Stempflesee: Ergebnisse Bodenuntersuchung liegen vor

25.10.2017 15:36 | Bürgerservice & Rathaus

Während der derzeitigen Sanierungsarbeiten am Stempflesee wurde, wie bereits gemeldet, bei Bauarbeiten am Weg asche- bzw. schlackehaltiges Material im Boden gefunden. Laut Ergebnis der Bodenuntersuchung im Auftrag der Forstverwaltung stellen die angetroffenen Schadstoffe kein Risiko für das Trinkwasserschutzgebiet dar.

Der sogenannte Lösch wurde nach dem Krieg üblicherweise als kostengünstiges Material für Wege verwendet. Die Forstverwaltung, zuständig für die Sanierung des Stempflesees, hat zur Klärung des Sachverhalts das Umweltamt, Abteilung Bodenschutz- und Abfallrecht eingeschaltet. Die Untersuchungsergebnisse und das Gutachten des Sachverständigenbüros Dr. Schönwolf GmbH & Co KG sowie die Einschätzung des Umweltamtes, Abteilung Bodenschutz- und Abfallrecht, liegen nun vor.

Ziel der Untersuchungen war es, abzuschätzen, ob das vormals eingebrachte Material eine Gefährdung für das Grundwasser oder den Menschen darstellt. Durch die Bodenuntersuchungen konnte festgestellt werden, dass der Lösch nur partiell in den Wegen um den Stempflesee eingebracht wurde.
 

Kein Risiko für das Trinkwasserschutzgebiet

Laut Stellungnahme des Umweltamtes, Abteilung Bodenschutz- und Abfallrecht, stellen die angetroffenen Schadstoffe kein Risiko für das Trinkwasserschutzgebiet dar. Mittels Auswaschungstests (Eluatuntersuchungen) konnte nachgewiesen werden, dass keine Freisetzung relevanter Schadstoffanteile durch Niederschlagswasser ins Grundwasser erfolgt.

Darüber hinaus geht von dem Material bei der Wegenutzung keine Gefährdung für den Menschen aus. Aufgrund der geplanten Ausgestaltung der Wege wird ein Kontakt des Menschen zusätzlich durch den Auftrag einer wassergebundenen Deckschicht unterbunden. Ein Ausbau des asche-/schlackehaltigen Materials ist aus bodenschutzrechtlicher Sicht nicht erforderlich.
 

Sanierungsarbeiten fast beendet

Die Sanierungsarbeiten am Stempflesee liegen in den letzten Zügen. Die Uferverbauungen werden zeitnah abgeschlossen und die herausragenden Pfähle auf eine Höhe gekürzt. Danach wird mit der Einleitung des Wassers begonnen. Dies geschieht nach Auskunft des beauftragten Planungsbüros Eger und Partner stufenweise: Zum einen, um die Flutung der Uferverbauung zu beobachten, zum anderen, um eine kontrollierte Sedimentierung für den See zu erreichen.

Als abschließende Maßnahme werden Teile der Wege auf die Höhe der neuen Uferverbauung angeglichen. In diesem Zuge wird der Lösch, falls an den Stellen vorhanden, entfernt. Die am direkten Wegrand stehenden Bäume und deren Wurzeln werden bei dem partiellen Eingriff besonders berücksichtigt. Zur Überwachung wurde deswegen zusätzlich zum Amt für Grünordnung und Naturschutz eine Fachfirma hinzugezogen.  (pm)