Sonderausstellung „Kunstschätze der Zaren" verlängert

15.05.2020 09:08 | Kultur

Die russischen Preziosen aus Schloss Peterhof sind noch bis 30. August im Schaezlerpalais zu sehen. Bei einer virtuellen Führung mit kurzen Videos lässt sich über das Internet auch von Zuhause aus ein Blick auf die Kunstschätze werfen.

Wieder im Schaezlerpalais zu sehen: Tabatiere (Schnupftabakdose) mit Porträt Elisabeth Petrownas von 1759 ( Kupfer, emailliert, Birmingham). Die Sonderausstellung „Kunstschätze der Zaren – Meisterwerke aus Schloss Peterhof" wird bis 30. August verlängert. Bildnachweis: © The Peterhof State Museum

Nachdem die Häuser der Kunstsammlungen aufgrund der Corona-bedingten Schließung am Dienstag dieser Woche wieder öffnen konnten, gelang es in Absprache mit den russischen Leihgebern, die Sonderausstellung „Kunstschätze der Zaren – Meisterwerke aus Schloss Peterhof“ bis 30. August zu verlängern. Eine Entwicklung, die auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Museen in Augsburg und St. Petersburg ermöglichte.

Virtuelle Führung im Internet abrufbar

Unter dem Motto "Zuhause im Museum" ist die Ausstellung seit einigen Wochen auch im Internet-Portal der Kunstsammlungen und Museen erlebbar. Dr. Christof Trepesch, Leiter der Kunstsammlungen und Museen, erläutert in kurzen Videos Hintergründe und Highlights. Eine weitere Führung ist auf russisch abrufbar.

Kunstschätze aus der Sommerresidenz der Zaren

Seit 1990 Weltkulturerbe der UNESCO vermittelt Schloss Peterhof, gelegen ca. 30 Kilometer westlich von St. Petersburg, einen umfassenden Eindruck der höfischen Kunst sowie Wohn- und Tischkultur im Russland und Europa des 18. Jahrhunderts. Die Ausstellung in Augsburg vereint eine repräsentative Auswahl der in Schloss Peterhof aufbewahrten und ausgestellten Objekte, darunter Gemälde aus dem Lustschloss Monplaisir, wo Peter der Große die erste profane Gemäldesammlung Russlands aufbewahrte, eine festlich eingedeckte Tafel des höfischen Zeremoniells sowie zahlreiche kunsthandwerkliche Objekte. Die einmalige Präsentation erlaubt so einen Einblick in die reiche Ausstattung der Sommerresidenz der Zaren und verdeutlicht gleichzeitig die Bedeutung der Kunst des Barock und Rokoko als international geprägten Stil, wie er auch in der Architektur und der Ausstattung des Schaezlerpalais sichtbar ist. Das Schaezlerpalais ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. (PM/haja)