Zeitzeugengespräch mit dem Shoah-Überlebenden Ernst Grube

02.05.2022 16:25 | Kultur Bürgerservice & Rathaus

Am Donnerstag, 5. Mai, um 19 Uhr findet ein Zeitzeugengespräch mit dem Shoah-Überlebenden und Friedensaktivisten Ernst Grube im Oberen Fletz des Rathauses statt.

NS-Täterschaft und ideologische Ausgrenzung - Augsburger Beiträge zur historisch-politischen Bildung

Im Rahmen der „Augsburger Beiträge zur historisch-politischen Bildung“ lädt die Fachstelle für Erinnerungskultur der Stadt Augsburg zum Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube ein.

Ernst Grube, mittlerweile 89 Jahre alt, wurde als Kind einer jüdischen Mutter ausgegrenzt, entrechtet und verfolgt. Er musste in München in Deportationslagern leben und wurde schließlich mit seiner Mutter und seinen beiden Geschwistern ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort befreite ihn am 8. Mai 1945 die Rote Armee.

lebenslanges Engagement gegen Ausgrenzung und Unterdrückung

Nach Kriegsende engagierte sich Ernst Grube für ein demokratisches und friedliches Deutschland, gegen die Remilitarisierung und die atomare Aufrüstung. Für sein lebenslanges Engagement zeichnete ihn die Stadt München mehrmals aus, 2017 auch mit dem Georg-Elser-Preis.

Heute ist er Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVNBdA), Präsident der Lagergemeinschaft Dachau e.V. und engagiert sich in der Stiftung Bayerische Gedenkstätten.

Das Zeitzeugengespräch ist Teil der Veranstaltungsreihe „Augsburger Beiträge zur historisch-politischen Bildung“. Die städtische Fachstelle für Erinnerungskultur / Stabsstelle Kultur koordiniert die Veranstaltungen. (pm/aha)


Donnerstag, 5. Mai, um 19 Uhr
Rathaus, Oberer Fletz

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.