Polizeieinsatz am Rathausplatz beendet

03.07.2020 12:00 | Bürgerservice & Rathaus

Aufgrund einer Bombendrohung war das Rathaus am Freitagvormittag abgesperrt. Nach einer Durchsuchung des Gebäudes konnte dann gegen 10:30 Uhr Entwarnung gegeben werden. Die Drohung erwies sich als gegenstandslos. Für die Bevölkerung bestand laut Polizei keine Gefahr.

Am Freitagvormittag abgesperrt: Nach einer Bombendrohung kam es im Rathaus zu einem Polizeieinsatz. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

In der Nacht auf den heutigen Freitag ging eine E-Mail in der Stadtverwaltung ein, in welcher der bislang unbekannte Verfasser eine Bombendrohung in Bezug auf das Rathaus Augsburg aussprach. Am frühen Morgen verständigte die Verwaltung die Polizei, welche gegen 09:25 Uhr das Rathaus räumte und Teilbereiche des Rathausplatzes absperrte. Von den Absperrmaßnahmen war auch der öffentliche Personennahverkehr betroffen, Straßenbahnen konnten die Haltestelle „Rathausplatz“ nicht mehr anfahren.

Auch zwei Sprengstoffhunde im Einsatz

Die Polizei durchsuchte das Rathaus intensiv. Auch zwei Sprengstoffspürhunde waren im Einsatz. Verdächtigen Gegenstände wurden aber nicht gefunden. Gegen 10:40 Uhr konnten sämtliche Absperrungen aufgehoben werden.

Hochzeitspaare müssen umziehen

Am Freitag sollten zehn Hochzeiten im Rathaus stattfinden. Einige Traungen wurden ins Verwaltungsgebäude verlegt, ins Besprechungszimmer von Oberbürgermeisterin Eva Weber. Nach Aufhebung der Sperrungen konnten die noch nicht getrauten Paare dann wieder zurück ins Rathaus.

Drohschreiben auch in anderen Städten

Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass noch in weiteren Rathäusern entsprechende Drohschreiben eingingen. So kam es im Lauf des Vormittags auch in Mannheim, Essen und Leipzig zu vergleichbaren Polizeieinsätzen. Die Kriminalplizeiinspektion Augsburg hat die Ermittlungen zum Verfasser des Schreibens sowie zu den Hintergründen der Tat übernommen und steht im Austausch mit den zuständigen Polizeidienststellen im Bundesgebiet.

Ähnlicher Fall im Vorjahr

Bereits im März 2019 kam es am Augsburger Rathaus zu einem gleichgelagerten Einsatz, als ebenfalls per E-Mail eine Bombendrohung in der Stadtverwaltung einging. Auch in diesem Fall gingen nahezu zeitgleich Drohungen bei mehreren Stadtverwaltungen im Bundesgebiet ein. Inwieweit diese Serie im Zusammenhang mit der heutigen steht, kann aktuell nicht beantwortet werden. (pm/rs)