Brand in dicht bebautem Innenhof fordert umfangreiche Erkundung
Ein Brand in einem von außen nicht einsehbaren Innenhof im Bereich Jakoberstraße/Oberer Graben stellte die Berufsfeuerwehr Augsburg am Mittwochabend, 08.07.2026, vor eine besondere Herausforderung.
Bild: Berufsfeuerwehr Augsburg
Augsburg, 08.07.2026 – Am Mittwochabend gegen 19:30 Uhr wurde der Löschzug der Berufsfeuerwehr Augsburg zu einem gemeldeten Zimmerbrand im Bereich Jakoberstraße/Ecke Oberer Graben alarmiert. Die Lokalisation des Einsatzortes gestaltete sich schwierig, da bei der Integrierten Leitstelle aufgrund widersprüchlicher Meldungen mehrerer Anrufer zunächst kein genauer Einsatzort ermittelt werden konnte.
Rauchentwicklung sichtbar-Brandort unklar
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der betroffene Bereich bereits durch die Polizei abgesperrt. Auf der Rückseite der Gebäudezeile war eine starke Rauchentwicklung wahrnehmbar. Aufgrund der geschlossenen Bebauung ließ sich der eigentliche Brandherd jedoch zunächst weder von der Polizei noch von der Feuerwehr lokalisieren.
Um die Lage schnell zu erkunden, wurde die Drehleiter in Stellung gebracht. Parallel dazu ging ein Trupp unter Pressluftatmern mit einem C-Rohr über den Oberen Graben zur Erkundung vor und leitete die erste Brandbekämpfung ein. Zur Unterstützung setzte die Polizei ihre Drohne ein. Die Luftbilder erleichterten den Einsatzkräften die Erkundung der von außen nicht einsehbaren Gebäuderückseiten erheblich.
Brand im Innenhof
Schließlich konnte der Brandherd lokalisiert werden: In einem vollständig abgeschirmten Innenhof brannte auf einer Fläche von rund 30 Quadratmetern Gerümpel. Zudem befanden sich drei Gasflaschen im unmittelbaren Brandbereich, die teilweise von den Flammen beaufschlagt worden waren. Im weiteren Einsatzverlauf stellte sich heraus, dass diese glücklicherweise leer waren. Die Löschmaßnahmen über die Drehleiter sowie durch den zweiten Angriffstrupp zeigten rasch Wirkung, sodass das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Kontrolle zahlreicher Wohnungen
Deutlich aufwendiger gestaltete sich anschließend die Kontrolle der angrenzenden Wohngebäude. Insgesamt mussten 13 Wohnungen auf eine mögliche Rauchausbreitung sowie auf eventuell gefährdete Personen überprüft werden. Im Verlauf mussten mehrere Wohnungen mit einem Hochleistungslüfter entraucht werden
Insgesamt waren drei Trupps, also sechs Einsatzkräfte unter Pressluftatmern im Einsatz. Personen wurden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht verletzt. (pm/mk)