Augsburger Kammgarnspinnerei

Realisierungswettbewerb „AKS Wohn-Campus”

Im Kernbereich des ehemaligen AKS -Geländes soll ein Studentenwohnheim gebaut werden. Der sogenannte „AKS Wohn-Campus” soll ein wichtiger Belebungsanker im Areal werden und den Mangel an preiswertem studentischen Wohnraum in Augsburg verringern. Hierfür wurde am 13. August 2010 ein Realisierungswettbewerb ausgelobt.

Die Stadt Augsburg führte gemeinsam mit der Millenium Building Campus One GmbH, einen einstufigen Realisierungswettbewerb für ein Studentenwohnheim im Kernbereich des ehemaligen AKS -Geländes durch. Es handelte sich hierbei um einen Einladungswettbewerb, zu dem sieben ausgewählte Architekturbüros eingeladen wurden, bis zum 18. Oktober 2010 ihre Wettbewerbsarbeiten einzureichen.

Das Studentenwohnheim, das an der Prinzstraße geplant ist, soll ca.135 innovative Studentenapartments umfassen.

Wettbewerbsaufgabe

Wettbewerbsaufgabe war der Gebäude-Entwurf mit Darstellung aller notwendigen Grundrisse, Schnitte und Fassaden. Die besondere Herausforderung lag in der Erfüllung der Anforderungen an eine äußerst wirtschaftliche kostensparende Konstruktion bei innovativer Grundriss- und ansprechender Fassadengestaltung.

Wettbewerbsergebnis

Das Preisgericht empfahl in seiner Sitzung am 29. Oktober 2010 dem Bauherrn einstimmig den Entwurf der Münchner Architekten Hermann / Öttl zu realisieren.

Auszug aus dem Rahmenprotokoll des Preisgerichtsverfahrens zum Siegerentwurf

Der Verfasser nimmt die städtebaulichen Vorgaben konsequent an und orientiert das Gebäude folgerichtig zur Fabrikstraße und zur platzartigen Situation vor dem historischen Kesselhaus. Das Baufeld wird im Nordosten nicht vollständig in Anspruch genommen, so dass sich gegenüber der nördlich angrenzenden Bebauung ein Rücksprung ergibt, der städtebaulich sinnvoll für die Platzierung des täglichen Eingangs genutzt wird.

Die innere Erschließung ist klar und übersichtlich, die durchlaufende von oben belichtete zentrale Treppenanlage schafft einen einladenden und großzügigen Raumeindruck. Die Situierung der Gemeinschaftsräume an der Gebäudeinnenecke ist günstig zentral gelegen und verhindert zudem störend gegenseitige Einblicke. Die innere Organisation der zum Teil auch noch Norden hin orientieren Apartments folgt bekannten und bewährten Mustern und enthält durch die versetzt angeordneten Fensterelemente und den allseitigen textilen Sicht- und Sonnenschutz eine zusätzliche Spannung.

Der vorgeschlagene Schallschutz mit den versetzten Scheiben und der Schalldämmbelüftung stellt eine effektive und kostengünstige Lösung dar. Vermisst wird eine Auseinandersetzung mit den verbleibenden Freiflächen, wobei die glasüberdeckte Dachterrasse eine positiv angenommene Alternative darstellt.

Die Kennwerte liegen im wirtschaftlichen Bereich. Die Arbeit stellt einen intelligenten und sympathischen Beitrag zur gestellten Aufgabe dar und lässt einen attraktiven städtebaulichen südlichen Auftakt zum AKS-Gelände erwarten.

Von sieben geladenen Architekturbüros wurden vier Arbeiten mit Preisen prämiert:

  • 1. Preis: Dipl. Ing. Arch. Jürgen Hermann, Achitekt Stefan Öttl
  • 2. Preis: Dipl. Ing. Arch. BDA Rudolf Schlamberger, Dipl. Ing. Arch. Stephan Walther
  • 3. Preis: Dipl. Ing. (FH) Arch. Ulrich Zuth, Mag. Arch. Univ. Jörg Hilbich
  • 4. Preis: Dipl. Ing. Arch. BDA, Stadtplaner MAIV Günther F. Schurk

Ausstellung Wettbewerbsarbeiten

In der Zeit vom 30. Oktober bis zum 5. November 2010 wurden die Wettbewerbsarbeiten des Realisierungswettbewerbs „AKS Wohn-Campus” im Foyer des Textil- und Industriemuseums (tim) ausgestellt.

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Ursula Steude
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