Regelungsbedarf am Hotelturm und Kongress am Park

06.08.2015 22:30 | Stadtplanung

Der neu zu ordnende Bereich von oben. Foto: Nürnberg Luftbild / Hajo Dietz

Rund um den stadtbildprägenden Hotelturm und den vor einigen Jahren umfassend modernisierten „Kongress am Park” besteht planungsrechtlicher Regelungsbedarf.

Die Erschließungs- und Parksituation stellen sich dort als unbefriedigend dar. Im gesamten Gebiet ist ein enorm hoher Parkdruck zu beobachten. Schleichverkehr bzw. Parksuchverkehr haben negative Auswirkungen auf das benachbarte Antonsviertel und bedürfen daher einer verkehrsplanerischen Regelung.

Die Schließung großer Teile des südwestlich des Hotelturms liegenden maroden Parkhauses mit ursprünglich ca. 550 Stellplätzen hat die Situation noch einmal erheblich verschlechtert. Den zahlreichen Besuchern der Kongresshalle und den Übernachtungsgästen und Bewohnern des Hotelturms stehen seit Herbst 2013 nur noch 93 Parkplätze im Erdgeschoss zur Verfügung.

Die vor einigen Jahren durch private Investoren begonnen Aufstockung des Parkhauses im Rahmen eines großen Wohnbauprojektes wurde nur in Fragmenten realisiert. Sie wird seit einiger Zeit nicht mehr weiter verfolgt. Hinzu kommt auch noch die leerstehende ehemalige „Kunsthalle” an prominenter Stelle im Quartier.

Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen einer umfassenden Neuordnung im Bereich zwischen Rosenaustraße und Elisenstraße wurde am 24. September 2013 der Änderungs- und Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 868 gefasst. Detaillierte Planungen und komplexe Abstimmungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen. Den Anforderungen der Anwohner, Grundstückseigentümer, Hotelgäste sowie der Besucher der Kongress-Veranstaltungen, der Gastronomie und des Stadtgartens ist hierbei Rechnung zu tragen.

Während der Aufstellung des Bebauungsplanes sollen städtebaulich unerwünschte, die Planungsziele gefährdende Veränderungen ausgeschlossen werden. Ziel der Planung ist eine aufeinander abgestimmte Neuordnung von Erschließung, Parksituation und Bebauung im Plangebiet. Hierzu hat sich der Stadtrat des im Baurecht verankerten Instruments einer Veränderungssperre bedient.

Eine solche Veränderungssperre tritt heute durch ihre Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Augsburg für zwei Jahre in Kraft. Damit müssen Vorhaben, die der zukünftigen Planung zuwiderlaufen nicht mehr von der Bauverwaltung genehmigt werden.