„Was möglich ist, soll ermöglicht werden“: Stadtspitze unterstützt neue Konzepte für Clubs, Gastronomie und Außenbewirtung

15.09.2020 13:38 | Freizeit Bürgerservice & Rathaus

Noch scheint die Sonne, doch die kalte Jahreszeit kommt bestimmt. Dann sind neue Konzepte gefragt, damit Gastronomie, Märkte sowie die Clubzene in Augsburg weiter stattfinden können und das öffentliche Leben in der Stadt fördern. Was alles geplant ist…

Die Maxstrasse mit dem Herkules-Brunnen: Hier sollen die Menschen trotz Corona eine gute Zeit verbringen können. Dafür sucht die Stadt neue Konzepte – und setzt auf bereits funktionierende Maßnahmen. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Unterstützung für kreative Vorschläge und Ideen kommen von Oberbürgermeisterin Eva Weber zusammen mit  ihren Referenten-Kollegen Frank Pintsch (Ordnung), Wolfgang Hübschle (Wirtschaft) und Reiner Erben (Gesundheit). Kurz gesagt: „Was möglich ist, soll ermöglicht werden“, so Oberbürgermeisterin Weber.

Außengastronomie in der Stadt

Vorgesehen ist zum Beispiel, den ToGo-Verkauf wie bisher um 24 Uhr zu beenden und Außengastronomie in der ganzen Stadt so lange wie möglich zu belassen. Hier werden Corona-angepasste Sitzplatzkonzepte umgesetzt. Die Sommermonate haben gezeigt, dass so eine Entzerrung des Gästeaufkommens gut funktioniert.

„Wir sind mit der Club- und Kulturszene und der Gastronomie in engem Austausch, wie eine gute und ökologisch vertretbare Nutzung des öffentlichen Raums auch in den Herbst- und Wintermonaten aussehen kann“, so Ordnungsreferent Frank Pintsch.

Im Oktober wird im Stadtrat ein umfassendes Konzept präsentiert, das alle Belange zusammenbringt.

Outdoor-Angebote auf großen Freiflächen ausbauen  

Die Club- und Kulturszene soll mit alternativen Formaten ins herbstliche Stadtleben einbezogen werden. „Wir könnten uns gut vorstellen, dass zum Beispiel der Kulturbiergarten am Kö der Jahreszeit angepasst weiter stattfindet“, so der Ordnungsreferent. Auch die Bedürfnisse Jugendlicher und junger Erwachsener werden berücksichtigt. Vorstellbar sind zum Beispiel weitere Outdoor-Angeboten auf großen Freiflächen wie der Messe.  

Corona-Bürgerbeirat: Vorschläge aus der Bevölkerung

Vor kurzem wurde der „Corona-Bürgerbeirat“ ins Leben gerufen. Dazu diskutiert ein neu zusammengesetzter Beirat aus bis zu 20 Bürgerinnen und Bürgern alle vier Wochen mit der Verwaltungsspitze praxisnahe Vorschläge aus der Bevölkerung zur Bekämpfung der Pandemie.

Diskutiert werden aber auch Ideen, wie öffentliches Leben in der Stadt trotzdem stattfinden kann. „Mit diesem neuen Format möchten wir wieder in die Bürgerbeteiligung einsteigen und gemeinsam mit den Augsburgerinnen und Augsburgern Ideen für das Miteinander in unserer Stadt entwickeln“, so OBin Eva Weber. 

Fördermöglichkeiten der öffentlichen Hand

In der kommenden Woche finden Gespräche der Stadtspitze mit Vertretern aus der Kultur- und Clubszene statt. Ziel ist, Anstöße für realisierbare Konzepte zu geben. Auch die weitere Förderung von Betriebskosten des Club- und Kreativgewerbes durch die öffentliche Hand steht zur Diskussion. (pm/grr)