Augsburger Kammgarnspinnerei

Bebauungsplan Nr. 475 I, „Kammgarnspinnerei”

Das Areal der ehemaligen Augsburger Kammgarnspinnerei (AKS) stellt eine der drei größten Fabrikanlagen des Augsburger Textilviertels dar und spiegelt als Gesamtensemble die strukturelle Entwicklung des Textilviertels beispielhaft wieder. Im April 2004 wurde die Textilproduktion endgültig eingestellt. Das Areal entwickelte sich zu einer Industriebrache.

Sowohl die Eigentümer, als auch die Stadt Augsburg wollten das gesamte Gelände einer städtebaulichen Neuordnung zuführen. Ziel der Planung war dabei eine Revitalisierung des ehemaligen AKS-Geländes und der angrenzenden Bereiche.

Nachdem nach damaligem Planungsrecht nur eine gewerbliche Nutzung im Plangebiet möglich gewesen wäre, war zur Gewährleistung einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 475 I, „Kammgarnspinnerei”, erforderlich.

Im Jahr 2004 wurde der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 475 I, „Kammgarnspinnerei”, gefasst. Nach umfangreichen Abstimmungen ist er am 14. Januar 2011 in Kraft getreten.

Im Zusammenhang mit der Planung sollte der zentrale Kernbereich der ehemaligen Textilfabrik, beidseitig der „Fabrikstraße”, weitestgehend erhalten und einer Nachfolgenutzung mit hoher Aufenthaltsqualität zugeführt werden. So wurde im Norden durch die Ansiedlung des Textil- und Industriemuseums, des Stadtarchivs und weiterer kultureller Nachnutzungen ein sogenannter „Kulturblock” gebildet. Im Südwesten, im Bereich des großen Kesselhauses und der Shedhallen, wurde ein Sondergebiet „Einzelhandel und Dienstleistungen” ausgewiesen.

Darüber hinaus sind im zentralen Bereich östlich der Fabrikstraße auch Misch- (Wohnen, Büros, Dienstleistungen, Läden, usw.) und Wohnnutzungen zulässig. Die westlichen und östlichen Planbereiche werden im Wesentlichen als Wohngebiete entwickelt und sind städtebaulich im Westen durch eine Grünachse und im Osten durch den Schäfflerbach mit angrenzenden privaten und öffentlichen Grünflächen vom zentralen Bereich separiert. Östlich des Schäfflerbachs soll mit dem Erhalt der Moschee und dem Färberturm sowie einer Kindertagesstätte ein neues soziales/kulturelles Quartierszentrum entstehen.

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