Stadt hält Notplätze für Obdachlose bereit

01.03.2018 13:10 | Umwelt & Soziales

Die eisigen Temperaturen dieser Woche machen vor allem wohnungslosen Menschen zu schaffen. Für sie hält die Stadt zahlreiche Betten bereit. Auch für obdachlose Familien gibt es Übergangslösungen.

Wer auf der Straße lebt, findet bei Bedarf eine Notunterkunft in der Spicherer Schule. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg

Die Obdachlosenunterkunft in der Johannes-Rösle-Straße wird derzeit saniert. Darum hat die Stadt bereits im vergangenen Jahr eine Übergangsunterkunft in der ehemaligen Spicherer Schule in Pfersee (Spicherer Straße 11a) eingerichtet. Die Unterkunft ist aktuell stark belegt. Da die Stadt die Zahl der Betten zuletzt aufgestockt hat, sind jedoch noch rund 20 Plätze frei.  

Notunterkunft steht allen Bedürftigen offen

Die Betten stehen üblicherweise nur Menschen zur Verfügung, die nach dem Sozialgesetzbuch dazu berechtigt sind. „In diesen Zeiten ist die Notunterkunft aber auch für diejenigen geöffnet, die keine derartigen Ansprüche haben“, betont Bürgermeister und Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer.

Vor allem nachts werde in der Spicherer Schule niemand abgewiesen, der ein Bett und Schutz vor der Kälte sucht, so Robert Kern vom Fachbereich Wohnen und Unterbringung. Wie Kern erklärt, halte die Stadt zusätzlich Wohnungen speziell für obdachlose Familien mit Kindern bereit.

Daneben, so Dr. Kiefer, unterstützt die Stadt Organisationen, die sich im Bereich Obdachlosigkeit engagieren – wie den Sozialdienst katholischer Männer (SKM) Augsburg (z. B. Wärmestube, Kältebus), den Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF), die Caritas, die  Diakonie oder die Bahnhofsmission. Dort gibt es weitere Notschlafplätze, die aber nicht wie die städtische Notunterkunft rund um die Uhr betreut sind.
 

Aufnahme rund um die Uhr

Wenn Ihnen ein offenbar obdachloser Mensch auffällt, der in der Kälte Hilfe benötigt, können Sie ihn direkt in die Unterkunft in der Spicherer Schule bringen. Dort werden rund um die Uhr Menschen aufgenommen. Oder Sie wählen den Notruf 112 und bitten die Hilfskräfte, sich der Person anzunehmen – vor allem, wenn diese gesundheitlich angeschlagen wirkt. (pm/rs)