Weg frei für Neuordnung auf Dierig-Gelände

17.05.2019 15:29 | Stadtplanung

20190516_BP289A_Inkrafttreten.jpg

Planzeichnung Bebauungsplan Nr. 289 A. Grafik: Stadtplanungsamt Augsburg

Nach dem endgültigen Einbruch der Textilbranche in Augsburg in den 1990er Jahren wurde der Standort der Dierig-Werke im Jahr 2004 überplant. Wesentliches Planungsziel war damals die Neuordnung der ehemaligen Betriebserweiterungsflächen. Lediglich der bestehende Kernbereich der ehemals industriellen Textilnutzung wurde weiterhin als Gewerbegebiet festgesetzt.
 
Infolge des weiterhin anhaltenden Strukturwandels in der Textilbranche und der großen Nachfrage nach Wohnbauflächen soll nunmehr auch der zum Christian-Dierig-Park ausgerichtete westliche Teilbereich des bisherigen gewerblichen Betriebsstandortes für eine Wohnnutzung mit Geschosswohnungsbauten herangezogen werden. Neben der geplanten Nutzungsänderung von Gewerbe zu Wohnen bestand auch für weitere Teilbereiche der damaligen Planung Änderungs- bzw. Anpassungsbedarf.
 
Am 21. April 2016 fasste der Stadtrat deshalb zur Umsetzung der neuen Planung den Änderungs- und Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 289 A, „Zwischen Christian-Dierig-Straße und Eberlestraße”. Nachdem nun das Aufstellungsverfahren mit dem Satzungsbeschluss durch den Stadtrat am  30. April 2019 abgeschlossen werden konnte, tritt der Bebauungsplan Nr. 289 A mit seiner heutigen Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Augsburg in Kraft.
 
Gleichzeitig wird der Flächennutzungsplan mit integrierter Landschaftsplanung für den Bereich „Zwischen Christian-Dierig-Straße und Eberlestraße” im Planungsraum Pfersee berichtigt. Die Berichtigung stellt einen redaktionellen Vorgang dar, auf den die Vorschriften über die Aufstellung von Bauleitplänen keine Anwendung finden. Sie erfolgt ohne Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung, beinhaltet keinen Umweltbericht und bedarf nicht der Genehmigung durch die höhere Verwaltungsbehörde, hier der Regierung von Schwaben. Dies ist möglich, weil der Bebauungsplan Nr. 289 A im sogenannten beschleunigten Verfahren Nach 13 a Baugesetzbuch aufgestellt wurde.