Unsere Partnerstädte in Corona-Zeiten

11.05.2020 12:49 | Kultur

Seit vielen Jahren pflegt die Stadt Augsburg freundschaftliche und intensive Kontakte zu ihren sieben Partnerstädten. Da derzeit alle Länder mit dem Coronavirus zu kämpfen haben, ist es für die Menschen aus den Partnerstädten in der aktuellen Lage unmöglich, sich persönlich zu treffen. Wir haben in Dayton, Liberec und Bourges nach der aktuellen Lage gefragt.

Ab 11. Mai wird das Ende der Ausgangsbeschränkungen in Bourges schrittweise beginnen. Foto: Stadt Bourges

Wie Archibald Grieve, Mediation Specialist aus Dayton (USA) berichtet, ist die Situation in der amerikanischen Partnerstadt ähnlich wie in Augsburg. Keine öffentlichen Versammlungen (man darf nicht einmal Freunde in kleinen Gruppen besuchen). In der Öffentlichkeit soll eine Maske getragen werden. Restaurants und Bars bleiben geschlossen, obwohl es Gespräche über eine Wiedereröffnung in den kommenden Wochen oder Monaten gibt.

„Ich denke, dass die allgemeine Stimmung im Moment irgendwie mit Unsicherheiten behaftet ist. Viele Menschen sind arbeitslos und nicht sicher, was passieren wird und ob und wann sie wieder arbeiten können“, so Archibald Grieve, der für die Stadt Dayton arbeitet, dies derzeit aber weitgehend von zu Hause aus. Archibald Grieve erstellt auch einen Podcast, in dem er mit den Leuten darüber spricht, wie es ihnen während der Pandemie geht. Hier gehts zum Podcast

Musikfestivals in Liberec wurden abgesagt

In unserer tschechischen Partnerstadt werden die Einschränkungen langsam gelockert. Gesichtsmasken sind Pflicht und die Menschen gehen sehr verantwortlich damit um. Gegenwärtig sei es nicht notwendig, beim Laufen, Radfahren usw. auf dem Land eine Gesichtsmaske zu tragen, aber man müsse Abstand halten (empfohlen werden 2 Meter und mehr).

Bis zum 26. April waren alle Geschäfte, außer Lebensmittelgeschäften und Apotheken, geschlossen Jetzt sind kleine Geschäfte mit Eingang von der Straße aus wieder geöffnet. Alle Dienstleistungen wie Friseur oder Schönheitspflege sollen am 11. Mai wieder öffnen.

Alle großen Veranstaltungen wie "Sommer auf dem Platz", Musikfestivals in Liberec usw. wurden abgesagt. Alle kulturellen, sozialen und sportlichen Veranstaltungen sind verboten. Das Reiseverbot ist eines der ärgerlichsten Einschränkungen für Liberec.

Viele Menschen aus der Region arbeiten in Deutschland oder umgekehrt. Langsam aber sicher vermissen die Menschen aber Restaurants, Kneipen und normale soziale Kontakte.

Menschen in Bourges leiden unter der strikten Ausgangssperre

In Frankreich gibt es jeden Abend eine landesweite Veröffentlichung der Zahlen durch den für das Gesundheitswesen zuständigen Generaldirektor. Auf lokaler Ebene macht das die jeweilige Regionalvertretung, die die COVID-Zahlen anschließend an die Medien veröffentlichen, welche sie dann weitergeben.

Die Bürger unserer französischen Partnerstadt respektieren die Beschränkungen insgesamt ziemlich gut und ziemlich geduldig. Ab 11. Mai wird das Ende der Ausgangsbeschränkungen schrittweise beginnen. Die Beschränkungen werden je nach Verlauf der Krise überprüft. Eine Wiederöffnung der Geschäfte steht für 11. Mai an, außer Cafés und Restaurants

Die Menschen in Bourges leiden wie alle Franzosen unter der strikten Ausgangssperre, die seit Mitte März gilt und nochmals bis 11. Mai verlängert wurde. Verstöße wurden mit 135 Euro geahndet, so Nicolas Varin, Chef de cabinet, Ville de Bourges - Communauté d'Agglomération Bourges Plus. (pif)