Königsbrunn: Die „Strossabo“ kommt

03.12.2015 15:11 | Bürgerservice & Rathaus

Augsburg und Königsbrunn rücken enger zusammen. Die seit Jahrzehnten geplante Straßenbahnverbindung zwischen Augsburg und Königsbrunn soll nun Wirklichkeit werden. Geplant ist, die Linie 3 bis ins Herz der Brunnenstadt zu verlängern.

Hand drauf: Die Linie 3 soll von Haunstetten-West bis Königsbrunn-Zentrum verlängert werden. Foto: Frederik Kruck

„Wir kommen mit diesem Projekt einer Lebenswirklichkeit nach, die sich nicht an Stadtgrenzen orientiert“, freut sich Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. Wann die erste Tram die südlichen Stadtgrenzen von Augsburg überrollen wird, ist noch unklar. Fest steht: In weniger als einer halben Stunde gelangt der Bürger dann im 15-Minuten-Takt vom „Königsplatz“ bis „Königsbrunn-Zentrum“ und umgekehrt. Samstags fährt die Linie dann im 20-Minuten-Takt, Sonntags alle 30 Minuten.

Auf die Rahmenbedingungen für Planung, Bau, Betrieb und Finanzierung der Verlängerung der Linie 3 hat man sich geeinigt. Rund 4,6 Kilometer lang soll die neue Trasse werden, davon 1,9 Kilometer auf Augsburger Flur und 2,7 Kilometer in Königsbrunn. Ersten Schätzungen zufolge betragen die Baukosten rund 34 Millionen Euro. 
 

Direkte Anbindung zu Schulen und Hochschulen

Die Vorteile der Tram-Verlängerung liegen auf der Hand: Königsbrunn hätte eine direkte Verbindung zu den Augsburger Hochschulen, Berufsschulen und zur FOS/BOS. Auch der Weg zu den Heimspielen des FC Augsburg in der WWK-Arena wäre kurz. Über die Regionalbusse des AVV würde der gesamte südliche Landkreis mit der Tram verbunden. 

Studien zeigen: Mobilität ermöglicht den kulturellen Austausch und fördert die Entwicklung des Wirtschaftsraumes. OB Gribl, Königsbrunns erster Bürgermeister Franz Feigl, der Augsburger Landrat Martin Sailer und Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza loben die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten. Nun müssen noch die Stadträte von Augsburg und Königsbrunn sowie der Kreistag dem Vorhaben zustimmen. (fk/rs)