Marion-Samuel-Preis für Dokumentarfilmgruppe Rothenburg

30.11.2018 12:23 | Kultur, Bürgerservice & Rathaus

Die Dokumentarfilmgruppe Rothenburg hat den Marion-Samuel-Preis 2018 erhalten. Die Stifung Erinnerung hob das Engagement, die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte und den Dialog mit Menschen aus aller Welt als besondere Leistungen der Gruppe hervor.

Thilo Pohle (am Mikrofon) von der Dokumentarfilmgruppe Rothenburg nahm den Preis entgegen. Foto: Klaus Reiner Krieger

Seit 35 Jahren drehen die Schülerinnen und Schüler der Dokumentarfilmgruppe Rothenburg Filme über die Zeit des Nationalsozialismus an Drehorten in ganz Europa. Mit ihren mehr als 40 Filmen in 17 Sprachen reist die Gruppe bis heute um die Welt und sucht das Gespräch mit den Besuchern ihrer Veranstaltungen.

Nach der Begrüßung durch Schirmherr OB Dr. Kurt Gribl wurde eine Kurzversion des Dokumentarfilms „Wenn lang die Bilder schon verblassen…“ gezeigt. Er wurde 2005 mit dem Dokumentarfilmpreis der Nordischen Filmtage ausgezeichnet. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Emil Goldschmidt, Idil Alpsoy und Anders Singh Westerdahl. 

Die Stiftung Erinnerung

Die Stiftung Erinnerung unterstützt Institutionen und Personen, die sich gegen das Vergessen, Verdrängen und Relativieren der in der NS-Zeit begangenen Verbrechen wenden und die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Zeit voranbringen. Seit 1999 verleiht die Stiftung Erinnerung den Marion-Samuel-Preis an Personen, die das Anliegen der Stiftung gefördert haben.

Marion Samuel wurde am 27. Juli 1931 in Arnswalde (Brandenburg) geboren. Sie wurde am 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert und kam dort ums Leben. Götz Aly, der Preisträger des Jahres 2003, recherchierte ihr bis dahin unbekanntes Schicksal und erzählt ihre Geschichte in seinem Buch „Im Tunnel“. Die Stiftung möchte an Marion Samuel erinnern und an die Menschen, die ihr Schicksal teilten. (pm)