Spatenstich für das Umweltbildungszentrum

12.02.2020 12:46 | Umwelt & Soziales

Neben dem Botanischen Garten entsteht auf einer über 4000 Quadratmeter großen Fläche das Umweltbildungszentrum Augsburg. Jetzt war Spatenstich für das Haus, das zentraler Ort für Veranstaltungen zu den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz wird. Neben der Umweltstation Augsburg beherbergt es auch eines der dezentralen Informationszentren für das Augsburger UNESCO-Welterbe.

In Augsburg entsteht ein außerschulischer Lernort für Ökologie und Nachhaltigkeit. Von links: Nicolas Liebig (Landschaftspflegeverband), Finanzreferentin Eva Weber, OB Dr. Kurt Gribl, Umweltreferent Reiner Erben, Amtsleiterin Anette Vedder (AGNF), Baureferent Gerd Merkle. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Mit dem gemeinsamen Spatenstich von Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Bürgermeisterin Eva Weber sowie Umweltreferent Reiner Erben und Baureferent Gerd Merkle ist der Startschuss für das neue Umweltbildungszentrum Augsburg (UBZ) gefallen. Anfang 2022 soll der Bau mit 900 Quadratmetern Nutzfläche fertig sein.

Nachhaltige Lebensstile erproben

Das mit 6,6 Mio. Euro kalkulierte Projekt ist als „Lernort für Nachhaltigkeit“ konzipiert. Ziel ist, der Stadtgesellschaft die Augsburger Naturschätze nahezubringen und ihr die Möglichkeit einzuräumen, nachhaltige Lebensstile zu erproben und zu entwickeln. Im Kern geht es um die Frage, was jeder einzelne für eine nachhaltige Lebensweise beitragen kann.
Das UBZ wird künftig die Umweltstation Augsburg beherbergen, die bislang die einzige der 58 bayerischen Umweltstationen ohne eigenes Gebäude ist. Außerdem ist das UBZ auch eines der dezentralen Info-Zentren zum UNESCO-Welterbe des Augsburger Wassermanagementsystems. 

OB Dr. Gribl: „Vorreiterrolle für den Umweltschutz“

„Augsburg ist eine Stadt, in der Umwelt- und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit großgeschrieben werden. Unser Anspruch ist es, hier eine bundesweite Vorreiterrolle zu übernehmen und diese zu behaupten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt außerschulische Bildungs- und Informationsmöglichkeiten anbieten. Das neue UBZ übernimmt dabei eine wesentliche Rolle“, so Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl zur Bedeutung des Hauses.

Jährlich bis zu 1.500 Veranstaltungen geplant

Mit dem neuen Umweltbildungszentrum erhält Augsburg einen Ort, an dem sich die Stadtgesellschaft trifft, um nachhaltige Lebensmodelle zu erproben und zu entwickeln. „Mittelfristig werden wir mit unseren außerschulischen Angeboten jährlich bis zu 1.500 Veranstaltungen im UBZ durchführen können. Das Themenspektrum reicht vom Artenschutz, über ‚Plastikfreies Leben‘ und Kursen für nachhaltiges Kochen mit regionalen Produkten bis hin zu Führungen durch den Stadtwald, Workshops zur Entwicklung einer Kulturlandschaft und Kursen im Kontext von Klimawandel und Artensterben“, so Umweltreferent Reiner Erben auch in seiner Rolle als Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes. 
Initiativen und Institutionen aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit steht das UBZ ebenfalls für eigene Veranstaltungen offen.

Natürliche Baumaterialien und typische Lebensräume

Die Planung für das UBZ stammt vom Münchner Architekturbüro Hess/Talhof/Kusmierz, das für das Gebäude natürliche Baumaterialien vorsieht. Das Zentrum bildet ein von Stampflehmwänden umschlossenes Foyer, das als Treffpunkt und Ausstellungsfläche dient. Um das Y-förmige Foyer orientieren sich drei Gebäudebereiche mit Seminarräumen, Büros sowie Lager- und Technikräumen.
Die von Burger Landschaftsarchitekten aus München geplanten Außenanlagen orientieren sich an Lebensräumen, wie etwa die Heidelandschaft, wie sie für Augsburg und das Lechtal typisch sind. Zusätzlich werden verschiedene Möglichkeiten ökologischer Gartengestaltung vorgestellt. Auch die Außenanlagen dienen zur Durchführung von Umweltbildungsveranstaltungen und laden Besucherinnen und Besucher zum Entdecken ein. (erz)