Bildungs-Beratungs- und Begegnungszentrum Kresslesmühle

Die Kresslesmühle, um das Jahr 1000 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, ist ein denkmalgeschütztes Haus in der Augsburger Altstadt, das der Stadt gehört. Bereits in den 1970er Jahren engagierten sich Bürger*innen aus dem umliegenden Vierteil und gründeten den Verein „Bürgeraktion Lechviertel e.V“ mit der Mühle als zentralem Begegnungsort. Als Textilstadt warb Augsburg schon in den 1960er und den Folgejahren viele Arbeitsmigranten*innen an und in der Mühle fanden die Familien Beratung und einen Raum, in dem sie sich treffen konnten. Folgerichtig öffnete auch der erste interkulturelle Kindergarten in dem Haus.

1998 schloss die Stadt Augsburg und die Kresslesmühle gGmbH als neuem Träger (nach Lechviertel e.V.) einen Vertrag, der es der gGmbH ermöglichte ein interkulturelles Begegnungshaus in der Mühle aufzubauen. Im Haus befanden sich eine Gastronomie, eine Kleinkunstbühne mit 135 Plätzen sowie zwei Räume, die von Vereinen, Initiativen etc. angemietet werden konnten.

Seit dem 1.8.2015 ist die Mühle wieder städtisch und dem Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt zugeordnet. Mit neuer Gastronomie (13), einer Neuausrichtung des (inter-) kulturellen Programms und der Idee, für Neuzugewanderte einen Ort der Erstinformation zu schaffen, bewarb sich die Stadt Augsburg in dem Bundesprogramm Inverstitionspakt „Integration im Quartier“ und konnte die Jury von dem Konzept überzeugen. Sollte auch der Förderantrag Ende 2017 positiv entschieden werden, steht einem Umbau und einer dringend nötigen Neusanierung des Hauses 2018 nichts mehr im Wege. Die Mühle wird dann als Interkulturelles Kulturhaus, Begegnungshaus, Bildungs- und Beratungshaus mit der angeschlossenen Gastronomie ein Konzept aus einem Guss anbieten, das der vielfältigen Bewohner*innenschaft der Friedensstadt Augsburg einen Ort der Begegnung, Entspannung und Beratung anbietet.