Großbrand in Entsorgungsbetrieb
Auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs in Augsburg-Oberhausen bricht am Dienstagabend, 24. Juni, ein Feuer aus. Bürgerinnen und Bürger werden über Warn-Apps gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Erst am Mittwochmorgen erfolgt die Entwarnung.
Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg
Am Dienstagabend, 24. Juni, gegen 17:11 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Augsburg und die Freiwilligen Feuerwehren Oberhausen und Kriegshaber zum Brand einer Freifläche in einem Entsorgungsbetrieb in Augsburg-Oberhausen alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung sichtbar. Vor Ort brannte gelagerter, sortierter Unrat auf einer Fläche von mehreren hundert Quadratmetern. Die Flammen hatten bereits auf eine Lagerhalle übergegriffen und drohten auf ein ebenfalls angrenzendes Holzlager überzugreifen.
Hohe Belastung für Einsatzkräfte
Durch den Einsatz von zwei Wenderohren, welche an der Spitze der Drehleitern montiert werden, sowie mehreren handgeführten Rohren gelang es den Einsatzkräften das Übergreifen der Flammen zu verhindern. Dennoch musste im weiteren Verlauf des Einsatzes der Kräfteansatz nochmals erhöht werden, da durch die enorme Ausbreitung der Brandstellen, aber auch die Hitze, die Belastung der Einsatzkräfte extrem war. Um im weitläufigen Schadensgebiet die Glutnester und Brandstellen lokalisieren zu können, wurde das Drohnenteam der Freiwillige Feuerwehr Lechhausen mit der Drohne der Feuerwehr Augsburg angefordert. Im Verlauf des Einsatzes unterstützen die Freiwilligen Feuerwehren Pfersee, Göggingen und Bergheim sowie die Werkfeuerwehr MAN, um die herausfordernde, kräftezehrende Lage abarbeiten zu können. Spezialisten des Technischen Hilfswerks unterstützten die Arbeit der Feuerwehren mit Spezialequipment wie Greifbaggern und Radladern.
Brandmeldeanlagen in der Umgebung lösen aus
Im Verlauf des Einsatzes erlitten drei eingesetzte Kräfte der Feuerwehr eine Hitzeerschöpfung und mussten kurzzeitig aus dem Einsatz herausgelöst werden. Die Bevölkerung wurde über die Warnapp NINA informiert und gewarnt. Unter anderem mit den Hinweisen betreffende Bereiche zu meiden sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Dennoch kam es durch die enorme Rauchentwicklung des Brandereignisses zur Auslösung mehrerer Brandmeldeanlage im Nahbereich des Einsatzes.
“Feuer aus” am frühen Morgen
Die aufwendigen und intensiven Löscharbeiten zogen sich bis in die Nacht. Das finale Kommando „Feuer aus“ konnte gegen 06:30 Uhr gegeben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt. Hierzu waren Bagger und Radlader im Einsatz, welche das Brandgut abtrugen, damit Einsatzkräfte unter Atemschutz die Glutnester zielgerichtet bekämpfen konnten. (pm/as)