„Kultur vor dem Fenster“, Mozartfest, Lab30 und Staatstheater: Perspektiven für die Kulturszene

15.09.2020 13:45 | Kultur

Reges Kulturleben drinnen und draußen mit Festivals, Konzerten und Theater? In Zeiten von Corona gar nicht so einfach - aber möglich. Ein Überblick über das, was losgeht oder in Augsburg geplant ist.

Bei „Kultur vor dem Fenster“ können sich Interessierte Bands oder Solo-Musikerinnen und -Musiker in den eigenen Garten holen. Foto: Hannes Hiller

Die Kulturszene soll so gut wie möglich unterstützt werden. So geht beispielsweise die Aktion „Kultur vor dem Fenster“ weiter. Online findet sich ein vielfältiges Angebot an unterschiedlichsten Augsburger Ensembles, die für Auftritte im Freien gebucht werden können. Ein tolle Idee – als Überraschung für einen geliebten Menschen oder musikalische Untermalung des nächsten Gartenfestes. Und noch sind Termine frei.

Auch das Mozartfest im Oktober findet statt. Der Brunnenhof des Zeughauses kann – solange es die Witterung zulässt – bespielt werden und auch Lab30 wird Corona-gerecht geplant.

Nicht nur, dass auch das Staatstheater Augsburg seinen Spielbetrieb Ende September wiederaufnimmt – die Einrichtung will auch den ehemaligen Supermarkt Basic an der Ludwigstraße bespielen. Die freie Kulturszene soll diese Spielmöglichkeit ebenfalls mitnutzen können. „Eine neue Kooperationsmöglichkeit zwischen Staatstheater und freier Szene“, attestiert Oberbürgermeisterin Eva Weber, die derzeit auch als Kulturreferentin agiert, diesem Projekt.

Fördermöglichkeiten der öffentlichen Hand

In der kommenden Woche finden Gespräche der Stadtspitze mit Vertretern aus der Kultur- und Clubszene statt. Ziel ist, Anstöße für realisierbare Konzepte zu geben. Auch die weitere Förderung von Betriebskosten des Club- und Kreativgewerbes durch die öffentliche Hand steht zur Diskussion.

Corona-Bürgerbeirat: Vorschläge aus der Bevölkerung

Vor kurzem wurde der „Corona-Bürgerbeirat“ ins Leben gerufen. Dazu diskutiert ein neu zusammengesetzter Beirat aus bis zu 20 Bürgerinnen und Bürgern alle vier Wochen mit der Verwaltungsspitze praxisnahe Vorschläge aus der Bevölkerung zur Bekämpfung der Pandemie.

Diskutiert werden aber auch Ideen, wie öffentliches Leben in der Stadt trotzdem stattfinden kann. „Mit diesem neuen Format möchten wir wieder in die Bürgerbeteiligung einsteigen und gemeinsam mit den Augsburgerinnen und Augsburgern Ideen für das Miteinander in unserer Stadt entwickeln“, so OBin Eva Weber. (pm/grr)