewährt umfangreiche Zuschüsse (30 % bis ausnahmsweise 60 %) und stellt eine extrem günstige Finanzierung für die restlichen bis zu 90 % zur Verfügung. Zur Erläuterung: Die staatlichen Zuschüsse werden vorab festgelegt, die restlichen Kosten werden zu 10 % von den von der Kommune zu erbringenden Eigenanteilen und zu 90 % durch günstige Finanzierungsmöglichkeiten dargestellt.