Kranke Eschen im Stadtwald (Kopie 1)

28.01.2016 09:46 | Umwelt & Soziales

Bayerische Eschen haben es nicht leicht. Seit 2008 befällt ein aus Asien eingeschleppter Pilz ihre Äste und Triebe. Die Folge: Der Baum stirbt ab. Durch den milden Winter wurde das Wachstum der Schädlinge begünstigt. An vielen Bäumen werden neue Schäden sichtbar, so auch in Augsburg.

Eschentriebsterben im Querschnitt: Das befallene Holz verfärbt sich. Foto: Forstverwaltung.

Das Problem beim Eschentriebsterben: Befallene Bäume, die am Wegesrand oder auf Erholungsflächen stehen, werden zur Gefahr für Waldbesucher. Die toten Äste könnten herunter krachen und Spaziergänger, Radfahrer oder spielende Kinder verletzen.

Um den Stadtwald sicher zu halten, beseitigt die städtische Forstverwaltung ab Montag, 1. Februar, betroffene Bäume im Siebentischwald. Die Maßnahmen dauern bis Freitag, 19. Februar.

Wo aktuell gefällt wird, erfahren Bürger auf Augsburg.de. Auch Schilder werden aufgestellt. Besonders betroffen sind der Hohe Weg und die Siebenbrunner Straße. Die Forstverwaltung bittet Waldbesucher, die gesperrten Bereiche zu meiden und die Anweisungen der Forstleute ernst zu nehmen.

Nur bei Gefahr gefällt

Entfernt werden ausschließlich Eschen, die entlang der Wege wachsen und ein Sicherheitsrisiko für Waldbesucher darstellen. Innerhalb des geschlossenen Waldbestandes bleiben die erkrankten Bäume stehen. Das tote Holz bietet Nährboden und Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. (pm/je)