Zuchttauben im Stadtgebiet an der Newcastle-Krankheit erkrankt

04.06.2020 15:26 | Umwelt & Soziales

Die Newcastle-Krankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Hühner und Puten erkranken schwer, bei Tauben, Enten und Gänsen ist der Verlauf milder. Für Menschen ist die Newcastle-Krankheit nicht gefährlich.

Zuchttauben im Stadtgebiet sind an der Newcastle-Krankheit erkrankt. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg (Symbolfoto)

In einem Taubenbestand im Augsburger Stadtgebiet ist eine Infektion mit dem Paramyxovirus festgestellt worden. Das hat das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen mitgeteilt. Es handelt sich dabei um den Erreger der sogenannten Newcastle-Krankheit – auch atypische Geflügelpest genannt.

Krankheit kann insbesondere bei Hühnervögeln tödlich verlaufen

Die Newcastle-Krankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die bei Hühnervögeln oft tödlich verläuft. Als am empfänglichsten für die Krankheit gelten Hühner und Truthühner (Puten) – vor allem junge Tiere. Bei Tauben, Enten und Gänsen verläuft die Erkrankung häufig deutlich milder. Eine Sonderform stellen Infektionen mit einer Variante des APMV-1 dar. Diese wirkt sich insbesondere auf Tauben aus, und verläuft häufig tödlich. Diese Variante ist weltweit verbreitet.

Für Menschen ungefährlich

Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich. Die Übertragung erfolgt von Tier zu Tier über die Atemluft, einem direkten Kontakt oder durch Nahrungsaufnahme. Infizierte Tiere scheiden das Virus über Sekrete und Exkrete aus, auch über Eier. Eine indirekte Übertragung über Personen und Gegenstände ist ebenfalls möglich.

Taubenhaltern wird Impfung empfohlen

Alle Besitzerinnen und Besitzer von Hühnern oder Truthühnern (Puten) – auch Hobbyhalter – sind gesetzlich verpflichtet, alle ihre Tiere gegen die Newcastle-Krankheit zu impfen. Den Haltern von Tauben wird die Impfung ihres Bestandes empfohlen. "Hühnerhaltung liegt voll im Trend. Mehr als 136 Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter unter 200 Tieren sind in Augsburg registriert, Tendenz steigend! Umso wichtiger ist es, dass wir uns alle gemeinsam an die Impfvorgaben halten", so Reiner Erben, Referent für Nachhaltigkeit, Umwelt, Klima, und Gesundheit.

Durchfall und bläulich verfärbte Kämme als Symptome

Der Schweregrad der Krankheit variiert und reicht von Verläufen ohne Symptome bis hin zu schweren, extrem schnellen Krankheitsverläufen mit hoher Sterberate. Charakteristisch für eine schwere Erkrankung sind ein drastischer Rückgang der Legeleistung, Apathie, bläulich verfärbte Kämme, Atemnot, Ödeme an Kopf- und Kehllappen und grüngelblicher Durchfall. Später sind auch Lähmungen der Bein- und Flügelmuskulatur und Halsverdrehen zu beobachten.

Mehr Informationen zum Augsburger Taubenkonzept finden Sie hier.

(fha/pm)