Viele Hauseigentümer an Photovoltaik-Anlage interessiert

06.11.2019 08:32 | Bürgerservice & Rathaus Umwelt & Soziales

Ziel der seit Juli laufenden Solaroffensive „Platz für die Sonne?“ des Umweltamtes der Stadt Augsburg ist es, das Potenzial der bislang ungenutzten Hausdächer in Augsburg für die Strom- und Wärmeerzeugung auszuschöpfen. Nach knapp 50 Beratungen zieht das Umweltamt jetzt ein erstes Fazit. Wichtigste Erkenntnis: Die Solaroffensive erreicht vor allem Erst-Interessenten für Photovoltaik (PV)-Anlagen. Auch wird für eine zweite Beratungsrunde das Beratungsteam aufgestockt.

Solaroffensive der Stadt erreicht vor allem Erst-Interessenten. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg.

Vor allem Vor-Ort-Beratungen am Gebäude sind gefragt. Ein unabhängiger Solarberater gibt hier einen Überblick zu den wesentlichen Aspekten einer PV-Anlage, schätzt die Eignung in Frage kommender Flächen grob ab und geht auf Fragen der Besitzer ein. Der anschließend erstellte Kurzbericht enthält auch eine transparente erste Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit und CO2-Bilanz.

„Mit unseren Beratungen geben wir Hauseigentümern eine Antwort auf die Frage, wie sie mit gut kalkulierbarem Aufwand einen wirksamen und wirtschaftlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können“, so Reiner Erben, Referent für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration. „Neben technikbegeisterten und ökologisch orientierten Personen melden sich erfreulich viele Neu-Interessierte für eine Vor-Ort-Beratung an. Damit rücken wir das klimafreundliche Potenzial der vielen Augsburger Dachflächen im Stadtgebiet ins Bewusstsein.“

Pro Jahr zwei bis sechs Tonnen CO2 Einsparung

Die typische PV-Anlage aus den Beratungen benötigt circa 30 bis 70 Quadratmeter Fläche, leistet vier bis zehn Kilowatt Peak (kWp) und vermeidet pro Jahr zwei bis sechs Tonnen CO2. Der selbsterzeugte Strom kostet Hauseigentümer umgerechnet 8,5 bis 13 Cent je kWh.

Investitionskosten von PV-Anlagen werden mitunter überschätzt. Die in früheren Jahren deutlich höheren Preise für PV-Module sind heute niedriger. Mittlerweile gelten 1.500 Euro je installiertem kWp Leistung als Anhaltspunkt für PV-Anlagen auf kleinen Wohngebäuden.

Eher unterschätzt werden hingegen die Kosten für einen Stromspeicher, der für gut die Hälfte der Haushalte von Interesse ist. Umso erfreulicher ist, dass der Freistaat Bayern im Rahmen seines 10.000-Häuser-Programms (www.energiebonus.bayern) seit August 2019 auch PV-Speicher fördert, sofern diese zusammen mit einer PV-Anlage neu installiert werden. In diesem Zusammenhang werden auch Ladestellen für E-Autos unterstützt.

Aufstockung der Beratung

Um die eingehenden Beratungsanfragen zügig erfüllen zu können, stockt das Umweltamt das Team der beauftragten Solarberater ab November auf. Die PV-Vor-Ort-Beratungen und die Solar-Energieberatungen im Holl-Büro können weiterhin über das Umweltamt der Stadt Augsburg (Tel. 0821 324-7322) oder unter augsburg.de/solaroffensive reserviert werden. Dort sind auch die aktuellen Veranstaltungstermine der Solaroffensive Augsburg zu finden.